Bachelorarbeit, 2016
73 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
2. Beschreibung des Unternehmens
3. Projektbeschreibung
3.1 Problemstellung
3.2 Methodik der Durchführung
3.3 Ziele der Untersuchung
4. Situationsanalyse
4.1 Marktanalyse
4.2 Umfeldanalyse
4.3 Branchenstrukturanalyse
4.4 Kundenanalyse
4.5 Unternehmensanalyse
4.5.1 Wertkettenanalyse
4.5.2 Ressourcenanalyse
4.6 SWOT-Matrix
5. Strategisches Marketing
5.1 Zielvorgaben
5.2 Marktfeldstrategie
5.3 Marktstimulierungsstrategie
5.4 Marktparzellierungsstrategie
5.5 Marktarealstrategie
6. Operatives Marketing
6.1 Leistungspolitik
6.2 Distributionspolitik
6.3 Standortpolitik
6.4 Ladengestaltung
6.5 Preispolitik
6.6 Kommunikationspolitik
6.7 Privatisierung der Marktverwaltung
7. Ergebnisse und Schlussfolgerungen
8. Empfehlungen und kritische Würdigung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung einer fundierten Marketingkonzeption für den Remscheider Wochenmarkt, um dessen Attraktivität zu steigern, das Kundenaufkommen zu erhöhen und die langfristige wirtschaftliche Existenz der Marktbeschicker zu sichern. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie der Markt trotz der Konkurrenz durch den stationären Lebensmitteleinzelhandel und veränderter Konsumgewohnheiten erfolgreich als lebendiger Erlebnisraum positioniert werden kann.
3.1 Problemstellung
Der Gartenbaubetrieb H.E. sieht sich als Wochenmarkthändler für Blumen aufgrund deren nunmehr ubiquitären Verfügbarkeit im Einzelhandel einem intensivierten Wettbewerb gegenüber. Das gebotene Preis-Leistungs-Verhältnis ist weiterhin konkurrenzfähig, jedoch bereitet die sinkende Kundenfrequenz als Resultat eines allgemeinen Attraktivitäts- und Bedeutungsverlustes der Vertriebsform Wochenmarkt Probleme. Die Mehrheit der vorhandenen Kundschaft begreift sich selbst als generelle „Marktkunden“ und tätigt vorzugsweise sämtliche Käufe des kurzfristigen Bedarfs auf Wochenmärkten. Daher gilt:
Die Ausstrahlungskraft und Attraktivität des Remscheider Wochenmarktes als Gesamtkonstrukt ist ausschlaggebend für den geschäftlichen Erfolg der einzelnen Anbieter!
Aufgrund eines fehlenden gemeinschaftlichen Marketingkonzeptes, sowohl auf Ebene der Beschicker, als auch der Stadtverwaltung, ist keine einheitliche Strategie und Vorgehensweise gegeben, mit der dieser existenzbedrohenden Entwicklung begegnet werden kann. Marketingpotenziale auf kollektiver Ebene werden nur bruchstückhaft genutzt und deren Einsatz im einzelbetrieblichen Umfang ist aus ökonomischen Gründen nur bedingt möglich. Zudem fehlt vielen der unzähligen kleinen Anbieter das erforderliche Fachwissen, um den modernen Anforderungen an eine Produkt-, Preis-, Kommunikations- und Distributionspolitik zu genügen. Auch versteht sich der Großteil der Beschicker nicht als eine Interessengemeinschaft. Man sieht die primäre Konkurrenz in den eigenen Marktkollegen anstatt in den stationären Supermärkten.
„Marketing als marktorientierte Unternehmensführung lässt sich im Sinne dieses formalen Denkgerüstes nur dann konsequent verwirklichen, wenn dem unternehmerischen Handeln eine unternehmensindividuelle und abgesicherte Marketingkonzeption zugrunde liegt.“ (Meffert 2000, S. 61). Zur Lösung der Problemstellung soll daher im Rahmen dieser Bachelorthesis ein nachhaltiges Marketingkonzept für die Remscheider Wochenmärkte entworfen werden. Dieses soll dazu geeignet sein, ggf. abweichende Zielvorstellungen der Stadtverwaltung und der Marktbeschicker sinnvoll zu vereinen, die Vorteile eines koordinierten Vorgehens der Interessengruppen aufzuzeigen und in Konsequenz den Beteiligten eine erfolgreiche Weiterführung des Wochenmarktgeschäftes unter den erschwerten Rahmenbedingungen zu ermöglichen. Die Stadtverwaltung ist hierbei in der Pflicht, stärker als zuvor regulierend einzugreifen und das erarbeitete Konzept gegen etwaige Widerstände vereinzelter Beschicker zu realisieren. Nur durch kooperative Zusammenschlüsse auf vertikaler wie horizontaler Ebene kann die eigene Schlagkraft und Marktmacht auf ein Niveau gehoben werden, das aktives Marketing auf Augenhöhe mit den filialisierten Lebensmittelketten ermöglicht.
