Masterarbeit, 2015
275 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung – Zur öffentlichen Diskussion um Schule und Gewalt
1.1 Zugrundeliegende Motivation
1.2 Wissenschaftliche Fragestellung
1.3 Aufbau der wissenschaftlichen Arbeit
I. Theoretische Grundlagen
2. Gewalt im sozialen Kontext – Was ist das eigentlich?
2.1 Entwicklungen der schulischen Gewaltforschung
2.2 Bedeutung des Gewaltbegriffs für die Grundschule
2.2.1 Gewaltformen an Grundschulen
2.2.2 Subjektive Gewalteinschätzung von Kindern und Jugendlichen
2.2.3 Empirische Ergebnisse schulischer Gewaltforschung
2.3 Mobbing ist mehr als nur ein Wort: Einordnung in den Gewaltbegriff
2.4 Mobbing in der Schule – ein Alltagsphänomen?
2.4.1 Wie äußert sich Mobbing? Beschreibung der Erscheinungsformen
2.4.1.1 Physisches Mobbing
2.4.1.2 Psychisches Mobbing
2.4.2 Mobbing – ein Gruppenphänomen?
2.4.2.1 Merkmale des typischen Gewaltopfers
2.4.2.2 Merkmale des typischen Gewalttäters
2.4.2.3 Typische Mobbingstruktur in Lerngruppen
2.4.3 Mögliche Ursachen von Mobbing
2.4.3.1 Risiken im sozialen Umfeld und entwicklungspsychologische Bedingungen
2.4.3.2 Persönlichkeitsmerkmale und Bewältigungsstile
2.4.3.3 Schulische Risiken
2.4.4 Folgen von Mobbing
3. Prävention und Intervention
3.1 Begriffsbestimmungen und Zielsetzungen
3.2 Präventionsort Schule – Schule als Sozialisationsinstanz
3.2.1 Maßnahmen auf Schulebene (Makroebene)
3.2.2 Maßnahmen auf Klassenebene (Mesoebene)
3.2.3 Maßnahmen auf persönlicher Ebene (Mikroebene)
3.3 Herausforderungen von schulischer Gewaltprävention
3.4 Notwendigkeitsanspruch schulischer Gewaltprävention
3.4.1 Gewaltverminderung
3.4.2 Sozialisationsfunktion der Schule
3.4.3 Verminderung der Kosten von Gewalt
3.4.4 Rechtliche Rahmenbedingungen
3.5 Qualitätskriterien schulischer Gewaltprävention
3.5.1 Theoretische und praktische Gestaltung
3.5.2 Dokumentation des Programmkonzepts
3.5.3 Konzeptspezifizierung und -differenzierung
3.5.4 Mehrebenenmodell
3.5.5 Frühzeitige Umsetzung
3.5.6 Kompetenzen des Personals
3.5.7 Regeln und Normen
3.5.8 Nachhaltigkeit und Kontinuität
3.5.9 Interdisziplinäre Zusammenarbeit
3.5.10 Qualitätssicherung und Evaluation
3.6 Präventionsprojekte an Grundschulen in Niedersachsen
3.6.1 Überblick über aktuelle Präventionsmaßnahmen
3.6.2 Vorstellung des Präventionsprogramms FAIR-AG
3.6.2.1 Zielgruppe
3.6.2.2 Konzept: Inhalte und Methoden
3.6.2.3 Zielsetzungen
3.6.2.4 Aufbau einer FAIR-AG Stunde
3.6.2.5 Abgrenzung zu anderen Programmen: individuelle Besonderheiten
3.6.2.6 Voraussetzungen und Gegebenheiten der ... in ...
II. Empirische Untersuchung: Fallbeispiel FAIR-AG in der ...
4. Methodisches Vorgehen
4.1 Forschungsbestreben
4.2 Forschungsfragen und Hypothesen
4.2.1 Fragestellung in Bezug auf die Realisierung von Zielen der FAIR-AG
4.2.2 Fragestellung nach der Akzeptanz und Motivation seitens der Zielgruppe
4.2.3 Fragestellung nach der Reichweite der FAIR-AG
4.3 Erhebungsmethodik und -instrumente
4.3.1 Eingesetzte Instrumente zur Prozessevaluation
4.3.1.1 P1 Standardisierte Einschätzungsbögen Trainerteam
4.3.1.2 P2 Protokollbögen Trainerteam
4.3.1.3 P3 (externe) standardisierte Beobachtungsbögen
4.3.2 Eingesetzte Instrumente zur Ergebnisevaluation
4.3.2.1 E1 Standardisierte Schülerfragebögen
4.3.2.2 E2 Teilstandardisierte mündliche Leitfadeninterviews
