Bachelorarbeit, 2016
49 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Frei-Demokratische-Bildung und Antipädagogik
3 Überblick der Struktur des deutschen Schulsystems
4 Schulsozialarbeit in Deutschland
5 Menschenrechte und Kinderrechte
5.1 Schulgesetz
5.2 Grundgesetz
5.3 UN-Kinderrechtskonvention
6 Bildung in Demokratie und Freiheit
7 Sudbury Valley School: Entstehungsgeschichte
7.1 Konzept und Alltag der Sudbury Valley School
7.2 Biographien und Perspektiven von Schülern
7.3 Ein anderer Weg zum Abitur
7.4 Eudec
8 Feldforschung
8.1 Experteninterview mit der Freien Schule Ffm
8.2 Experteninterview mit dem Geschäftsführer BFAS e.V.
9 Möglichkeiten der Sozialen Arbeit an der Weiterentwicklung mitzuwirken
10 Fazit
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht das Potenzial frei-demokratischer Schulen als Lösungsansatz für die gegenwärtigen Herausforderungen und Probleme des deutschen Bildungssystems. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, ob diese pädagogische Bildungsform eine tragfähige Alternative darstellt, die Kinderrechte sowie Inklusion besser umsetzen kann als staatliche, eher normativ geprägte Schulen, und welche Rolle dabei die Soziale Arbeit einnehmen kann.
Sudbury Valley School: Entstehungsgeschichte
Die frei demokratische Sudbury Valley School öffnete 1968 ihre Pforten und besteht, bis zum heutigen Zeitpunkt, bereits seit 47 Jahren. Die Schule wurde von einer kleinen Gruppe gegründet, die sich drei Jahre im Voraus mit der Frage beschäftigt hatten, was Bildung ist und wie eine Schule für ihre Kinder aussehen sollte. Diese Gruppe von Eltern aus dem Großraum Framingham (USA) hatte dabei eigentlich nicht vor, selbst eine Schule zu gründen. Sie suchten im Jahr 1967 im ganzen Land nach einer passenden Schule, reisten dabei weit, sahen sich viele Einrichtungen an und kehrten letztendlich doch zurück, ohne ihr Ziel erreicht zu haben. Die tiefe Überzeugung, dass die bestehenden Schulformen ihren Kindern irreparablen Schaden zufügen würden, brachte die Eltern dazu, eine Schule zu gründen.
An dieser Stelle ist es in meinen Augen wichtig zu bedenken, dass sich all dies in den Vereinigten Staaten von Amerika ereignete. Dort gibt es keine Schulpflicht und jeder darf seine Kinder „homeschoolen“. Trotzdem sahen diese Eltern einen Bedarf für eine frei demokratische Schule, damit ihre Kinder frei und in Gemeinschaft mit der Peergroup lernen konnten. Was aber war der entscheidende Unterschied zwischen dieser Gruppe Eltern und dem Rest der amerikanischen Bevölkerung? Es war schlicht und ergreifend das Bild des Kindes: Die Sudbury-Valley-Gründer sahen das Kind als Person an, die vollen Respekt verdient hat. Das klingt im ersten Moment simpel und einleuchtend, doch diese Sichtweise zieht „revolutionäre Konsequenzen“ hinter sich her. Denkt und lebt man diesen Gedanken konsequent zu Ende, so ist der Plan des Kindes für seinen Alltag und sein Leben genauso wichtig wie der jedes anderen Beteiligten.
1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Themenwahl, stellt die Forschungsfrage nach dem Potenzial frei-demokratischer Schulen und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie die Schnittstelle zur Sozialen Arbeit.
2 Frei-Demokratische-Bildung und Antipädagogik: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Antipädagogik, grenzt diese von der antiautoritären Erziehung ab und diskutiert das Kindbild als intelligentes, selbstreguliertes Wesen.
3 Überblick der Struktur des deutschen Schulsystems: Es erfolgt eine kritische Betrachtung des föderalen deutschen Schulsystems hinsichtlich seiner Integrationsleistung, des Leistungsdrucks und der Entstehung von Bildungskrisen.
4 Schulsozialarbeit in Deutschland: Das Kapitel definiert den Auftrag und die Praxis der Schulsozialarbeit und untersucht deren Rolle bei der Gestaltung lebensweltorientierter Schulen.
5 Menschenrechte und Kinderrechte: Hier werden die rechtlichen Rahmenbedingungen wie Schulgesetz, Grundgesetz und UN-Kinderrechtskonvention in Bezug auf das Recht auf Bildung und Chancengleichheit analysiert.
6 Bildung in Demokratie und Freiheit: Der Fokus liegt auf der Definition und gelebten Praxis von Demokratie an Schulen sowie dem Vergleich zwischen konventionellen Ansätzen und frei-demokratischen Bildungsmodellen.
7 Sudbury Valley School: Entstehungsgeschichte: Dieses Kapitel widmet sich dem Gründungsmythos und den Kernkonzepten der Sudbury Valley School, ergänzt um Fallbeispiele von Schülern und alternative Wege zum Abitur.
8 Feldforschung: Die Methodik der qualitativen Experteninterviews mit Vertretern der Freien Schule Frankfurt und der BFAS wird begründet und ausgewertet.
9 Möglichkeiten der Sozialen Arbeit an der Weiterentwicklung mitzuwirken: Das Kapitel zeigt konkrete Handlungsoptionen für Sozialarbeiter auf, das Wissen um demokratische Bildung in die Praxis zu integrieren oder bei Schulgründungen mitzuwirken.
10 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, bestätigt die Möglichkeiten einer demokratischen Bildung und unterstreicht die Notwendigkeit, das bestehende System zugunsten der Kinderrechte weiterzuentwickeln.
Frei-demokratische Schulen, Antipädagogik, Sudbury Valley School, Demokratische Bildung, Partizipation, Schulsozialarbeit, Kinderrechte, Selbstregulation, Bildungsreform, Chancengleichheit, Inklusion, Schulpflicht, Reformpädagogik, Lebensweltorientierung, Soziale Arbeit.
Die Arbeit untersucht das Modell der frei-demokratischen Schulen und deren Potenzial als Alternative zum konventionellen deutschen Schulsystem, insbesondere im Hinblick auf Selbstbestimmung und Kinderrechte.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung durch Antipädagogik, die rechtlichen Grundlagen von Kinderrechten, die Praxis demokratischer Schulmodelle und die Rolle der Sozialen Arbeit.
Die Arbeit fragt, ob frei-demokratische Bildungsformen Lösungen für aktuelle Probleme im Bildungswesen bieten können und wie Soziale Arbeit diese Pädagogik unterstützen kann.
Die Autorin nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine qualitative Forschungsmethode in Form von Experteninterviews mit Vertretern frei-demokratischer Schulen und Organisationen.
Der Hauptteil befasst sich mit der Struktur des deutschen Schulsystems, rechtlichen Rahmenbedingungen, dem Konzept der Sudbury Valley School, Biographien von Schülern sowie den Ergebnissen der Experteninterviews.
Wichtige Begriffe sind Frei-demokratische Schulen, Selbstregulation, Demokratische Bildung, Kinderrechte und Soziale Arbeit.
Als staatlich genehmigte Ersatzschulen sind sie zwar an Bildungsziele gebunden, genießen jedoch im Vergleich zu Regelschulen eine größere Freiheit in der pädagogischen Umsetzung und Methodik.
Das Konzept ermöglicht individuelles Lernen im eigenen Tempo ohne festen Stundentakt, wodurch Kinder mit besonderem Förderbedarf oder Behinderungen besser integriert werden können als in starren Systemen.
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