Bachelorarbeit, 2016
95 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Was ist Spiel?
2.1 Definitionsversuche
2.2 Allgemeine Charakteristika des Spiels
2.3 Verschiedene Theorien zum Spiel
2.3.1 Vorübungstheorie nach Karl GROOS (1899)
2.3.2 Psychoanalytische Theorie nach Siegmund FREUD (1905)
2.3.3 Funktionsluststheorie nach BÜHLER (1929)
2.3.4 Theorie der Notwendigkeit nach HUIZINGA (1956)
2.3.5 Spieltheorie nach PIAGET (1972)
2.3.6 Theorie des Aktivierungszirkels nach HECKHAUSEN (1973)
2.3.7 Sonstige Theorien zum Thema Spiel
2.4 Formen unterschiedlichen Spielens
2.4.1 Funktions- und Experimentierspiel
2.4.2 Frühes Symbolspiel
2.4.3 Konstruktionsspiel
2.4.4 Symbolspiel/Rollenspiel
2.4.5 Regelspiel
2.5 Spiel im Wandel der Zeit – Computerspiele?
3. Welche Funktionen hat das Spiel?
3.1 Evolutionäre Sicht auf das Spiel
3.1.1 Ein Blick auf unsere Kultur
3.1.2 Spielen im Tierreich – warum spielen Tiere?
3.1.3 Entwicklung zum Menschen hin
3.1.3.1 Was weiß man über das Spielen bei kleinen Kindern?
3.1.3.2 Spiele bei Erwachsenen?
3.2 Was kann das Spiel in Bezug auf das Individuum leisten?
3.2.1 Acht hauptsächliche Funktionen des Kinderspiels nach MOGEL
3.2.2 Exemplarisches Beispiel: Rollenspiel
3.2.3 Langfristige Auswirkungen, Transfer von Spielleistungen
3.3 Kritik am Spiel generell
4. Spiel in der Schule
4.1 Die Geschichte des Spiels in der Schule
4.2 Spielformen in der Schule
4.2.1 Lernspiel
4.2.2 Rollenspiel
4.2.3 Darstellendes Spiel
4.2.4 Planspiel
4.3 Kritik am Spiel in der Schule
4.3.1 Lernziele durch Spiele erreichen?
4.3.2 Das Wesen der Schule – wieso Spiel in der Schule problematisch ist
4.4 Wieso Spiel in der Schule? – positive Aspekte
4.5 Informationen für die Lehrkraft/den Spielleiter
4.6 Spielvorschläge – Benita DAUBLEBSKY
5. Umfrage an einem Gymnasium zu der Bedeutung des Spiels in der Schule
5.1 Material und Methoden
5.2 Ergebnisse
5.3 Diskussion
6. Fazit
Die Arbeit untersucht das Phänomen des Spiels aus entwicklungspsychologischer und evolutionsbiologischer Perspektive und analysiert dessen Rolle, Funktionen und Problematik im schulischen Kontext, ergänzt durch eine empirische Erhebung an einem Gymnasium.
2.3.3 Funktionsluststheorie nach BÜHLER (1929)
Obwohl die Theorie von BÜHLER nicht sehr umfassend ist, soll diese hier aufgegriffen werden, da auch schon in Kapitel 2.1 seine Spieldefinition vorgestellt wurde. Hier wurde das Wesensmerkmal des Spiels „Funktionslust“ näher betrachtet, welche erst aus dem Spiel resultiert und aufgrund derer das Spiel aufrechterhalten wird. Die hedonistische Theorie von BÜHLER, die das Aufkommen der Spielmotivation durch die Lust am spielerischen Funktionieren der Gegenstände begründet sieht, hebt sich von vielen anderen Spieltheorien ab. Beispielsweise von GROOS, der die Spieltätigkeit durch äußere Zwecke (Vorübung) begründet.