4.3.2.3 E3 Standardisierte Lehrpersonenfragebögen
4.3.2.4 E4 Teilstandardisierte schriftliche Experteninterviews
4.3.3 Durchführung der Ergebnisevaluation
4.3.4 Kritische Reflexion der quantitativen und qualitativen Erhebungsinstrumente
4.4 Auswertungsmethodik
4.4.1 Auswertung der Prozessevaluation
4.4.2 Auswertung der Ergebnisevaluation
5. Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
5.1 Wirksamkeit der Präventionsarbeit der FAIR-AG
5.2 Kritische Beleuchtung der Gesamterhebung
5.3 Empfehlungen zur Optimierung der FAIR-AG
6. Fazit und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Hauptziel, die Wirksamkeit des Gewaltpräventionsprojekts FAIR-AG an einer Grundschule wissenschaftlich zu evaluieren und auf Basis der Ergebnisse Optimierungsvorschläge für das Programm zu entwickeln.
1. Einleitung – Zur öffentlichen Diskussion um Schule und Gewalt
Das Thema Gewalt an Schulen und insbesondere auch das Phänomen Mobbing hat sich in den letzten Jahren in den Köpfen und Herzen vieler Menschen verankert. Diese gesellschaftlichen Problemfelder bieten heutzutage nicht nur in vielen Schulen und Lehrerzimmern, sondern auch in politischen Institutionen und in der Arbeitswelt Anlass zum Diskutieren. Zum Begriff Mobbing ist zu sagen, dass dieser in den vergangenen Jahren zu einer Art Modebegriff geworden ist und von vielen als Synonym für konflikthaltige Situationen aller Art verwendet wird ohne jedoch genau zu wissen, was Mobbing eigentlich genau bedeutet. In dieser wissenschaftlichen Ausarbeitung wird dieser Begriff definiert und von anderen Erscheinungen abgegrenzt.
Das Ausmaß gewaltvollen Handelns in Schulen zwischen Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen hat neue Dimensionen erreicht und dringt durch die Mediendarstellung, laut Schubarth seit Beginn der 90er Jahre, immer mehr in das öffentliche Bewusstsein. Die größte Präsenz erreichten in den letzten Jahren stattgefundene Amokläufe in deutschen Schulen mit ihren dramatischen Folgen. An dieser Stelle lassen sich die folgenden Schulen als vereinzelte Beispiele nennen: Berufsschule in Ludwigshafen (Februar 2010), Gymnasium in Ansbach (September 2009), Realschule in Winnenden (März 2009) und ein Gymnasium in Erfurt (April 2002). Obwohl Gewalt nachweislich in jedem Kulturkreis und jeder Gesellschaft vorzufinden ist, erlangen in der aktuellen Flüchtlingskrise vor allem männliche Migranten aufgrund ihrer Gewaltanwendung, Aggressionspotentials und ihrem Verhalten gegenüber Frauen einen negativen Stellenwert. Da in unserer demokratischen Gesellschaft Gewalt als abzulehnende Handlungsform angesehen wird, gibt es viele Bestrebungen solche Vorkommnisse in der Zukunft zu verringern. Schubarth ist der Meinung, dass diese mediale Berichterstattung zum einen notwendig ist, um die Gesellschaft zu informieren, zum anderen diese aber auch, aufgrund ihrer teilweise stattfindenden Dramatisierung und dem gleichzeitigen Verlust an Seriosität, enorme negative Folgen mit sich ziehen kann. Beispielsweise wird durch die dauerhafte mediale Präsenz von schrecklichen Vorkommnissen an Schulen die Anzahl an Nachahmern gesteigert. Die mediale Darstellung und die öffentliche Diskussion um drastische Gewalttaten an Schulen, wie z.B. Amokläufe, können als typische Umgangsweise und Verarbeitung mit dem Thema Gewalt an Bildungsstätten angesehen werden.
