Masterarbeit, 2012
94 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
2. Definition des Begriffs „Doping“
3. Die beteiligten Organisationen
3.1 Die Olympische Bewegung
3.1.1 Das IOC
3.1.1.1 Die Medical Commission
3.1.1.2 Die Athletes’ Commission
3.1.1.3 Die Juridical Commission
3.1.2 Die NOCs
3.1.3 Der CAS
3.1.4 Die IFs
3.2 Die UNESCO
3.3 Der Europarat
4. Die Harmonisierungsbestrebungen des IOC vor Gründung der WADA
4.1 Der Hintergrund
4.2 Die Anti-Doping Politik des IOC der 1980er Jahre
4.2.1 Boykott und Doping – Das Ende der Olympischen Spiele?
4.2.2 Disqualifikation oder eine lebenslange Sperre von Dopingsündern?
4.2.3 Das Problem der Durchführung von Dopingkontrollen
4.2.4 Erste Harmonisierungsbestrebungen außerhalb der Olympischen Bewegung
4.2.5 Die 1. Internationale Anti-Doping Konferenz in Ottawa
4.2.6 Der Ben-Johnson-Skandal 1988
4.2.7 Die erste gemeinsame Anti-Doping Kommission der Olympischen Bewegung
4.2.8 Die 2. Internationale Anti-Doping Konferenz
4.3 Die Anti-Doping Politik des IOC der 1990er Jahre
4.3.1 Die “International Olympic Charter against Doping in Sport”
4.3.2 Die 3. Internationale Anti-Doping Konferenz
4.3.3 Neue Bestrebungen, die Dopingkontrollen zu harmonisieren
4.3.4 Der „Medical Code“ des IOC
4.3.5 Probleme bei der Übernahme des Medical Codes
4.4 Zwischenfazit: Welche Rolle spielten die Harmonisierungsbestrebungen des IOC bis zum Tour de France Skandal 1998 im Kampf gegen Doping?
4.5 Eine supranationale Anti-Doping Agentur entsteht
4.5.1 Exkurs: Der Skandal der Tour de France
4.5.2 Die 1. Welt Anti-Doping Konferenz in Lausanne
4.6 Kritik an der Anti-Dopingpolitik des IOC
4.6.1 Kritik von IOC-Mitgliedern innerhalb IOC-Sessions
4.6.2 Kritik von externen Experten
4.6.3 Ist der moderne Sport noch zu retten?
5. Die WADA
5.1 Die Gründung der WADA
5.1.1 Die Gründung der NADA
5.2 Die Zielsetzung der WADA
5.3 Die Aufgaben der WADA
5.4 Die Organisationsstruktur der WADA
5.5 Die Finanzierung der WADA
5.6 Der „World Anti-Doping Code“
5.7 Die Sanktionen
6. Resümee: Die WADA als letzte Rettung des Spitzensports oder Resultat der Harmonisierungsbestrebungen des IOC?
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Gründung der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) im Kontext der jahrzehntelangen Harmonisierungsbestrebungen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Ziel ist es zu analysieren, welche Rolle das IOC im Kampf gegen Doping spielte, welche strukturellen Probleme bestanden und inwiefern der WADA-Gründungsprozess eine Reaktion auf systemische Mängel und externen Druck darstellte.
4.1 Der Hintergrund
Mit stichprobenartigen Dopingkontrollen hat das IOC in den 1960ern begonnen, das aufkommende Problem des Dopings zu bekämpfen. Bei den Olympischen Spielen in Mexico Stadt 1968, wurden sie zum ersten Mal ausnahmslos durchgeführt. Das IOC veröffentlicht seit 1970 die Liste, die definiert, was unter Doping fällt und was nicht. Allerdings hat es nicht die alleinige Macht, diese Liste durchzusetzen, da das IOC nur alle vier Jahre, bei den Olympischen Spielen, die Sportler auf Doping überprüfen kann. In der Zeit zwischen den Spielen gibt das IOC den Verbänden lediglich Hinweise zur Handhabung des Dopingproblems, die mehr oder weniger beachtet werden. Somit ist das IOC auf die Verbände angewiesen, um eine erfolgreiche Anti-Doping Politik betreiben zu können.