Kritisiert wird diese Spielmotivation der Lust an der Funktion der Dinge aber mehrfach, da die Motivation zu einseitig sei und das komplexe Phänomen Spiel nicht alleine hervorbringen könnte. Doch da die „Funktionslusttheorie“ nicht davon ausgeht, dass Spiel äußere Zwecke verfolgt, sieht MOGEL (2008) sie als bedeutende Theorie an. Denn mit der Theorie von BÜHLER ist der Grundstein für die Ansicht des zweckfreien Kinderspiels gelegt worden.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Relevanz des Spiels trotz Leistungsdrucks und skizziert den Aufbau der Bachelorarbeit, einschließlich der theoretischen Grundlagen und der geplanten Umfrage.
2. Was ist Spiel?: Dieses Kapitel beleuchtet die Schwierigkeiten einer einheitlichen Definition, stellt wichtige Spieltheorien und verschiedene Spielformen vor und diskutiert die Einordnung von Computerspielen.
3. Welche Funktionen hat das Spiel?: Der Fokus liegt hier auf der evolutionsbiologischen und entwicklungspsychologischen Sicht, wobei Funktionen wie Lernen, soziale Entwicklung und Anpassung bei Tieren und Menschen analysiert werden.
4. Spiel in der Schule: Hier wird der historische Wandel und die heutige Problematik des Spiels im schulischen Alltag (Leistungsdruck vs. pädagogischer Wert) erörtert, ergänzt durch Spielformen und Tipps für Lehrkräfte.
5. Umfrage an einem Gymnasium zu der Bedeutung des Spiels in der Schule: In diesem Teil wird die selbst durchgeführte Online-Umfrage unter Lehrkräften methodisch dargelegt, deren Ergebnisse präsentiert und kritisch diskutiert werden.
6. Fazit: Das Fazit fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen, bewertet die Diskrepanz zwischen der Bedeutung des Spiels und dessen tatsächlichem Stellenwert im Schulalltag und gibt Ausblicke auf notwendige Veränderungen.
Spiel, Schule, Spielpädagogik, Lernspiel, Rollenspiel, Funktionslust, Evolution, Entwicklungspsychologie, Leistungsdruck, Spieltheorie, Motivation, Didaktik, Kinderspiel, Wissensvermittlung, Sozialverhalten
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung des Spiels in der Schule, ausgehend von einer theoretischen Fundierung aus biologischer und entwicklungspsychologischer Sicht bis hin zur Analyse der aktuellen Praxis an einem Gymnasium.
Zentrale Themenfelder sind die Definition des Spielbegriffs, verschiedene klassische Spieltheorien, die Funktionen des Spiels in der Evolution und beim Individuum sowie die kontroverse Rolle des Spiels in einer leistungsorientierten Schule.
Das primäre Ziel ist es, den aktuellen Stellenwert des Spiels in der Schule zu hinterfragen, positive Lernpotenziale aufzuzeigen und durch eine Umfrage zu klären, wie Lehrkräfte den Einsatz von Spielen in ihrem Unterricht bewerten.
Die Arbeit nutzt eine umfassende Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und eine empirische Online-Umfrage unter 12 Lehrkräften eines Gymnasiums, um aktuelle Praxiserfahrungen und Meinungen zu erfassen.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen zu Spieltheorien und -formen auch konkrete Herausforderungen und positive Aspekte des Spiels im Schulalltag sowie praktische Spielvorschläge für Lehrkräfte ausführlich diskutiert.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Spiel, Spielpädagogik, schulische Bildung, Lernziele, Leistungsdruck, Entwicklung und interdisziplinäre Ansätze aus Biologie und Psychologie.
Die Funktionslust dient als wesentliches Merkmal für die Definition des Spiels als zweckfreie Tätigkeit und wird als theoretischer Grundbaustein für das Verständnis von Kinderspielen herangezogen.
Die Umfrage zeigt, dass Lehrkräfte zwar den Wert von Spielen erkennen und einsetzen, jedoch durch starre Lehrpläne und hohen Leistungsdruck stark in der Umsetzung eingeschränkt sind.
Sie schließt mit der Forderung nach stofflicher Entlastung der Lehrpläne und einer verbesserten Ausbildung von Lehrkräften im Bereich der Spielpädagogik, um das volle Potenzial des Spiels in der Schule nutzbar zu machen.
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