Bachelorarbeit, 2015
50 Seiten, Note: 1,0
1. Bedeutung von Supply-Chain-Management und Warenwirtschaftssysteme
2. Supply-Chain-Management
2.1 Definitorische Annäherung an das Supply-Chain-Management
2.1.1 Supply-Chain und Supply-Chain-Management
2.1.2 Demand-Chain und Demand- & Supply-Chain-Management
2.2 Motive für und gegen ein Supply-Chain-Management
2.2.1 Der „Bullwhip-Effekt“
2.2.2 Transaktionskosten
2.2.3 Gestiegene Kundenanforderungen
2.2.4 Ausschalten des marktgesteuerten Wettbewerbs
2.2.5 Opportunistisches Verhalten
2.3 Ermittlung eines Referenzmodells zur Ableitung von SCM-Konzepten
3. Warenwirtschaftssysteme / Electronic-Resource-Planning-Systeme und Supply-Chain-Management-Systeme
3.1 Warenwirtschaftssysteme
3.2 Electronic-Resource-Planning-Systeme
3.3 Supply-Chain-Management-Systeme
3.4 Ausgangssituation REXIM Werkzeug GmbH
4. Einsatzmöglichkeiten
4.1 Grundlegende Voraussetzungen zur Umsetzung von SCM-Konzepten
4.2 Available-to-Promise (ATP)
4.2.1 Beschreibung des Konzepts
4.2.2 Einsatzmöglichkeit des Konzepts
4.3 Quick Response (QR)
4.3.1 Beschreibung des Konzepts
4.3.2 Einsatzmöglichkeit des Konzepts
4.4 eKanban
4.4.1 Beschreibung des Konzepts
4.4.2 Einsatzmöglichkeit des Konzepts
5. Wirtschaftlichkeitsanalyse
5.1 Die Szenariotechnik
5.2 Wirtschaftlichkeitsanalyse – Available-to-Promise (ATP)
5.3 Wirtschaftlichkeitsanalyse – Quick Response (QR)
5.4 Wirtschaftlichkeitsanalyse – eKanban
6. Bewertung der Ergebnisse – Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, ob die Einführung von Supply-Chain-Management-Konzepten (SCM) bei der REXIM Werkzeug GmbH zu effizienteren Wertschöpfungsprozessen und gesteigerter Wettbewerbsfähigkeit führen kann, wobei insbesondere der Nutzen gegenüber den Umsetzungskosten im Fokus steht.
2.2.1 Der „Bullwhip-Effekt“
Eine Supply-Chain ist dadurch gekennzeichnet, dass alle in dieser Kette beteiligten eng miteinander zusammenarbeiten. Im Falle, dass die einzelnen Wertschöpfungspartner isoliert voneinander planen und agieren und sich nicht mit ihren vor- bzw. nachgelagerten Partnern abstimmen, ergeben sich Ineffizienzen im Gesamtsystem. Gerade bei isolierter Arbeitsweise fehlt es an Koordination von Prozessen und Strategien zwischen den beteiligten Akteuren. Diese Ineffizienzen können anhand des Bullwhip-Effektes (Peitschenhieb-Effekt) deutlich gemacht werden.
Der Bullwhip-Effekt wurde bereits 1958 von Forrester untersucht. Damit wird das Phänomen einer kontinuierlich ansteigenden Variabilität der Nachfrage innerhalb der Supply-Chain beschrieben. Forrester fand seinerzeit heraus, dass innerhalb einer Wertschöpfungskette, bestehend aus Hersteller, Distributor, Händler und Kunde, eine Nachfragesteigerung des Kunden von 10% dazu führt, dass die vorgelagerten Stufen überreagieren. Um den potenziellen Mehr-Umsatz nicht zu verlieren, erhöhen diese Ihre Bestände bzw. ihre Produktion um bis zu 40%. Erst nach ca. 1 Jahr pendeln sich die Bestände auf die tatsächlich benötigten 10% ein. Aufgrund lokaler Sicherheitsbestände und fehlender Informationstransparenz zwischen den beteiligten Partnern, schaukeln sich bereits kleinste Schwankungen beim Endabnehmer bzw. Konsumenten wie eine Peitschenschlag auf und führen im gleichen Zuge zu weitaus größeren Schwankungen auf der jeweils vorgelagerten Wertschöpfungsstufe (up-stream). Nachfolgende Abbildung zeigt eine vereinfachte Darstellung des Bullwhip-Effektes.