1. Einführung: Das Kapitel verortet Wochenmärkte im historischen Kontext und beschreibt deren schwindende Bedeutung gegenüber modernen Supermarktkonzepten durch den Convenience-Trend.
2. Beschreibung des Unternehmens: Es erfolgt eine detaillierte Vorstellung des Gartenbaubetriebs H.E. sowie eine Einordnung des Remscheider Zentralwochenmarktes als dessen primärer Absatzkanal.
3. Projektbeschreibung: Dieses Kapitel erläutert die Problemstellung der sinkenden Marktakzeptanz und definiert die methodischen Rahmenbedingungen sowie die Zielsetzung der Bachelorthesis.
4. Situationsanalyse: Basierend auf PEST-Analyse, Branchenstrukturmodell nach Porter und einer Kundenanalyse werden Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken systematisch erfasst.
5. Strategisches Marketing: Hier werden Vision, Mission und spezifische Strategieebenen (u.a. Positionierung als grüner Frischemarkt) für den Wochenmarkt hergeleitet.
6. Operatives Marketing: Das Kapitel konkretisiert den Marketing-Mix mit Maßnahmen zu Sortiment, Distribution, Standortgestaltung und Kommunikation.
7. Ergebnisse und Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse der Untersuchung werden synthetisiert, wobei die Notwendigkeit einer fundamentalen Neuausrichtung betont wird.
8. Empfehlungen und kritische Würdigung: Abschließend werden Handlungsempfehlungen für die Stadtverwaltung und die Marktgemeinschaft gegeben sowie die Grenzen der vorliegenden Forschungsarbeit reflektiert.
Wochenmarkt, Marketingkonzeption, Remscheid, Regionalmarketing, Convenience, Präferenzstrategie, Marktdurchdringung, Direktvermarktung, Branchenstrukturanalyse, SWOT-Analyse, Kundenorientierung, Standortpolitik, Erlebnisorientierung, Nachhaltigkeit, Marktforschung.
Die Arbeit entwickelt eine fundierte Marketingkonzeption für den Remscheider Wochenmarkt, um dessen Wettbewerbsfähigkeit gegenüber dem stationären Lebensmitteleinzelhandel zu stärken.
Zentrale Schwerpunkte bilden die strategische Analyse der aktuellen Marktsituation, die Entwicklung von Differenzierungsstrategien und die operative Verbesserung des Leistungsangebots und der Marktkommunikation.
Das Ziel ist die Erstellung eines Maßnahmenpakets zur Steigerung der Attraktivität und des Kundenaufkommens, um den Remscheider Wochenmarkt als zukunftsfähiges Kulturgut und Nahversorgungsangebot zu erhalten.
Die Autor verwendet einen strukturierten Marketingplan-Ansatz, gestützt durch PEST-Analyse, Branchenstrukturanalyse nach Porter, Wertkettenanalyse und eine empirische Marktforschung vor Ort.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Situationsanalyse, die strategische Marketingplanung mit verschiedenen Marktstrategien sowie die konkrete Ausgestaltung des Marketing-Mix im operativen Bereich.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Regionalmarketing, Präferenzstrategie, Erlebnisorientierung und Standortpolitik aus, die den neuen Fokus auf den Wochenmarkt als „grünen Spezialisten“ unterstreichen.
Ein Preiswettbewerb gegenüber Discountern ist aufgrund fehlender Skaleneffekte und der Struktur der kleinen Betriebe zum Scheitern verurteilt; daher ist die Differenzierung über Qualität, Frische und Service der einzig erfolgversprechende Weg.
Die Stadtverwaltung wird als entscheidender Akteur gesehen, der durch regulierende Eingriffe, Infrastrukturverbesserungen und die Unterstützung gemeinschaftlicher Marketingbudgets die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Marktbelebung schaffen muss.
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