Bachelorarbeit, 2015
40 Seiten, Note: 2,0
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
Teil 1 – Vorwort
Teil 2 – Rechtsprobleme grenzüberschreitender Spaltungen von Unternehmen in der EU unter besonderer Beachtung von Personengesellschaften
A. Einleitung
B. Die aktuelle nationale und europäische Rechtslage im Spaltungsrecht
I. Der Begriff der Spaltung im deutschen Recht in Abgrenzung zum internationalen Spaltungsbegriff
II. Spaltung auf europarechtlicher Ebene – einheitlicher Rechtsrahmen?
C. Die Rechtsproblematiken der Hineinspaltung zur Neugründung unter besonderer Beachtung von Personengesellschaften
I. Personengesellschaften als erfasste Rechtsträger
1. Umwandlungsfähigkeit von Personengesellschaften und insbesondere der GbR im deutschen Recht
2. Eröffnung des Anwendungsbereichs der Niederlassungsfreiheit bei der grenzüberschreitenden Hineinspaltung von Personengesellschaften in der Europäischen Union
II. Eröffnung der Niederlassungsfreiheit für die Spaltung zur Neugründung
III. Probleme und Wertungen grenzüberschreitender Umwandlungen in Anwendung auf die grenzüberschreitende Hineinspaltung zur Neugründung
1. Möglichkeiten der Umwandlung über die Grenze
a) Personengesellschaften und insbesondere die GbR als Zielrechtsform
b) Rechtsformkongruenter Formwechsel unter (ausschließlicher) Beteiligung von Personengesellschaften
2. Belegenheit des Verwaltungssitzes
a) Sitz- versus Gründungstheorie
b) Zu den Ansichten des EuGH, der nationalen Rechtsprechung und der Literatur sowie der problematischen Lage für Personengesellschaften
(i.) Identitätswahrende Sitzverlegung
(ii.) Grenzüberschreitender Formwechsel
3. Stellungnahme
IV. Verfahrensrechtliche Problemstellungen
1. Problematiken bei der Kollision der nationalen Spaltungsrechte
2. Verfahren, Anfechtbarkeit und prozessrechtliche Fragestellungen
3. Stellungnahme
Teil 3 – Schlussbetrachtungen
A. Fazit und Ausblick
B. Schlussfolgerungen für das deutsche Recht
I. Folgen für das deutsche Gesellschaftsrecht
II. Folgen für das deutsche internationale Privatrecht
Die Arbeit untersucht die rechtlichen Herausforderungen bei grenzüberschreitenden Spaltungen von Unternehmen innerhalb der Europäischen Union, mit einem besonderen Fokus auf die Hineinspaltung zur Neugründung unter Berücksichtigung von Personengesellschaften wie der GbR. Dabei wird analysiert, wie sich die Niederlassungsfreiheit und die Kollision unterschiedlicher nationaler Spaltungsrechte auf diese Umstrukturierungsprozesse auswirken.
C. Die Rechtsproblematiken der Hineinspaltung zur Neugründung unter besonderer Beachtung von Personengesellschaften
Um die Möglichkeit der Umwandlung und somit auch der Spaltung von Personengesellschaften auf europäischer Ebene diskutieren zu können, ist es zunächst notwendig zu hinterfragen, ob das deutsche Recht den Personengesellschaften die Umstrukturierung nach dem UmwG erlaubt. Die Möglichkeit der Umstrukturierung im Sinne des UmwG steht gemäß dem Wortlaut des § 1 Abs. 1 UmwG lediglich Rechtsträgern mit Sitz im Inland offen.
Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Unternehmen ohne die Fähigkeit, Träger von Rechten und Pflichten zu sein, eine Umstrukturierung im Sinne des UmwG nicht durchführen können. Regelmäßig stellen Personengesellschaften aber Gesamthandsgemeinschaften dar. Seit der Zuerkennung der Rechtsfähigkeit der Außen-GbR durch den BGH werden Gesmathandsgemeinschaften jedoch als zumindest teilweise rechtsfähig angesehen. Zudem stellen Personengesellschaften als Gesamthand aufgrund der nach der h. M. angewandten Gesamthandslehre ein eigenes Zuordnungsobjekt dar, weshalb auch sie Träger von Rechten und Pflichten sein können.
