Bachelorarbeit, 2016
62 Seiten, Note: 1,00
1. Einleitendes Kapitel
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Forschungsfragen
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen des Crowdfunding
2.1 Die Macht der Crowd
2.2 Die Entstehung des Crowdfundings
2.3 Exkurs: Crowdsourcing
2.4 Ablauf einer Crowdfunding-Kampagne
2.4.1 Phase 1: Die Bewerbung
2.4.2 Phase 2: Die Vorbereitung der Kampagne
2.4.3 Phase 3: Die Crowdfunding-Kampagne
2.4.4 Phase 4: Der Abschluss der Kampagne
2.5 Funktionsweisen im Crowdfunding
2.5.1 Donation-based Crowdfunding
2.5.2 Reward-based Crowdfunding
2.5.3 Lending-based Crowdfunding
2.5.4 Equity-based Crowdfunding
3. Crowdfunding in Österreich
3.1 Ausgangssituation vor dem Alternativfinanzierungsgesetz
3.2 Crowdfunding-Plattformen in Österreich
3.3 Exkurs: Crowdfunding im Ausland
3.4 Das Alternativfinanzierungsgesetz und dessen Rechtsgrundlagen
3.4.1 Anwendungsbereich gemäß AltFG
3.4.2 Beschränkungen gemäß AltFG
3.4.3 Informationspflichten gemäß AltFG
3.4.4 Pflicht zur Prüfung der Informationspflichten gemäß AltFG
3.4.5 Verpflichtungen zur Vermeidung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung gemäß AltFG
3.4.6 Anforderungen an Betreiber von Internetplattformen gemäß AltFG
3.4.7 Strafbestimmungen gemäß AltFG
3.4.8 Weiterführende Gesetzesänderungen anlässlich des AltFG
3.5 Beurteilung des AltFG
3.6 Das AltFG im länderübergreifenden Vergleich
4. Crowdinvesting als Anlageinstrument
4.1 Motive für den Einsatz als Anlageinstrument
4.2 Steuerliche Behandlung aus Investorensicht
4.2.1 Substanzgenussrecht
4.2.2 Nachrangige Darlehen
4.3 Beurteilung der Eignung als Anlageinstrument
4.4 Best-Practice Beispiel: Kaahée
5. Crowdinvesting als Finanzierungsinstrument
5.1 Motive für den Einsatz als Finanzierungsinstrument
5.2 Bilanzielle Behandlung aus Unternehmenssicht
5.2.1 Substanzgenussrecht
5.2.2 Nachrangige Darlehen
5.3 Beurteilung der Eignung als Finanzierungsinstrument
5.4 Best-Practice Beispiel: InvesTOR
6. Resümee und generelle Handlungsempfehlungen im Crowdfunding
Diese Arbeit analysiert die Crowdfunding-Landschaft in Österreich unter besonderer Berücksichtigung des Alternativfinanzierungsgesetzes (AltFG). Ziel ist es, die Auswirkungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen auf die verschiedenen Akteure – Unternehmen, InvestorInnen und Plattformbetreiber – zu untersuchen sowie die rechtlichen, steuerlichen und bilanziellen Aspekte dieser Finanzierungsform kritisch zu beleuchten.
2.4 Ablauf einer Crowdfunding-Kampagne
Der Crowdfunding-Markt kann zweifelsfrei als Beispiel für einen klassischen zweiseitigen Markt betrachtet werden, indem zwei Gruppen – VerkäuferIn (money side) und KäuferIn (subsidy side) – in einem Netzwerk zusammengebracht werden. Die beiden Gruppen beeinflussen sich gegenseitig sowohl positiv als auch negativ in ihrem Nachfrageverhalten. Voraussetzung für ein erfolgreiches Zusammenwirken liegt dabei in der Reduktion bestehender Informationsasymmetrien und dem Aufbau von Vertrauen zwischen den handelnden Akteuren. Faktoren wie „adverse Selektion“ (Negativauslese oder Gegenauslese) sowie „Moral Hazard“ (moralische Versuchung oder Rationalitätsfalle) - welche Auswirkung auf die Transaktionskosten haben könnten - sind dabei zu vermeiden. Crowdfunding-Plattformen bieten die für den Austausch notwendige Infrastruktur und legen Regeln fest, sodass die Transaktion zwischen den handelnden Akteuren vereinfacht bzw. geregelt werden kann. Diese können aus unterschiedlichen Formen, wie z.B. physischen Produkten mit direktem Zahlungsaustausch oder schlicht einfachen Serviceleistungen bestehen. Der dabei erzielte Netzwerkeffekt kann zu einer Steigerung des Skalenertrags führen, welchen die Gruppen bereit sind finanziell zu vergüten.
