Bachelorarbeit, 2016
40 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Stand der Forschung
1.2 Notwendigkeit
1.3 Aufgabenstellung
2 Definition De-/Motivation
2.1 „De-/Motivation“ allgemein
2.2 Der Motivationszirkel
2.3 Intrinsische Motivation
2.4 Extrinsische Motivation
3 Ursachen für Demotivation
4 Voraussetzungen zur Motivation
5 Motivationsmethoden und -techniken
5.1 Individuelle menschliche Bedürfnisse beachten
5.2 Die Persönlichkeit des Lehrers
5.3 Die Persönlichkeit des Schülers
5.4 Die Unterrichtsgestaltung
5.5 Die Unterrichtsumgebung
5.6 Weitere Motivationsmethoden
5.6.1 Das Vorspiel oder Konzert
5.6.2 Das Gruppenmusizieren
6 Fallbeispiele
6.1 Motivieren eines Schülers bei Interessenverschiebung
6.2 Motivieren eines gelangweilten Schülers
6.3 Motivieren eines widerspenstigen Schülers
7 Zusammenfassung
Die Arbeit analysiert die Faktoren, die zur Demotivation bei Klavierschülern führen, und erarbeitet methodische Ansätze sowie praktische Techniken für Klavierlehrer, um die Motivation langfristig zu steigern und einen schülerorientierten Unterricht zu gewährleisten.
5.1 Individuelle menschliche Bedürfnisse beachten
Jeder Mensch hat körperliche und geistige Bedürfnisse. Diese Bedürfnisse haben unmittelbare Auswirkungen auf unsere Persönlichkeit. Ist eine Person z.B. müde und hungrig, so werden wir sie schwerlich zu einer großartigen Leistung bewegen können. Darum ist es notwendig, als Klavierlehrer auf die physiologischen, sozialen und individuellen Bedürfnisse des Schülers zu achten und den Schüler ggf. bei Auffälligkeiten darauf hinzuweisen. Ist der Schüler müde, hungrig, durstig o.ä. im Unterricht und zeigt entsprechende Verhaltensweisen (Einnicken, Magen drücken etc.) so sollte man den Schüler darauf ansprechen (keine Moralpredigt) und ihm nahelegen, ausgeschlafen, satt und sitt am Unterricht teilzunehmen. Es ist auch sinnvoll, einige kleine Snacks (Müsliriegel etc.) und Getränke in der Nähe bereitzuhalten. Bei Müdigkeit helfen kleine Gymnastik- und Dehnübungen (Achtung: Der Lehrer sollte mitmachen, um den Schüler nicht bloßzustellen!) oder ein kurzer Gang an die frische Luft, um den Schüler wieder zu aktivieren. Weiter sollte ein angenehmes Raumklima vorhanden sein.
1 Einleitung: Beleuchtung der Problematik mangelnden Interesses im Klavierunterricht und Darstellung der Forschungsrelevanz.
2 Definition De-/Motivation: Theoretische Herleitung der Begriffe und Erläuterung des Motivationszirkels sowie der Unterschiede zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation.
3 Ursachen für Demotivation: Analyse von Demotivationsfaktoren unter Anwendung der Maslowschen Bedürfnishierarchie.
4 Voraussetzungen zur Motivation: Darstellung notwendiger Rahmenbedingungen für den Lehrer, um motivierend auf den Schüler einzuwirken.
5 Motivationsmethoden und -techniken: Detaillierte Vorstellung pädagogischer Ansätze, von der Berücksichtigung individueller Bedürfnisse bis zur gezielten Unterrichtsgestaltung.
6 Fallbeispiele: Praxisorientierte Anwendung der Strategien auf konkrete Schülertypen wie den Interessenverschobenen, den Gelangweilten und den Widerspenstigen.
7 Zusammenfassung: Resümee der Arbeit mit dem Fazit zur zentralen Bedeutung der intrinsischen Motivation.
Klavierunterricht, Motivation, Demotivation, Musikpädagogik, Schüler-Lehrer-Beziehung, Intrinsische Motivation, Extrinsische Motivation, Maslowsche Bedürfnishierarchie, Unterrichtsgestaltung, Lernabbruch, Motivationsmethoden, Fallbeispiele, Musikpsychologie, Persönlichkeitsentwicklung, Individuelle Bedürfnisse.
Die Arbeit untersucht die Macht des Lehrers über die Motivation seiner Klavierschüler und sucht nach Wegen, Demotivation zu vermeiden oder abzubauen.
Die zentralen Felder umfassen die psychologischen Grundlagen der Motivation, die Analyse von Demotivationsursachen sowie praktische methodische Ansätze für den Klavierunterricht.
Ziel ist es, Methoden und Techniken auszuarbeiten, die den Lehrer dazu animieren, seinen Unterricht bewusst und schülerorientiert zu gestalten, um die Freude am Klavierspiel zu erhalten oder neu zu entfachen.
Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Studien (u.a. zur Hildesheimer Studie und zum Modell nach Maslow) und überträgt diese Erkenntnisse in die musikpädagogische Praxis.
Der Hauptteil behandelt theoretische Definitionen, die Ursachenforschung von Demotivation sowie konkrete Motivationsmethoden bezüglich der Persönlichkeit, der Unterrichtsgestaltung und der Umgebung.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Klavierunterricht, Motivation, Demotivation, Pädagogik und schülerorientiertes Lernen.
Die Arbeit warnt vor einer Überdosierung extrinsischer Motivationsmittel, da diese die intrinsische Freude und Selbstbestimmung unterminieren können, erkennt sie aber zeitlich begrenzt als effektives Werkzeug an.
Die Umgebung, inklusive Raumklima, Sauberkeit des Instruments und Akustik, ist laut der Autorin ein unterschätzter Faktor, der das Wohlbefinden und somit die Lernbereitschaft maßgeblich beeinflusst.
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