Bachelorarbeit, 2015
123 Seiten, Note: 1,1
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 GRUNDLAGEN ZUR BILANZIERUNG NACH IFRS
3 KONZEPTIONELLE GRUNDLAGEN DER BILANZIERUNG LATENTER STEUERN NACH IFRS
3.1 Regelung, Ziel und Zweck latenter Steuern nach IFRS
3.2 Entstehungsursachen von latenten Steuern nach IFRS
3.2.1 IFRS- und Steuerbilanz
3.2.2 Differenzen auf dem Weg zum und im Konzernabschluss
3.3 Konzepte der latenten Steuern nach HGB und IFRS
3.3.1 Allgemein
3.3.2 Timing-Konzept
3.3.3 Temporary-Konzept
3.4 Kritische Würdigung der Konzepte
4 ANSATZ LATENTER STEUERN NACH IFRS
4.1 Allgemein
4.2 Ansatz aktiver latenter Steuern
4.3 Ansatz passiver latenter Steuern
4.4 Ansatzverbot aktiver latenter Steuern
4.5 Ansatzverbot passiver latenter Steuern
5 BEWERTUNG LATENTER STEUERN NACH IFRS
5.1 Anzusetzender Steuersatz
5.2 Steuersatzänderungen
5.3 Werthaltigkeit und Folgebewertung von aktiven latenten Steuern
5.4 Methoden der latenten Steuerabgrenzung
5.4.1 Deferred Methode (Abgrenzungsmethode)
5.4.2 Liability Methode (Verbindlichkeitsmethode)
5.4.3 Net-of-Tax-Methode (Saldierungsmethode)
5.5 Einzeldifferenzbetrachtung
5.6 Gesamtdifferenzbetrachtung
5.7 Abzinsungsverbot
6 AUSWEIS LATENTER STEUERN NACH IFRS
6.1 Ausweis und Saldierung latenter Steuern in der Bilanz
6.2 Ausweis latenter Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung
6.3 Ausweis latenter Steuern im Anhang
6.4 Erfolgsneutraler Ausweis latenter Steuern
7 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG ZUR BILANZIERUNG VON LATENTEN STEUERN NACH IFRS ANHAND AUSGEWÄHLTER DAX-30 KONZERNE
7.1 Empirische Untersuchung der Deutschen Post AG
7.1.1 Vorstellung des Konzerns
7.1.2 Ansatz und Bewertung latenter Steuern nach IFRS
7.1.3 Ausweis latenter Steuern nach IFRS
7.1.3.1 Ausweis latenter Steuern in der Bilanz und im Anhang
7.1.3.2 Erfolgsneutraler Ausweis latenter Steuern
7.1.3.3 Ausweis latenter Steuern in der GuV und im Anhang
7.2 Empirische Untersuchung der thyssenkrupp AG
7.2.1 Vorstellung des Konzerns
7.2.2 Ansatz und Bewertung latenter Steuern nach IFRS
7.2.3 Ausweis latenter Steuern nach IFRS
7.2.3.1 Ausweis latenter Steuern in der Bilanz und im Anhang
7.2.3.2 Erfolgsneutraler Ausweis latenter Steuern
7.2.3.3 Ausweis latenter Steuern in der GuV und im Anhang
8 FAZIT
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die theoretischen Anforderungen an die Bilanzierung latenter Steuern nach IFRS, insbesondere gemäß IAS 12, darzulegen und deren praktische Umsetzung durch eine empirische Untersuchung an zwei ausgewählten DAX-30 Konzernen (Deutsche Post AG und thyssenkrupp AG) zu analysieren. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, inwieweit die theoretischen Regelungen in den Geschäftsberichten der Konzerne Anwendung finden und ob eine korrekte Informationsvermittlung zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage an die Adressaten gewährleistet ist.
1.1 Problemstellung
Durch die EU-Verordnung Nr. 1606/2002 vom 19.07.2002 wurde bekannt, dass kapitalmarktorientierte Unternehmen ab dem 01.01.2005 ihren Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards aufstellen müssen. Die Erstellung nach IFRS, soll die Harmonisierung von Unternehmen im globalen Kontext fördern, sodass eine Standardisierung, Transparenz und Vergleichbarkeit zwischen Abschlüssen geschaffen wird und eine Zeit- und Kostenersparnis für das zu erstellende Unternehmen entsteht. Zu beachten ist, dass nur der Konzernabschluss nach IFRS für kapitalmarktorientierte Unternehmen zu erstellen ist und nicht der Jahresabschluss selbst. Alle inländischen Unternehmen eines Konzerns müssen nämlich ihren Jahresabschluss nach Vorschriften des §§ 238 ff. HGB aufstellen; Ausnahmen bestehen für Einzelkaufleute nach § 241 a HGB. Dieser Jahresabschluss nach HGB der jeweiligen Unternehmen, ist für die Erstellung der Steuerbilanz bzw. der steuerlichen Gewinnermittlung maßgeblich nach § 5 (1) EStG.
