Bachelorarbeit, 2016
80 Seiten, Note: 1,3
0 Einleitung
1 Finanzmarkttheoretische Sichtweise auf den HFH
1.1 Finanzmarktstabilität
1.1.1 Definition der Finanzmarktstabilität
1.1.2 Gefährdung der Finanzmarktstabilität
1.1.3 Globalisierung der Finanzmärkte
1.1.4 Anwendung der Prinzipal-Agent-Theorie auf die Beziehung zwischen den Hochfrequenzhändlern und den klassischen Marktakteuren
1.2 Markt-Effizienz-Theorie
1.2.1 Schwache Hypothese
1.2.2 Mittelstarke Hypothese
1.2.3 Starke Hypothese
1.2.4 Bedeutung der Markt-Effizienztheorie für den Hochfrequenzhandel
2 Hochfrequenzhandel
2.1 Funktionsweise des Hochfrequenzhandels
2.1.1 Technik
2.1.2 Gängige Strategien
2.2 Global Player
2.2.1 Hedgefonds und Wertpapierfirmen
2.2.2 Investmentbanken
2.2.3 Börsen
3 Case Studies – Gefahrensituationen in der Praxis
3.1 Case Splash-Crash 2010, Dow Jones
3.2 Case Knight Capital, 2012
3.3 Case Dax Flash-Crash, 2014
3.4 Case HFT lähmt die türkische Börse, 2016
4 Risiken des Hochfrequenzhandels
4.1 Allgemeine Risiken
4.2 IT-Risiken
4.3 Flash- bzw. Splash-Crash Risiko
4.4 Black Swan Risiko
5 Rechtliche Aspekte des Hochfrequenzhandels in Deutschland
5.1 Regulierung
5.2 Anwendungsbereich
5.2.1 Persönlicher Anwendungsbereich
5.2.2 Sachlicher Anwendungsbereich
5.3 Anforderungen
5.3.1 Zulassung
5.3.2 Technische Anforderungen
5.3.3 Organisatorische Anforderungen
5.3.4 Aufsicht
5.4 Fazit der juristischen Rahmenbedingungen
6 Kritische Auseinandersetzung mit den Erkenntnissen zum Hochfrequenzhandel
6.1 Finanztransaktionssteuer
6.2 Fazit
6.3 Handlungsempfehlung
Die Arbeit untersucht den Hochfrequenzhandel (HFH) hinsichtlich seiner Risiken für die Finanzmarktstabilität. Die zentrale Forschungsfrage adressiert den volkswirtschaftlichen Nutzen dieser extrem schnellen Handelsform im Vergleich zu den systemischen Gefahren, die durch technologische Dominanz und algorithmische Interaktionen entstehen können.
2.1.1 Technik
Die Markteintrittsbarrieren des HFT sind aufgrund der kostspieligen Technik, sowie aufgrund der eingesetzten Handelsstrategien, die eine Kombination aus finanzmarktechnischem Verständnis und Programmierkenntnissen darstellen, sehr hoch. Der erfolgreiche Hochfrequenzhandel benötigt nicht nur die modernste bzw. konkurrenzfähigste Technologie für die Datenverarbeitung und die Umsetzung der Handels-Algorithmen, sondern auch eine besonders schnelle Übertragungsrate, die ein HFH nur extern von den Börsenbetreibern einkaufen kann. Hierfür investieren die Börsenbetreiber in extrem widerstandsarme und kurze Übertragungskabel. Je kürzer ein Übertragungskabel ist, desto schneller können Marktdaten übertragen werden. Daher bieten die meisten Börsenbetreiber sog. „Co-Locations“ an, die so nah wie möglich an den Börsen-Servern angebaut werden. Anova Technologies aus Chicago implementierte sogar Militär-Laser, um eine noch schnellere Übertragungsgeschwindigkeit zu erreichen, da selbst das effizienteste Glasfaserkabel nicht mehr schnell genug ist. Damit sollen Übertragungsraten erzielt werden, die möglichst nah an Lichtgeschwindigkeit heranreichen. Weitere Informationen zu dem „Hybrid Laser Metro Wireless“ von Anova werden im Anhang, Abb. 14, angeführt.
