Masterarbeit, 2016
70 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Theorie Zins und Grundlagen Zinssatz, Unternehmenswert und Unternehmensbewertung
2.1 Der Zins und aktuelles Zinsniveau
2.2 Unternehmensbewertung, Bewertungsverfahren und Unternehmenswert
2.3 Der Zinssatz bzw. Kapitalisierungszinssatz in der Unternehmensbewertung
2.4 Äquivalenzprinzipien der Unternehmensbewertung
3 Der WACC-Ansatz als Kapitalisierungszinssatz in der Unternehmensbewertung
3.1 Bestimmung der Eigenkapitalkosten
3.1.1 Bestimmung des Basiszinssatzes
3.1.2 Bestimmung der Marktrisikoprämie
3.1.2.1 Marktrisikoprämie nach historischen Renditen
3.1.2.2 Marktrisikoprämie nach impliziten Renditen
3.1.3 Bestimmung des Beta-Faktors
3.2 Bestimmung der Fremdkapitalkosten
3.3 Weitere Alternativen zur Berechnung der Komponenten
4 Analyse der Auswirkung des aktuellen Zinsniveaus auf den WACC
4.1 Auswirkung auf die Eigenkapitalkosten
4.1.1 Auswirkung auf den Basiszinssatz
4.1.2 Auswirkung auf die Marktrisikoprämie
4.1.3 Auswirkung auf den Betafaktor
4.2 Auswirkung auf die Fremdkapitalkosten
4.3 Auswirkung auf den Kapitalisierungszinssatz WACC
5 Analyse der Auswirkungen der aktuellen Niedrigzinsphase auf den Unternehmenswert
5.1 Auswirkung des WACC auf den Unternehmenswert
5.2 Auswirkung Ratingeinstufung auf den Kapitalisierungszinssatz bzw. Unternehmenswert
5.3 Auswirkungen auf Verbindlichkeiten und Pensionsrückstellungen
5.4 Auswirkungen auf die Investitionen
5.5 Auswirkungen auf Transaktionen, Goodwill und Impairment Test
5.6 Auswirkung auf das vereinfachte Ertragswertverfahren
5.7 Gewinner und Verlierer des aktuellen Zinsniveaus
6 Ausblick
6.1 Fazit
Die Masterarbeit analysiert die Auswirkungen des historisch niedrigen Zinsniveaus auf die Unternehmensbewertung und untersucht, wie sich die Parameter des Kapitalisierungszinssatzes in diesem Umfeld verändern.
2.1 Der Zins und aktuelles Zinsniveau
Nach Eugen von Böhm-Bawerks vollständiger Zinstheorie mit dem Kernsatz „Gegenwärtige Güter sind in aller Regel mehr wert als künftige Güter gleicher Art und Zahl“, wird das Gegenwärtige höher bewertet als das Zukünftige. Die Begründungen erfolgten mit drei Argumenten. Erstens, dass sich die Höhe des Konsums und die Bedürfnisse im Laufe der Lebensphasen ändern. Besonders in jungen Jahren ist der Konsum meist höher als das Einkommen, wodurch ein Kredit aufgenommen werden muss und der Kreditnehmer auch bereit ist Zinsen dafür zu zahlen. Zweitens, sind gegenwärtige Bedürfnisse mehr Wert als zukünftige, dies ist der psychologische Effekt. Spieltheoretisch hat es Eugen von Böhm-Bawerk mit der Schenkung von 100 Geldeinheiten gezeigt. Entweder konnte das Geld heute erst in einer Woche ausgezahlt werden, durch die Gegenwartspräferenz wurde stets auf jetzt verwiesen. Nur durch eine deutliche Erhöhung der Zahlung in einer Woche (Prämie aufgrund des jetzigen Konsumverzichts), wurde der Zukunftskonsum bevorzugt. Drittens, wird die altertümliche „Unfruchtbarkeit des Geldes durch die „Mehrergiebigkeit der Umwegproduktion widerlegt. Es wird dabei ein Kredit zur Finanzierung der Produktionsmittel aufgenommen, die zu einer höheren Produktionsmenge und somit zu mehr Gewinn führen, sodass anschließend die Zinsrückzahlung erfolgen kann. Demnach ist der Zins der „Preis für das Ausleihen von risikolosem Kapital, in Abhängigkeit von der Laufzeit.