1. Bedeutung von Supply-Chain-Management und Warenwirtschaftssysteme: Einführung in das Thema und Erläuterung der gestiegenen Relevanz von Supply-Chain-Management sowie der Rolle moderner Warenwirtschaftssysteme.
2. Supply-Chain-Management: Theoretische Abgrenzung der Begriffe, Untersuchung verschiedener Typologien und Analyse von Motiven für und gegen die Anwendung von SCM.
3. Warenwirtschaftssysteme / Electronic-Resource-Planning-Systeme und Supply-Chain-Management-Systeme: Detaillierte Darstellung der IT-Systemlandschaft und der Ausgangssituation bei der REXIM Werkzeug GmbH.
4. Einsatzmöglichkeiten: Vorstellung und Untersuchung der drei SCM-Konzepte Available-to-Promise, Quick Response und eKanban hinsichtlich ihrer praktischen Anwendbarkeit.
5. Wirtschaftlichkeitsanalyse: Anwendung der Szenariotechnik zur monetären Bewertung der drei Konzepte basierend auf Umsatzsteigerungen und Kostenersparnissen.
6. Bewertung der Ergebnisse – Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Beurteilung der Untersuchungsergebnisse und Handlungsempfehlung für die REXIM Werkzeug GmbH.
Supply-Chain-Management, SCM, Warenwirtschaftssystem, WWS, ERP-System, Available-to-Promise, ATP, Quick Response, QR, eKanban, Wirtschaftlichkeitsanalyse, Bullwhip-Effekt, Wertschöpfungskette, Prozessoptimierung, REXIM Werkzeug GmbH.
Die Arbeit analysiert, wie die REXIM Werkzeug GmbH ihre Wertschöpfungsprozesse durch die gezielte Einführung von Supply-Chain-Management-Konzepten optimieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern kann.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von SCM, die Rolle von IT-gestützten Warenwirtschaftssystemen sowie die konkrete Untersuchung der Konzepte ATP, Quick Response und eKanban.
Ziel ist es zu klären, ob SCM für die REXIM Werkzeug GmbH effizient ist, inwieweit ein WWS notwendig ist und ob der Nutzen die Kosten der Umsetzung übersteigt.
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen zur theoretischen Fundierung und eine Wirtschaftlichkeitsanalyse mittels Szenariotechnik (Best-Case, Trendszenario, Worst-Case) zur Bewertung der Konzepte.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Systemdarstellung (WWS/ERP), die Beschreibung spezifischer Konzepte und die anschließende Wirtschaftlichkeitsberechnung.
Wesentliche Begriffe sind Supply-Chain-Management, Warenwirtschaftssystem, Available-to-Promise, Quick Response, eKanban und Wirtschaftlichkeitsanalyse.
Die Umsetzung erfolgt durch eine IT-gestützte Anbindung der Schnittstellen, teilweise über Webservices oder EDI, wobei das bestehende WWS der REXIM als Datenbasis dient.
Die Analysen zeigen, dass sich die Investitionskosten für alle drei Konzepte (ATP, QR, eKanban) bereits nach kurzer Zeit amortisieren, weshalb eine Umsetzung empfohlen wird.
Das WWS dient als notwendiger IT-Kern für die Steuerung der Warenflüsse, wobei zusätzliche Schnittstellen für die SCM-Konzepte programmiert werden müssen.
eKanban bietet Vorteile bei der Lagerreduktion und Kundenzufriedenheit, erfordert jedoch eine kundenspezifische Prüfung, wobei das Hauptaugenmerk idealerweise auf A-Kunden liegen sollte.
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