Infolgedessen besteht im Hochfrequenzhandel die Prämisse, möglichst jederzeit über die bestmöglichen Übertragungsmedien zur Geschwindigkeitsoptimierung zu verfügen, um den Vorteil gegenüber den anderen Marktteilnehmern zu erhalten, die ihrerseits ggf. nachrüsten. Einige Strategien des HFT bauen ausschließlich auf diesen Geschwindigkeitsvorteil. Das führt dazu, dass gewisse Handelsstrategien nur von den schnellsten HFTradern umgesetzt werden können. Die folgende Abbildung 6 zeigt den Drei-Klang auf, welcher für eine funktionale Umsetzung der jeweiligen Strategien entscheidend ist. Der Geschwindigkeitsvorteil wird hauptsächlich von der Infrastrukturgeschwindigkeit, der Transaktionsgeschwindigkeit und der Prozessgeschwindigkeit beeinflusst.
0 Einleitung: Einführung in die Thematik des Hochfrequenzhandels und dessen Einfluss auf die moderne Finanzmarktstabilität.
1 Finanzmarkttheoretische Sichtweise auf den HFH: Theoretische Einordnung durch Finanzmarktstabilitäts-Definitionen und Markteffizienztheorien sowie Anwendung der Prinzipal-Agent-Theorie.
2 Hochfrequenzhandel: Analyse der technischen Funktionsweise, der beteiligten Akteure (Global Player) und der Verbreitung der Handelsform.
3 Case Studies – Gefahrensituationen in der Praxis: Detaillierte Untersuchung von Marktstörungen wie dem Flash-Crash 2010 und dem Knight Capital Vorfall.
4 Risiken des Hochfrequenzhandels: Kategorisierung der Gefahren in allgemeine, IT-spezifische und systemische Risiken wie Flash-Crashs.
5 Rechtliche Aspekte des Hochfrequenzhandels in Deutschland: Erörterung der regulatorischen Rahmenbedingungen auf EU- und nationaler Ebene zur Kontrolle des Hochfrequenzhandels.
6 Kritische Auseinandersetzung mit den Erkenntnissen zum Hochfrequenzhandel: Zusammenfassende Bewertung der wissenschaftlichen Studienlage, Diskussion der Finanztransaktionssteuer und Formulierung von Handlungsempfehlungen.
Hochfrequenzhandel, Finanzmarktstabilität, Flash-Crash, Algorithmischer Handel, Markteffizienz, IT-Risiken, Co-Location, Dark Pools, Regulierungen, BaFin, MiFID, Marktmanipulation, Handelsstrategien, Latenz, Liquidität.
Die Bachelorarbeit beleuchtet das Phänomen des Hochfrequenzhandels (HFH) und analysiert kritisch dessen Auswirkungen auf die Stabilität der globalen Finanzmärkte.
Zentrale Themen sind die Funktionsweise von Handelsalgorithmen, die Rolle von technologischen Standortvorteilen wie Co-Locations, der Einfluss von HFH auf Preisqualität und Liquidität sowie die Wirksamkeit aktueller Regulierungen.
Ziel ist es zu untersuchen, ob der Hochfrequenzhandel als Stabilisator für Finanzmärkte fungiert oder ob die implizierten Risiken für die Finanzmarktstabilität überwiegen.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus finanzmarkttheoretischen Modellen, der Analyse praxisrelevanter Case Studies und der Auswertung bestehender wissenschaftlicher Studien zur Volatilität und Marktqualität.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Systembeschreibung, die Analyse von vier spektakulären Praxisfällen (Flash-Crashs) und eine kritische Auseinandersetzung mit den regulatorischen Bemühungen der Aufsichtsbehörden.
Wichtige Begriffe sind Hochfrequenzhandel, Systemstabilität, Flash-Crash, Marktmanipulation, regulatorische Rahmenbedingungen und Algorithmischer Handel.
Die Theorie dient dazu, die asymmetrischen Informationsverhältnisse und die prekäre Partnerschaft zwischen Hochfrequenzhändlern und klassischen Marktakteuren sowie die resultierenden Risiken für Kunden zu verdeutlichen.
Der Drei-Klang aus Infrastruktur-, Transaktions- und Prozessgeschwindigkeit erzeugt einen technologischen Zwang, der im Fehlerfall zu unkontrollierbaren algorithmischen Schleifen führen kann, bei denen menschliches Eingreifen zu spät kommt.
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