Dies ist insofern auch richtig, als § 3 Abs. 1 Nr. 1 UmwG Personenhandelsgesellschaften in den Anwendungsbereich des UmwG mit einbezieht. Nicht mit inbegriffen ist die Gesellschaft bürgerlichen Rechts, da sie eine Personengesellschaft eigener Art darstellt. Daher muss ihr trotz Zuerkennung der Rechtsfähigkeit für den Fall der Außen-GbR schon wegen des Analogieverborts des § 1 Abs. 3 Satz 1 UmwG die Spaltungsfähigkeit der GbR im deutschen Recht versagt werden. Insofern besteht auf nationaler Ebene zumindest auch für Personenhandelsgesellschaften die Möglichkeit der Umstrukturierung i. S. d. UmwG.
Teil 1 – Vorwort: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Unternehmensumstrukturierungen ein und beleuchtet die Herausforderungen bei grenzüberschreitenden Sachverhalten in der EU, insbesondere die Lückenhaftigkeit einheitlicher Regelungen.
Teil 2 – Rechtsprobleme grenzüberschreitender Spaltungen von Unternehmen in der EU unter besonderer Beachtung von Personengesellschaften: Hier werden die nationale und europäische Rechtslage sowie die spezifischen Probleme bei der Hineinspaltung von Personengesellschaften, inklusive verfahrensrechtlicher Fragen und der Sitzproblematik, detailliert analysiert.
Teil 3 – Schlussbetrachtungen: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die Notwendigkeit gesetzlicher Reformen, sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene, um Rechtssicherheit bei grenzüberschreitenden Umstrukturierungen zu schaffen.
Grenzüberschreitende Spaltung, Hineinspaltung, Personengesellschaften, GbR, Niederlassungsfreiheit, Umwandlungsgesetz, UmwG, Sitztheorie, Gründungstheorie, Europarecht, Internationales Gesellschaftsrecht, Unternehmensumstrukturierung, Spaltungsrichtlinie, Kollisionsrecht.
Die Arbeit behandelt die rechtlichen Herausforderungen bei grenzüberschreitenden Unternehmensspaltungen, speziell bei der Hineinspaltung nach Deutschland, mit einem besonderen Fokus auf die Situation von Personengesellschaften.
Die zentralen Felder sind das europäische Gesellschaftsrecht, das deutsche Umwandlungsrecht sowie die Anwendung der Niederlassungsfreiheit auf transnationale Umstrukturierungen.
Ziel ist es, die bestehenden Rechtsunsicherheiten bei grenzüberschreitenden Spaltungen zur Neugründung zu identifizieren und die Anwendbarkeit des deutschen Umwandlungsrechts auf Personengesellschaften kritisch zu hinterfragen.
Der Autor nutzt eine rechtswissenschaftliche Analyse, bei der sowohl nationale Vorschriften als auch die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur Niederlassungsfreiheit in Bezug auf grenzüberschreitende Sachverhalte untersucht werden.
Der Hauptteil befasst sich mit der Umwandlungsfähigkeit von Personengesellschaften, der Eröffnung der Niederlassungsfreiheit für Spaltungen, der Problematik des Verwaltungssitzes (Sitz- vs. Gründungstheorie) sowie verfahrensrechtlichen Aspekten bei der Kollision nationaler Spaltungsrechte.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören grenzüberschreitende Spaltung, Niederlassungsfreiheit, Personengesellschaften, GbR, Sitztheorie und Gründungstheorie.
Die Anknüpfung an den Verwaltungssitz (Sitztheorie) oder den Gründungsort (Gründungstheorie) bestimmt maßgeblich, welches nationale Gesellschaftsrecht auf eine umgewandelte Gesellschaft anwendbar ist, was bei grenzüberschreitenden Vorgängen zu Konflikten führen kann.
Der Autor argumentiert, dass die GbR – insbesondere wenn sie am Wirtschaftsleben teilnimmt – aufgrund der europarechtlichen Vorgaben zur Niederlassungsfreiheit eigentlich in den Schutzbereich einbezogen werden sollte, obwohl sie nach dem deutschen Umwandlungsgesetz aktuell weitgehend ausgeschlossen ist.
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