Die Auswirkung des aktuellen Zinsniveaus bzw. Nullzinsen auf diese Zinstheorie werden im Folgenden erläutert. Der Konsum wird unabhängig vom Einkommen stärker steigen, da kaum Kosten bei der Finanzierung entstehen, insbesondere in den jungen Jahrgängen wird mehr konsumiert. Aufgrund der Gegenwartspräferenz wird weniger gespart. Bei der Mehrergiebigkeit der Umwegproduktion bekommt fast jede Investitionsanlage eine Marktchance. Die Konsequenz wäre, dass die Preise vom Realkapital und die Kurse von Aktien Richtung unendlich tendieren.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, wie das aktuelle Zinsniveau die Unternehmensbewertung beeinflusst, und definiert das Ziel, den Fokus auf die Ermittlung des Kapitalisierungszinssatzes zu legen.
2 Theorie Zins und Grundlagen Zinssatz, Unternehmenswert und Unternehmensbewertung: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Zinstheorie von Eugen von Böhm-Bawerk sowie die verschiedenen Bewertungsanlässe und die zentralen Äquivalenzprinzipien vorgestellt.
3 Der WACC-Ansatz als Kapitalisierungszinssatz in der Unternehmensbewertung: Dieses Kapitel erläutert den WACC-Ansatz als kapitalmarkttheoretisches Modell und detailliert die Bestimmung der Eigenkapitalkosten, der Marktrisikoprämie und des Beta-Faktors.
4 Analyse der Auswirkung des aktuellen Zinsniveaus auf den WACC: Eine empirische Analyse zeigt, wie sich sinkende Zinsen und die Modifikationen in der Marktrisikoprämie auf die Kapitalkostenkomponenten auswirken.
5 Analyse der Auswirkungen der aktuellen Niedrigzinsphase auf den Unternehmenswert: Dieses Kapitel untersucht die Auswirkungen des Niedrigzinsumfelds auf verschiedene Unternehmensaspekte wie Rating, Pensionsrückstellungen, Investitionen und den Goodwill.
6 Ausblick: Der Ausblick diskutiert zukünftige Entwicklungen in der Zinspolitik und zieht ein Fazit über die Bedeutung der Prognosefähigkeit bei der Bestimmung sachgerechter Kapitalkosten.
Unternehmensbewertung, Zinssatz, Kapitalisierungszinssatz, WACC-Ansatz, Eigenkapitalkosten, Marktrisikoprämie, Betafaktor, Niedrigzinsphase, Diskontierung, Free Cashflow, Unternehmenswert, Pensionsrückstellungen, Goodwill, Finanzmarktkrise, Investitionsentscheidungen
Die Arbeit behandelt die kritische Analyse des Zinssatzes bei der Unternehmensbewertung unter besonderer Berücksichtigung des aktuellen, historisch niedrigen Zinsniveaus.
Die Arbeit fokussiert sich auf Zinstheorien, die Ermittlung des Kapitalisierungszinssatzes (WACC-Ansatz), die Bestimmung der Kapitalkostenkomponenten sowie die Auswirkungen des Niedrigzinsumfelds auf den Unternehmenswert.
Das primäre Ziel ist es, den Einfluss des niedrigen Zinsniveaus auf die verschiedenen Parameter der Unternehmensbewertung zu untersuchen und zu analysieren, wie sich dies auf den Unternehmenswert auswirkt.
Es wird eine theoretische Analyse der Zins- und Bewertungsmethoden mit einer Untersuchung von empirischen Daten und Modellrechnungen (fiktives Unternehmen) kombiniert.
Im Hauptteil werden der WACC-Ansatz, die Bestimmung der Eigen- und Fremdkapitalkosten sowie die Auswirkungen von Zinsänderungen auf Faktoren wie Goodwill, Investitionen und Pensionsverpflichtungen tiefgehend analysiert.
Die wichtigsten Begriffe sind Unternehmensbewertung, Kapitalisierungszinssatz, WACC, Marktrisikoprämie, Betafaktor und Niedrigzinsphase.
Da der Zinssatz als Diskontierungsfaktor bei der Bewertung von Rückstellungen dient, führt ein sinkender Zinssatz zu einem Anstieg der Rückstellungsbeträge und belastet somit das Eigenkapital des Unternehmens.
Das niedrige Zinsniveau stützt hohe Kaufpreise und damit hohe Goodwill-Positionen, da die Diskontierung der Cashflows zu einem höheren Barwert führt; dies erhöht jedoch das Risiko für spätere Abschreibungen.
Nicht unbedingt; während Unternehmen von günstigerer Fremdfinanzierung profitieren können, leiden sie gleichzeitig unter steigenden Pensionslasten und einer zunehmenden Verzerrung der Unternehmensbewertung.
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