Dadurch, dass die laufenden Ertragsteuern aus der Steuerbilanz ermittelt werden, stehen die Ertragsteuern in der IFRS-Bilanz in keiner sinnvollen Relation zum Ergebnis nach IFRS. Zudem sind die Adressaten und die Zielsetzung von IFRS-Bilanz und Steuerbilanz verschieden. Die IFRS-Bilanz dient in erster Linie der Informationsvermittlung an Abschlussadressaten des jeweiligen Konzernabschlusses, wohingegen die Steuerbilanz dem Fiskus als Grundlage für die Besteuerung dient. Wie bei den Zielsetzungen, verfolgen beide Rechenwerke abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften, wodurch es zu einer Diskrepanz zwischen steuerrechtlicher Einkommensermittlung und Bilanzierung im Einzel- bzw. Konzernabschluss kommt. Diese Diskrepanzen bilden zugleich die Ursache und Notwendigkeit von latenten Steuern. Damit eine sinnvolle Relation zwischen dem IFRS-Ergebnis und den ausgewiesenen Ertragsteuern hergestellt und das oberste Gebot der Informationsvermittlung an den Abschlussadressaten bewahrt wird, werden latente Steuerabgrenzungsposten im Konzernabschluss nach IFRS gebildet.
1 EINLEITUNG: Definiert die Problemstellung durch die Diskrepanz zwischen IFRS-Bilanz und Steuerbilanz sowie den Aufbau der Arbeit zur Untersuchung latenter Steuern.
2 GRUNDLAGEN ZUR BILANZIERUNG NACH IFRS: Erläutert das Rahmenkonzept als Fundament der IFRS-Rechnungslegung und dessen Bedeutung für externe Adressaten.
3 KONZEPTIONELLE GRUNDLAGEN DER BILANZIERUNG LATENTER STEUERN NACH IFRS: Behandelt die Entstehungsursachen und vergleicht das Timing-Konzept mit dem bilanzorientierten Temporary-Konzept.
4 ANSATZ LATENTER STEUERN NACH IFRS: Analysiert die Kriterien für den Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern sowie bestehende Ansatzverbote.
5 BEWERTUNG LATENTER STEUERN NACH IFRS: Beschreibt die Bewertungsmethoden, insbesondere die Liability-Methode, und die Bedeutung der Steuersatzänderungen.
6 AUSWEIS LATENTER STEUERN NACH IFRS: Erläutert die Anforderungen an den Ausweis in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die umfangreichen Anhangangaben.
7 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG ZUR BILANZIERUNG VON LATENTEN STEUERN NACH IFRS ANHAND AUSGEWÄHLTER DAX-30 KONZERNE: Führt eine praktische Untersuchung der Bilanzierungspraxis bei der Deutschen Post AG und thyssenkrupp AG durch.
8 FAZIT: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die praktische Umsetzung sowie Transparenz der bilanzierten Steuern in den Konzernberichten.
Latente Steuern, IFRS, IAS 12, Temporary-Konzept, Steuerbilanz, Konzernabschluss, Aktive latente Steuern, Passive latente Steuern, Steuerungsaufwand, Steuerertrag, Bilanzierung, Bewertung, Deutsche Post AG, thyssenkrupp AG, Steuerliche Verlustvorträge.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bilanzierung von latenten Steuern nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und untersucht, wie diese theoretischen Konzepte in der Unternehmenspraxis umgesetzt werden.
Zentrale Themen sind die Entstehung latenter Steuern durch Diskrepanzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, deren Ansatz und Bewertung sowie die Anforderungen an den Ausweis in Konzernabschlüssen.
Ziel ist es, die theoretischen Anforderungen mit der tatsächlichen Praxis bei DAX-30 Konzernen zu vergleichen, um zu prüfen, ob die IFRS-Vorgaben zu einer informativen und transparenten Darstellung der steuerlichen Lage führen.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus theoretischer Fundierung (Literaturanalyse) und einer empirischen Untersuchung anhand der Geschäftsberichte der Deutschen Post AG und thyssenkrupp AG.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Kapitel zu Ansatz, Bewertung und Ausweis latenter Steuern (Kapitel 3-6) und einen praktischen Analyseteil zu ausgewählten DAX-Konzernen (Kapitel 7).
Schlüsselbegriffe sind IFRS, latente Steuern, IAS 12, Temporary-Konzept, Konzernbilanzierung und Steuerlatenz.
Während die Deutsche Post AG ihre Angaben zu latenten Steuern in separaten Ziffern aufteilt, bündelt die thyssenkrupp AG diese Informationen unter einer zentralen Ziffer. Zudem bietet die thyssenkrupp AG teils umfangreichere Texte im Anhang, während die Deutsche Post AG vermehrt mit Abbildungen arbeitet.
Das IASB hat sich aus Gründen der Komplexität und des zusätzlichen Aufwandes für Unternehmen gegen eine Abzinsung entschieden, da dies kein gerechtfertigtes Kosten-Nutzen-Verhältnis bieten würde und die Dokumentation unnötig verkomplizieren könnte.
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