Durch die große Anzahl an Verbänden, existieren viele Meinungen zum Thema Doping, bzw. einer geeigneten Anti-Doping Politik. Die unterschiedliche Vorgehensweise im Bezug auf Kontrollen, Regeln und Strafen von IOC und IFs führt zu einem Dilemma, da Kommunikationsprobleme, Disharmonien und immer neue Dopingtechniken das Dopingproblem rasant wachsen lassen. KERN (2007, S. 140) sieht hier das Hauptproblem: Solange die „Sportorganisationen an ihrer Regelungskompetenz [...] festhalten“, kann eine „vollständige Kongruenz von Regelungsinhalten nicht erreicht“ werden. Als Vorreiter, ja sogar Vorbild der Anti-Doping-Bewegung, wie sich das IOC gerne selbst betitelt, will es die Missstände beseitigen und den Sport „sauber“ machen.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz der Dopingproblematik für den Olympischen Sport und definiert die Fragestellung zur Rolle der Harmonisierungsbestrebungen des IOC bei der WADA-Gründung.
2. Definition des Begriffs „Doping“: Dieses Kapitel arbeitet die historische und soziale Konstruktion des Dopingbegriffs sowie dessen Wandel durch verschiedene Institutionen auf.
3. Die beteiligten Organisationen: Hier werden die Akteure der Olympischen Bewegung (IOC, IFs, NOCs, CAS) sowie externe Organisationen wie UNESCO und Europarat hinsichtlich ihrer Rollen und Zuständigkeiten porträtiert.
4. Die Harmonisierungsbestrebungen des IOC vor Gründung der WADA: Der Hauptteil analysiert die IOC-Anti-Doping-Politik über Jahrzehnte hinweg, inklusive Skandalen, Konferenzen und der Entwicklung des Medical Code, bis hin zum Wendepunkt durch den Tour-de-France-Skandal 1998.
5. Die WADA: Dieses Kapitel beschreibt die Konstituierung der WADA, ihre Ziele, Aufgaben, Finanzierung sowie die Einführung des World Anti-Doping Code (WADC).
6. Resümee: Die WADA als letzte Rettung des Spitzensports oder Resultat der Harmonisierungsbestrebungen des IOC?: Das Fazit bewertet die Bemühungen des IOC kritisch und analysiert, inwiefern die WADA als notwendige Konsequenz aus dem Scheitern olympischer Eigenbemühungen zu verstehen ist.
Doping, IOC, WADA, Harmonisierung, Sportpolitik, Anti-Doping-Politik, Olympische Bewegung, Medical Code, World Anti-Doping Code, Sportgerichtsbarkeit, Dopingkontrollen, internationale Zusammenarbeit, Integrität, Sportorganisationen, Trainingskontrollen.
Die Arbeit analysiert, wie sich die Strategien des Internationalen Olympischen Komitees zur Dopingbekämpfung zwischen 1960 und 1999 entwickelt haben und wie daraus letztlich die Gründung der unabhängigen Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) resultierte.
Im Zentrum stehen die Machtstrukturen innerhalb der olympischen Sportwelt, die Problematik widersprüchlicher Regelwerke bei verschiedenen internationalen Verbänden und der wachsende Einfluss staatlicher Behörden auf die Sportautonomie.
Die Arbeit untersucht, inwieweit die Harmonisierungsbestrebungen des IOC zur Gründung der WADA führten und wie sich die Anti-Doping-Politik vor und nach dem Skandal der Tour de France 1998 gestaltete.
Die Masterarbeit basiert auf einer fundierten Quellenanalyse der Protokolle von IOC-Sessions sowie offiziellen Publikationen der WADA. Ergänzend wird relevante sportwissenschaftliche Fachliteratur zur Einordnung der Ereignisse herangezogen.
Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Konferenzen und Kommissionen des IOC, die Entwicklung der "Anti-Doping Charta" sowie des "Medical Codes" und die Auswirkungen prominenter Dopingskandale wie dem Fall Ben Johnson auf die Verbandsstrukturen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Doping, IOC, WADA, Harmonisierung, Sportpolitik, internationale Zusammenarbeit und Sportgerichtsbarkeit beschreiben.
Er fungierte als Katalysator, der die systemischen Mängel des damaligen Kontrollsystems offenlegte und den immensen Druck auf das IOC erhöhte, über rein plakative Handlungen hinaus verbindlichere Strukturen und Kontrollen zu schaffen.
Dieser Skandal markierte den finalen Punkt, an dem das IOC die Kontrolle über den Anti-Doping-Kampf an eine unabhängige, paritätisch besetzte Organisation abgeben musste, da das Vertrauen von Politik und Öffentlichkeit in die Selbstreinigungskräfte des Sports erschöpft war.
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