Masterarbeit, 2016
205 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
1.1 Ausgangspunkt und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Zum Inhalt
2 Theoretisches
2.1 Begriffserklärung 'objektiv' vs. 'subjektiv'
2.2 Datenerhebungsformen
3 Interviews im Rahmen eigener Feldforschung und eigene Beobachtungen in der Zagreber Kathedrale
3.1 Interviews mit zwei Gewährspersonen
3.2 Eigene Beobachtungen in der Zagreber Kathedrale
4 Zur Forschungslage
4.1 Wissenschaftliche Erkenntnisse anhand neu zugänglicher Quellen
4.2 Kroatische und serbische Historiographie und Werke über Alojzije Stepinac
5 Historischer Einblick in die Beziehungen von Kirche und Staat
5.1 Kirche vs. Staat – Ziele zur Konfliktvermeidung
5.2 Kirche und Staat in der südslawischen und kroatischen Geschichte
6 Alojezije Stepinac: Leben und Wirken
6.1 Kindheit, Ausbildung und Studienjahre
6.2 Priesterdienst und Kandidatur als Kodajutor
6.3 Stepinac als Erzbischof-Kodajutor und als Diözesan-Erzbischof
7 Alojzije Stepinac im Zwiespalt der historischen Geschehnisse im Zweiten Weltkrieg
7.1 Geschichtliche Eckdaten
7.1.1 Die Zeit des Nazismus, Faschismus und Kommunismus
7.1.2 Kriegerische Geschehnisse im Zweiten Weltkrieg
7.1.3 Der Unabhängige Staat Kroatien (NDH) (1941–1945) und seine staatliche Stellung
7.1.4 Beziehungen des Heiligen Stuhls zur deutschen Reichsregierung und zum Unabhängigen Staat Kroatien
7.2 Stepinac in der Kriegszeit
7.2.1 Stepinacs Einstellung zum Kommunismus
7.2.2 Stepinacs Verhältnis zu den katholischen Slowenen und den Orthodoxen
7.2.3 Kirchenübertritte der Orthodoxen zum Katholizismus
7.2.4 Judenfrage
7.2.5 Stepinacs Wirken
7.2.5.1 Predigertätigkeiten
7.2.5.2 Unterstützung der katholischen Orden Kroatiens
7.3 Kriegsende und Partisanenzeit in Zagreb
7.3.1 Stepinacs Begegnung mit den kommunistischen Machthabern
7.3.2 Der Unabhängige Staat Kroatien und der Heilige Stuhl in der Amtszeit von Alojzije Stepinac
8 Alojzije Stepinac in Lepoglava und Kraši
8.1 Aussagen vor Gericht und Reaktionen der Weltöffentlichkeit
8.2 Lepoglava und Zwangsaufenthalt in Kraši
8.3 Stepinac als Kardinal (1952–1960)
8.3.1 Folgen der schweren Krankheit
8.3.2 Tod in Kraši und Beisetzung in Zagreb
8.3.3 Weltweite Reaktionen nach Stepinacs Tod
9 Alojzije Stepinac in der Kathedrale von Zagreb
9.1 Gnadenbeweise (Danksagungen, Marmorplättchen)
9.2 Papst Johannes Paul II. zu Besuch in Zagreb und Stepinacs Seligsprechung 1998
9.3 Prozess bis zur Heiligsprechung
9.4 Einwände gegen die Heiligsprechung
10 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht das Leben und Wirken von Kardinal Alojzije Stepinac im historischen Kontext des Zweiten Weltkriegs und der totalitären Regime. Ziel ist es, die Rolle Stepinacs im Zwiespalt zwischen Kirche und Staat sowie die Hintergründe der politischen und religiösen Konflikte im ehemaligen Jugoslawien objektiv aufzuarbeiten.
7.1.1 Die Zeit des Nazismus, Faschismus und Kommunismus
”Država se u ratu zaela i u ratu ja završila. Nismo ni imali pravih prijatelja, a neprijatelja mnogo i malih i velikih. Narodna je riječ: 'Čuvaj me Bože, od prijatelja, a od neprijatelja ću se sam čuvati.'“ (Beluhan Kostelić 1967: 75)
Alojzije Stepinac trat in den turbulentesten Zeiten als Erzbischof der katholischen Kirche in Kroatien an die Spitze, als im Land verschiedene politische Parteien die Herrschaft übernahmen. Der Kommunismus formierte sich unter der Führung von Wladimir Lenin (1887–1924). Der Faschismus breitete sich unter Benito Mussolini (1883–1945) in Italien aus. In Deutschland kam Adolf Hitler (1889–1945) an die Macht, der ab 1921 an der Spitze der deutschen Nationalsozialistischen Partei stand. Alle drei waren in Kroatien massiv spürbar und hinterließen ihren deutlichen Niederschlag in der Geschichte (vgl. Horvat 2008: 44 f.).
