Bachelorarbeit, 2016
97 Seiten, Note: 1,3
I. Einleitung
II. Hauptteil
1. Wesentliche Aspekte des Asylverfahrensbeschleunigungsgesetzes
1.1 Sichere Herkunftsländer
1.1.1 Folgen für das Asylverfahren
1.1.2 Verfassungs- und europarechtliche Anforderungen
1.2 Erstaufnahme
1.3 Unterkünfte
1.3.1 Das Flüchtlingsunterbringungs-Maßnahmengesetz
1.3.2 Immobilienbeschlagnahme zur Flüchtlingsunterbringung
1.4 Abschiebungen
1.5 Sozialleistungen
1.6 Gesundheit
1.7 Integration
1.7.1 Sprachkurse
1.7.2 Arbeitsmarktzugang
1.8 Finanzierung
1.9 Richter auf Zeit
1.10 Bestrafung von Fluchthelfern: „Schlepperbanden“
1.11 Verordnung zum AsylVfBeschlG
1.12 Meldebescheinigung und Asylbewerberausweis
2. Ausgewählte Inhalte des Asylpakets II
3. Entwicklung seit Inkrafttreten des AsylVfBeschlG
3.1 Deutschland
3.2 Europa
III. Schlussbetrachtung
1. Zusammenfassung
2. Beantwortung der Forschungsfrage
3. Ausblick / Handlungsempfehlungen
Ziel der Arbeit ist es zu untersuchen, ob das Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz ein geeignetes Instrument darstellt, um die Flüchtlingsproblematik in Deutschland effektiv zu bewältigen, wobei die Forschungsfrage die regulatorische Wirksamkeit und die praktische Umsetzung der gesetzlichen Neuregelungen kritisch beleuchtet.
1.1.2 Verfassungs- und europarechtliche Anforderungen
Das Asylrecht ist ein hohes Gut. Es steht in Artikel 16a der deutschen Verfassung. Absatz 1 bestimmt das politisch Verfolgte Asyl genießen. Einwanderung wird häufig im selben Atemzug genannt, ist jedoch nicht Teil des Grundgesetzes und wird nicht an die Bedingung der politischen Verfolgung geknüpft. Mithin sind beide Begrifflichkeiten deutlich voneinander zu trennen, denn Wirtschaftsflüchtlinge haben schließlich keinen Anspruch auf Asyl, wenngleich sie nach Deutschland einwandern können. [36] Geht es also um die hohen Asylantragszahlen aufgrund verschiedener Formen der Verfolgung, steht Artikel 16a GG daher zu Unrecht in der Kritik, zumal dieser erstens die oben bezeichnete, unzweifelhafte Voraussetzung beinhaltet und zweitens die wichtigen Regelungen für die Gewährung von Asyl ihren Ursprung im Europarecht haben. [37] Die nationalen Vorschriften § 29a I AsylG mit Verweis auf Art. 16a III S. 1 GG sind zudem restriktiver als die unionsrechtlichen Artikel 36 und 37 der Richtlinie 2013/32/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des internationalen Schutzes, insbesondere weil den Mitgliedstaaten unverändert das Recht zur Bestimmung sicherer Herkunftsländer zusteht, von welchem die Bundesrepublik, wie dargelegt, jüngst vermehrt Gebrauch macht. [38]
I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Kontext der Flüchtlingsproblematik und die aktuelle Lage in Deutschland sowie Europa.
II. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die rechtlichen Änderungen durch das Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz in verschiedenen Bereichen wie Unterbringung, Integration und Abschiebung.
III. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und beantwortet die Forschungsfrage unter Berücksichtigung der gesetzlichen Dynamik.
Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz, Flüchtlingsproblematik, Asylrecht, Deutschland, Europa, Erstaufnahme, Unterbringung, Sozialleistungen, Gesundheit, Integration, Sprachkurse, Arbeitsmarktzugang, Abschiebung, Asylpaket II, Gesetzessynopse
Die Bachelorarbeit untersucht das Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz und dessen Eignung als Instrument zur Bewältigung der Flüchtlingsproblematik in Deutschland.
Zu den Schwerpunkten gehören unter anderem die Erweiterung sicherer Herkunftsländer, die Erstaufnahme, Unterbringungsmöglichkeiten, Sozialleistungen, der Zugang zum Arbeitsmarkt sowie die Integration von Flüchtlingen.
Das primäre Ziel ist es, zu eruieren, inwieweit das Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz dazu beiträgt, die Asylverfahren zu beschleunigen und die Herausforderungen der Flüchtlingssituation in Deutschland zu lösen.
Die Untersuchung basiert primär auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse sowie ergänzend auf der qualitativen Methode der teilnehmenden Beobachtung durch das Auswerten begleiteter Interviews.
Im Hauptteil werden systematisch die wesentlichen Gesetzesänderungen analysiert, darunter Regelungen zu sicheren Herkunftsländern, Unterkünften, Abschiebungen, der "Richter auf Zeit"-Regelung und dem Asylpaket II.
Wichtige Begriffe sind Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz, Flüchtlingsproblematik, Integration, Arbeitsmarktzugang, Sozialleistungen und asylrechtliche Reformen.
Der Autor steht dieser Regelung kritisch gegenüber und hinterfragt deren Verfassungsmäßigkeit, da er Konflikte mit der richterlichen Unabhängigkeit und potenzielle Mehrarbeit statt der angestrebten Entlastung der Gerichte sieht.
Der Arbeitsmarktzugang wird als entscheidender Faktor für die Integration erachtet, wobei der Autor bürokratische Hürden und Wartefristen als kontraproduktiv für eine schnelle und erfolgreiche Eingliederung kritisiert.
Durch Anpassungen im Baurecht, insbesondere im Baugesetzbuch, wurden Erleichterungen für die Errichtung von Unterkünften, auch in Gewerbegebieten, geschaffen, um den Bau von Unterbringungsmöglichkeiten zu beschleunigen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

