Bachelorarbeit, 2016
42 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Interkulturelle Kompetenz: ein problematischer Begriff
2.1 Interkulturelle Kompetenz
2.2 Was ist Kultur?
2.2.1 Kohärenzorientierung
2.2.2 Differenzorientierung
3 Förderung von interkultureller Kompetenz
3.1 Interkulturelle Trainings
3.2 Relevanz für die (interkulturelle) Zusammenarbeit
4 Interkulturelle Kommunikation: ein Mythos?
4.1 Interkulturalität
4.2 Transkulturalität
4.3 Kollektivität und Interkollektivität
4.4 Interkollektives Coaching
5 Fazit
6 Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht die theoretischen und praktischen Herausforderungen des Konzepts der interkulturellen Kompetenz im wirtschaftlichen Kontext. Ziel ist es, eine konzeptübergreifende Alternative zu traditionellen, oft statischen Kulturdefinitionen zu finden, um eine effektivere interkulturelle Zusammenarbeit für Fach- und Führungskräfte zu ermöglichen.
3.1 Interkulturelle Trainings
Es wurde bereits diskutiert, dass in den letzten Jahrzenten der Bedarf an interkultureller Kompetenz schnell gewachsen ist. So Thomas (2003): „Mit zunehmender Internationalisierung und Globalisierung weiter Bereiche des gesellschaftlichen Lebens […] wird der als zentrale Schlüsselqualifikation für die zukünftige Entwicklung moderner Gesellschaften anzusehenden ‚Interkulturellen Kompetenz‘ eine immer größere Bedeutung zukommen“ (ebd. S. 137).
Die wachsende Nachfrage nach interkultureller Kompetenz hat folglich freien Platz für die Expansion eines fruchtbaren Geschäftsmarktes geschaffen: die Förderung interkulturellen Lernens. Dieses Phänomen scheint sich vor allem den Fach- und Führungskräften globaler Unternehmen zuzuwenden und ist bereits ein großes Thema im Bereich der Personalentwicklung geworden.
Außerdem wurde gezeigt, dass keine allgemeingültige Definition von interkultureller Kompetenz eine Vormachstellung über die anderen hat. Des Weiteren müsste eine vollkommene Begriffsklärung so viele Aspekte berücksichtigen, dass der Versuch „ratlos“ machen könnte (vgl. Auernheimer 2002, S. 183). Wie können also formelle interkulturelle Trainingsmaßnahmen interkulturelle Kompetenz fördern wollen, wenn diese nicht definierbar ist? Gegenstand dieses Kapitels werden interkulturelle Trainings sein, und es wird analysiert, wie diese die „FuzzyLogik“ des Terminus interkulturelle Kompetenz überwinden.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Globalisierung, die Relevanz interkultureller Kompetenz für Unternehmen und die Zielsetzung der Arbeit.
2 Interkulturelle Kompetenz: ein problematischer Begriff: Darstellung der wissenschaftlichen Debatte um den Begriff, unterteilt in die Diskussion über Kulturverständnisse (Kohärenz- vs. Differenzorientierung).
3 Förderung von interkultureller Kompetenz: Analyse klassischer interkultureller Trainingsmethoden und deren kritische Reflexion hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit.
4 Interkulturelle Kommunikation: ein Mythos?: Hinterfragung bestehender Paradigmen wie Inter- und Transkulturalität und Einführung des Kollektivitätskonzepts als theoretische Alternative.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Plädoyer für eine stärkere Berücksichtigung des Kollektivitätsansatzes durch Coaching-Maßnahmen.
6 Literaturverzeichnis: Umfassendes Verzeichnis der in der Arbeit zitierten wissenschaftlichen Quellen.
Interkulturelle Kompetenz, Globalisierung, Kulturstandards, Kulturdimensionen, Interkulturalität, Transkulturalität, Kollektivität, Interkollektives Coaching, Personalentwicklung, Führungskräfte, Identität, Stereotype, Wissensmanagement, Organisationswissenschaft, Differenzorientierung.
Die Arbeit analysiert die theoretische Fundierung und die praktische Anwendung von interkultureller Kompetenz im Wirtschaftsleben und kritisiert dabei gängige, oft zu vereinfachende Ansätze.
Die zentralen Felder sind die Definition von Kultur, die Kritik an interkulturellen Trainings und die Erarbeitung eines alternativen Ansatzes durch das Kollektivitätskonzept.
Das Ziel ist es, eine konzeptübergreifende Alternative zu traditionellen, statischen Kulturmodellen zu finden, die den heutigen komplexen Realitäten besser gerecht wird.
Es handelt sich um eine theoretisch-wissenschaftliche Analyse, die verschiedene soziologische und kulturwissenschaftliche Ansätze (u.a. nach Klaus P. Hansen und Stefanie Rathje) synthetisiert und kritisch hinterfragt.
Der Hauptteil erörtert die Debatte um den Begriff der interkulturellen Kompetenz, die Funktionsweise von interkulturellen Trainings sowie die theoretischen Konzepte von Inter-, Trans- und Kollektivität.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kollektivität, Interkollektivität, Kulturstandard, Hybridität und interkollektives Coaching maßgeblich geprägt.
Der Autor argumentiert, dass diese Trainings oft auf einem statischen, veralteten Kulturverständnis basieren und zur Stereotypisierung statt zur wirklichen Förderung interkultureller Handlungskompetenz führen.
Kollektivität bezeichnet nach Klaus P. Hansen die Konstituierung von Gruppen durch partielle Gemeinsamkeiten und Standardisierungen, wobei das Individuum als "Multikollektiv" gleichzeitig vielen Gruppen angehören kann.
Coaching ermöglicht eine prozesshafte und individualisierte Unterstützung, die im Gegensatz zu standardisierten Gruppentrainings gezielt auf die spezifischen Bedürfnisse der Coachees eingehen kann.
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