Während Stepinacs Studienzeit in Rom 1924 herrschte dort der Faschismus und im Jahr 1931, nachdem er wieder in die Heimat zurückgekehrt war, dominierte die großserbische Diktatur (vgl. Horvat 2008: 44 f.).
1 Einleitung: Vorstellung des Ausgangspunkts und der Zielsetzung der Arbeit sowie des Inhalts.
2 Theoretisches: Erläuterung der Begriffe 'objektiv' und 'subjektiv' sowie Vorstellung der verwendeten Datenerhebungsmethoden.
3 Interviews im Rahmen eigener Feldforschung und eigene Beobachtungen in der Zagreber Kathedrale: Darstellung der Feldforschung durch Interviews mit Gewährspersonen und Beobachtungen vor Ort.
4 Zur Forschungslage: Überblick über wissenschaftliche Erkenntnisse und historiographische Ansätze zur Person Stepinacs.
5 Historischer Einblick in die Beziehungen von Kirche und Staat: Analyse der theoretischen Ziele zur Konfliktvermeidung sowie der historischen Entwicklung im südslawischen Raum.
6 Alojezije Stepinac: Leben und Wirken: Biographische Darstellung von Kindheit, Ausbildung und priesterlichem Wirken bis zum Erzbischofsamt.
7 Alojzije Stepinac im Zwiespalt der historischen Geschehnisse im Zweiten Weltkrieg: Detaillierte Untersuchung des politischen Kontextes und Stepinacs Handelns während der Kriegszeit.
8 Alojzije Stepinac in Lepoglava und Kraši: Behandlung der Gerichtsverhandlung, der Haft und der letzten Lebensjahre.
9 Alojzije Stepinac in der Kathedrale von Zagreb: Dokumentation von Gnadenbeweisen, der Seligsprechung 1998 und dem Prozess bis zur Heiligsprechung.
10 Zusammenfassung: Zusammenführende Darstellung der wesentlichen Ergebnisse der Masterarbeit.
Alojzije Stepinac, Katholische Kirche, Kroatien, Zweiter Weltkrieg, Staat und Kirche, Ustascha, Kommunismus, Heiligsprechung, Seligsprechung, Jugoslawien, Orthodoxie, Nationalsozialismus, Historische Konflikte, Religion, Politik
Die Arbeit analysiert das Leben und Wirken von Alojzije Stepinac, dem Erzbischof von Zagreb, im Kontext der krisenhaften historischen Entwicklungen im 20. Jahrhundert in Kroatien und Jugoslawien.
Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Kirche und Staat unter totalitären Regimen, der interethnische und interreligiöse Konflikt in der Region sowie die komplexe historische Bewertung von Kardinal Stepinac.
Das Ziel ist eine kulturwissenschaftliche Aufarbeitung des historischen Kontextes, in dem Stepinac agierte, sowie eine kritische Auseinandersetzung mit den oft einseitigen oder widersprüchlichen Interpretationen seiner Person und Handlungen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie auf eigene empirische Feldforschung, bestehend aus standardisierten Interviews und Beobachtungen in der Zagreber Kathedrale.
Der Hauptteil gliedert sich in historische Analysen der Beziehungen zwischen Kirche und Staat, die detaillierte Lebensgeschichte Stepinacs, seine Rolle während des Zweiten Weltkriegs im NDH-Staat, die Zeit seiner Inhaftierung sowie den Prozess seiner Seligsprechung und die Einwände gegen eine Heiligsprechung.
Wichtige Schlagworte sind Alojzije Stepinac, Kroatien, Zweiter Weltkrieg, Ustascha, Kommunismus, Religionsgeschichte und der Heiligsprechungsprozess.
Stepinac befand sich in einem ständigen Zwiespalt. Er war weder Sympathisant der Nationalsozialisten noch der Kommunisten, lehnte deren Ideologien ab und versuchte, in seiner Rolle als Erzbischof Menschenleben zu retten und das geistige Leben der Kirche zu schützen.
Es gibt Berichte von Zeitzeugen und Untersuchungen, die darauf hindeuten, dass das Herz Stepinacs nach seiner Obduktion beschlagnahmt und verbrannt wurde, was Gegenstand zahlreicher Kontroversen und Untersuchungen ist.
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