1. Einleitung – Zur öffentlichen Diskussion um Schule und Gewalt: Einführung in die Thematik der schulischen Gewalt und die Relevanz des Phänomens Mobbing sowie Vorstellung des Untersuchungsgegenstands FAIR-AG.
I. Theoretische Grundlagen: Darstellung des Gewaltbegriffs und der Mobbingforschung, gefolgt von einer Analyse präventiver Ansätze und Qualitätskriterien für Gewaltpräventionsprogramme.
2. Gewalt im sozialen Kontext – Was ist das eigentlich?: Detaillierte Definition und Klassifizierung von Gewalt sowie Darstellung von Mobbing als spezifisches Gruppenphänomen in Schulen.
3. Prävention und Intervention: Diskussion von Strategien zur Gewaltprävention, unterteilt in verschiedene Ebenen, und Vorstellung des Projekts FAIR-AG als Fallbeispiel.
II. Empirische Untersuchung: Fallbeispiel FAIR-AG in der ...: Beschreibung des methodischen Vorgehens bei der Evaluation, der eingesetzten Instrumente und der Auswertung der Ergebnisse.
4. Methodisches Vorgehen: Erläuterung der Forschungsfragen, Hypothesen und der gewählten Erhebungsmethoden (Fragebögen, Interviews) zur Wirkungsanalyse.
5. Interpretation und Diskussion der Ergebnisse: Kritische Reflexion der erhobenen Daten in Bezug auf die Wirksamkeit der FAIR-AG und Ableitung von Optimierungsvorschlägen.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung des Präventionsprogramms und Einschätzung der Nachhaltigkeit sowie zukünftiger Forschungsperspektiven.
Gewaltprävention, Mobbing, Schule, FAIR-AG, Evaluation, Sozialkompetenz, Schulklima, Interventionsstrategien, Prozessevaluation, Ergebnisevaluation, Schülergewalt, Gruppenphänomen, Konfliktlösung, Grundschule, pädagogische Qualität.
Die Arbeit untersucht die Gestaltung und die Wirksamkeit des Gewaltpräventionsprojekts FAIR-AG, das an einer Grundschule zur Stärkung der sozialen Kompetenzen und zur Mobbingprävention eingesetzt wird.
Zentrale Themen sind Gewalt in sozialen Kontexten, die Phänomenologie von Mobbing in Schulen, Qualitätskriterien für Präventionsprogramme sowie die praktische Evaluation eines konkreten Schulprojekts.
Die Forschungsfrage lautet: „Inwieweit wirkt sich die Gestaltung der FAIR-AG auf die Wirksamkeit des Präventionsprogramms aus?“
Die Arbeit nutzt ein kombiniertes Vorgehen aus quantitativen Schülerfragebögen sowie qualitativen mündlichen Leitfadeninterviews mit Schülern und schriftlichen Experteninterviews mit dem Trainerteam.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Gewalt und Mobbing, eine Analyse von Präventionsmodellen in der Schule und eine detaillierte empirische Wirkungsanalyse am Beispiel der FAIR-AG.
Die wichtigsten Begriffe sind Gewaltprävention, Mobbing, Schulklima, Evaluation, soziale Kompetenz, Gruppenphänomen und pädagogische Intervention.
Die Autorin wählte die Primarstufe, da wissenschaftliche Evaluationen in diesem frühschulischen Bereich noch unterrepräsentiert sind und eine frühzeitige Gewaltprävention als besonders effektiv gilt.
Das Projekt FAIR-AG zeichnet sich durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit aus, bei der Lehrkräfte und ehrenamtlich engagierte Eltern gemeinsam als Trainer fungieren, um die Präventionsarbeit nachhaltig im Schulleben zu verankern.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