1. Einleitendes Kapitel: Einführung in die Thematik Crowdfunding als alternative Finanzierungsform und Darstellung der Problemstellung durch das neue Alternativfinanzierungsgesetz.
2. Grundlagen des Crowdfunding: Definition der Begriffe, Erläuterung der verschiedenen Kampagnenphasen sowie Abgrenzung der unterschiedlichen Finanzierungsmodelle wie Donation-, Reward-, Lending- und Equity-based Crowdfunding.
3. Crowdfunding in Österreich: Analyse der Marktsituation, der Rechtsgrundlagen durch das AltFG, der Rolle von Crowdfunding-Plattformen und der Einordnung im internationalen Vergleich.
4. Crowdinvesting als Anlageinstrument: Untersuchung der Motive für Investoren, der steuerlichen Rahmenbedingungen für Anleger sowie eine SWOT-Analyse der Eignung als Assetklasse.
5. Crowdinvesting als Finanzierungsinstrument: Betrachtung der Motive aus Unternehmenssicht, der bilanziellen Behandlung von Mezzanin-Kapital und eine SWOT-Analyse zur Eignung als Finanzierungsquelle.
6. Resümee und generelle Handlungsempfehlungen im Crowdfunding: Zusammenfassende Bewertung der Auswirkungen des AltFG und Ableitung von Empfehlungen für Unternehmen und Plattformbetreiber zur erfolgreichen Etablierung.
Crowdfunding, Crowdinvesting, Alternativfinanzierungsgesetz, AltFG, Crowdfunding-Plattform, Gründer, Start-up, KMU, Early-Stage-Gap, Schwarmfinanzierung, Investorenschutz, Mezzanin-Kapital, Nachrangdarlehen, Risikokapital, Finanzmarktregulierung.
Die Bachelorarbeit analysiert das Crowdfunding-Ökosystem in Österreich, insbesondere im Kontext des seit 2015 in Kraft getretenen Alternativfinanzierungsgesetzes (AltFG).
Die Arbeit behandelt die Funktionsweisen von Crowdfunding, die rechtlichen Rahmenbedingungen in Österreich, die steuerliche und bilanzielle Behandlung von Investitionen sowie die Motive von Investoren und Unternehmen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Auswirkungen die neue Gesetzesnovelle (AltFG) auf Unternehmen, Investoren und Plattformen hat und wie diese Finanzierungsform optimal genutzt werden kann.
Die Autorin/der Autor nutzt eine fundierte Literaturrecherche, die Analyse von Gesetzestexten, die Auswertung von Wirtschaftsstatistiken sowie den Vergleich mit internationalen Modellen (z.B. UK, USA).
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die spezifische Situation in Österreich, die detaillierte regulatorische Analyse des AltFG sowie die Bewertung als Anlage- und Finanzierungsinstrument.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Crowdfunding, AltFG, Start-ups, KMU, Mezzanin-Kapital und InvestorInnen-Schutz.
Es schafft erstmals klare, wenn auch komplexe rechtliche Rahmenbedingungen, die den Zugang zu alternativem Kapital für Gründer und KMU vereinfachen sollen, während gleichzeitig neue Standards für Transparenz und Anlegerschutz definiert werden.
Crowdinvesting bietet eine alternative Möglichkeit, Kapital durch eine Vielzahl von Anlegern (die Crowd) zu erhalten, oft ohne die Mitspracherechte oder Kontrollstrukturen, die klassische Bankkredite oder Venture-Capital-Investitionen häufig begleiten.
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