Bachelorarbeit, 2016
34 Seiten, Note: 1,7
1.Einleitung
2. Value-Strategien
3. Momentum-Strategien
3.1 Risikobasierter Erklärungsansatz
3.2 Behavioral Finance
3.3 Trendkontinuität
4. Aufbau und Anlageuniversum der untersuchten Portfolios
4.2 Value- und Momentumportfolios
4.3 Value- und Momentumfaktorportfolios
4.4 Value und Momentum Renditen und Risiko
5. Statische Auswertung der Untersuchung
5.1 Sondereffekte bei Bankenwerten
5.2 Die negative Korrelation zwischen Value und Momentum
5.3 Alternative Kennzahlen für Value und Momentum
6. Der Value Momentum Effekt im makroökonomischen Kontext
7. Robustheit und Implementierung der Ergebnisse
7.1.Transaktionskosten
7.2 Shorting
7.3 Portfolioaufbau
7.4 Optimierung der Maße für Value und Momentum
7.5 Evolution von Value-Momentum Effekten
8. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Performance und die Korrelationseigenschaften von Value- und Momentum-Strategien im deutschen Aktienmarkt für den Zeitraum von Juli 2012 bis Juli 2016. Ziel ist es, zu prüfen, ob die international nachgewiesenen Effekte der Überrendite und der negativen Korrelation zwischen diesen Strategien – die oft als "Heiliger Gral" des Investings bezeichnet werden – auf das aktuelle deutsche Umfeld anwendbar sind und welche makroökonomischen Faktoren diese beeinflussen könnten.
3.2 Behavioral Finance
Loss Aversion Biases lassen den Investoren den Schmerz über die Realisierung von Verlusten zwei- bis dreimal so stark spüren wie Freude über Gewinne. Deshalb wäre im Sinne der Behavioral Finance ein Erklärungsansatz, dass Investoren Aktien, die über längere Zeit an Wert verlieren, nicht verkaufen, um die Verluste mental nicht realisieren zu müssen. Gleichzeitig realisieren Anleger Gewinne zu früh, da es sich ihrer Vorstellungskraft entzieht, dass die Aktien noch weiter steigen können. Solche Anleger, die also Aktien kaufen, die innerhalb der letzten Monate bereits starke Kurszuwächse realisiert haben, können deshalb von den Loss Aversion Biases profitieren.
Des Weiteren reagieren Anleger auf Neuigkeiten zu den von ihnen gehaltenen Aktien zunächst nicht entschieden genug, um später jedoch durch den Herdentrieb zu stark auf diese zu reagieren. Studien untersuchen das Phänomen der Reaktion auf Gewinnankündigungen. Dijk und Huibers begründen die Existenz der Überrenditen von Momentumaktien dadurch, dass Analysten Gewinnankündigungen von Aktien, deren Kurs in der Vergangenheit zurückgegangen ist, überbewerten, während sie Gewinnankündigungen von Aktien, die in der Vergangenheit gestiegen sind, unterbewerten. Sie erklären die Anomalie also mit Pessimism Bias für Aktien mit guten Erträgen und Opitmism Bias für Aktien, die in der Vergangenheit schlecht abschnitten. Anschließend realisieren die Investoren langsam, dass eine Übertreibung der Kurse vorlag. Die Kurse passen sich dem Fair Value der Aktie nach und nach an.
1.Einleitung: Einführung in die Thematik der Value- und Momentumstrategien sowie Erläuterung der Forschungsziele im Kontext der DAX-Analyse von 2012 bis 2016.
2. Value-Strategien: Erläuterung der theoretischen Grundlagen des Value-Investings nach Benjamin Graham und der Bedeutung des DCF-Verfahrens für die Aktienbewertung.
3. Momentum-Strategien: Darstellung der Momentum-Logik, der Risikoansätze sowie verhaltensökonomischer und trendbasierter Erklärungsmodelle für Überrenditen.
4. Aufbau und Anlageuniversum der untersuchten Portfolios: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise zur Konstruktion und Gewichtung der Value- und Momentum-Portfolios auf Basis von 30 DAX-Werten.
5. Statische Auswertung der Untersuchung: Analyse der Performance-Ergebnisse, Diskussion von Sondereffekten bei Bankenwerten und Untersuchung der Korrelation zwischen den Strategien.
6. Der Value Momentum Effekt im makroökonomischen Kontext: Untersuchung des Einflusses makroökonomischer Variablen wie BIP-Wachstum und Konsumausgaben auf die Renditen der Portfolios.
7. Robustheit und Implementierung der Ergebnisse: Kritische Auseinandersetzung mit Transaktionskosten, der praktischen Realisierbarkeit von Short-Positionen und der Optimierung von Anlagestrategien.
8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, Diskussion der Grenzen der Studie und Ausblick auf künftige Forschungsansätze.
Value-Strategien, Momentum-Strategien, Portfolio-Performance, DAX, Korrelation, Behavioral Finance, Loss Aversion, Risikoprämie, Marktanomalie, Transaktionskosten, Long-Short Portfolio, Kapitalmarkt, Aktienbewertung, Makroökonomik, Überrendite
Die Arbeit analysiert die Performance von Value- und Momentum-Strategien bei 30 DAX-Aktien im Zeitraum von 2012 bis 2016 und prüft deren Interaktion.
Die zentralen Felder sind die Identifikation von Marktanomalien, die theoretische Erklärung von Renditeunterschieden und die praktische Implementierung von Anlagestrategien.
Das Ziel ist festzustellen, ob sich die international beobachteten Effekte der Value- und Momentum-Strategien sowie deren negative Korrelation im deutschen Markt bestätigen lassen.
Es werden empirische Methoden wie die lineare Regression zur Bestimmung von Alphas, Sharpe-Ratios und Korrelationsanalysen der Portfolios angewendet.
Der Hauptteil befasst sich mit dem Portfolioaufbau, der statistischen Auswertung der Renditen und der Untersuchung makroökonomischer Einflussfaktoren.
Die wesentlichen Begriffe sind Value- und Momentum-Strategien, Portfolio-Performance, Korrelation, Marktanomalie und Risikoreduktion.
Bankenwerte zeigten im Beobachtungszeitraum starke Kursrückgänge, was die Performance des Value-Portfolios durch einen Sondereffekt negativ beeinflusste.
Sie gilt als Instrument zur Risikoreduktion, da sich die unterschiedlichen Strategien bei gemeinsamer Anwendung gegenseitig "hedgen" können.
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