Diplomarbeit, 2016
43 Seiten, Note: 15
1 Einleitung
1.1 Auftragsklärung
1.2 Methodologie
2 Theoretischer Bezugsrahmen
2.1 Salutogenese
2.1.1 Zur Person von Aaron Antonovsky
2.1.2 Entstehung des Modells „Salutogenese“
2.1.3 Definition
2.1.4 Entwicklung des Modells
2.1.5 „Senses of coherence“ oder Kohärenzgefühl
2.1.6 Erfassung und Stabilität des Kohärenzgefühls
2.1.7 Generalisierte Widerstandsressourcen
2.2 Wohlbefinden am Arbeitsplatz
2.2.1 Begriffsbestimmung
2.2.2 Wohlbefinden messen
2.2.3 Antonovsky und Wohlbefinden
2.3 Arbeitsbezogene Verhaltensmuster
3 Resultate
3.1 Einleitung
3.2 Ressourcen für ein gutes Wohlbefinden von Pflegekräften am Arbeitsplatz
3.3 Einfluss des Kohärenzgefühls auf das Wohlbefinden am Arbeitsplatz
3.4 Das Kohärenzgefühl von Pflegekräften stärken
4 Diskussion
4.1 Einleitung
4.2 Ressourcen für ein gutes Wohlbefinden von Pflegekräften am Arbeitsplatz
4.3 Einfluss des Kohärenzgefühls auf das Wohlbefinden am Arbeitsplatz
4.4 Das Kohärenzgefühl von Pflegekräften stärken
4.4.1 ‚Verstehbarkeit‘ stärken
4.4.2 ‚Handhabbarkeit‘ stärken
4.4.3 ‚Bedeutsamkeit‘ stärken
4.4.4 Kohärenzgefühl stärken
4.5 Grenzen bei der Förderung des Wohlbefindens am Arbeitsplatz
5 Schlussfolgerung
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist es, das salutogenetische Modell nach Aaron Antonovsky als Leitschema für Führungskräfte in der Pflege nutzbar zu machen. Die Forschungsfrage untersucht, wie pflegerische Dienstleiter das Konzept des Kohärenzgefühls verwenden können, um das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter am Arbeitsplatz aktiv zu erhalten und zu fördern, insbesondere angesichts hoher psychosozialer Belastungen im Pflegeberuf.
2.1.5 „Senses of coherence“ oder Kohärenzgefühl
Ein wichtiges Konzept im Modell der Salutogenese ist das Kohärenzgefühl – im Original „Sense of coherence“. Im deutschen Sprachraum werden dafür die Worte Kohärenzsinn, Kohärenzempfinden, Kohärenzerleben und Kohärenzgefühl verwendet (Lorenz, 2005). Da der Begriff „Kohärenzgefühl“ in der deutschsprachigen Ausgabe des Standardwerkes von Antonovsky & Franke (1997) „Salutogenese – Zur Entmystifizierung der Gesundheit“ verwendet wird, werde ich diesen auch in dieser Arbeit verwenden.
Antonovsky definiert das Kohärenzgefühl wie folgt: „Das Kohärenzgefühl ist eine globale Orientierung, die das Ausmaß ausdrückt, in dem jemand ein durchdringendes, überdauerndes und dennoch dynamisches Gefühl des Vertrauens hat, das erstens die Stimuli, die sich aus dem Verlauf des Lebens aus der inneren und äußeren Umgebung ergeben, strukturiert, vorhersehbar und erklärbar sind; Zweitens einem die Ressourcen zur Verfügung stehen, um den Anforderungen, die diese Stimuli stellen, zu begegnen; Drittens diese Anforderungen Herausforderungen sind, die Anstrengungen und Engagement lohnen (Antonovsky & Franke, 1997, S. 36).“
Für Antonovsky bezeichnet das Kohärenzgefühl eine Grundhaltung, die unabhängig von äußeren Bedingungen dazu beiträgt, dass der Mensch eher gesund bleibt oder schneller wieder in einen Gesundheitszustand gelangt, wenn er sein gesundes Gleichgewicht verloren hat. Ein hohes Kohärenzgefühl trägt dazu bei, dass die Menschen in der Lage sind, die Ressourcen, die ihnen zur Verfügung stehen, zum Erhalt ihrer Gesundheit und ihres Wohlbefindens zu nutzen (Bengel et al., 2001).
Antonovsky unterteilt das Kohärenzgefühl in die drei Bestandteile Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Bedeutsamkeit, die er folgendermaßen definiert: Verstehbarkeit: “Sie bezieht sich auf das Ausmaß, in welchem man interne und externe Stimuli als kognitiv sinnhaft wahrnimmt, als geordnet, konsistente, strukturierte und klare Informationen und nicht als Rauschen – chaotisch, ungeordnet, willkürlich, zufällig und unerklärlich (Antonovsky & Franke, 1997, S.34).“ Menschen, die einen hohen Grad an ‚Verstehbarkeit‘ aufweisen, sind in der Lage Erfahrungen, die ihnen - sollten sie auch unerwartet auftreten - keine Angst machen.
1 Einleitung: Beschreibt die Herausforderungen durch psychosoziale Risiken in der Pflege und begründet das Interesse an salutogenen Arbeitsbedingungen sowie die daraus abgeleitete Forschungsfrage.
2 Theoretischer Bezugsrahmen: Vermittelt die theoretischen Grundlagen zur Salutogenese, zum Kohärenzgefühl nach Antonovsky und erläutert das Wohlbefinden am Arbeitsplatz sowie arbeitsbezogene Verhaltensmuster.
3 Resultate: Analysiert Forschungsergebnisse zur Identifikation von Ressourcen bei Pflegekräften und stellt den Zusammenhang zwischen dem Kohärenzgefühl und dem Wohlbefinden dar.
4 Diskussion: Setzt die Ergebnisse in Bezug zur Theorie, diskutiert Möglichkeiten zur Stärkung des Kohärenzgefühls durch Führungskräfte und beleuchtet Grenzen der Gesundheitsförderung.
5 Schlussfolgerung: Synthetisiert die Ergebnisse zu einer Hypothese für Dienstleiter, wie das Kohärenzgefühl als Werkzeug für ein gesundheitsförderliches Arbeitsumfeld genutzt werden kann.
Salutogenese, Kohärenzgefühl, Wohlbefinden, Krankenpflege, Pflegekräfte, Arbeitsplatz, Gesundheitsförderung, Psychosoziale Belastung, Widerstandsressourcen, Stressprävention, Führung in der Pflege, Arbeitsbelastung, Ressourcen, Gesundheitsmanagement, Burnout-Prävention
Die Diplomarbeit untersucht, wie pflegerische Führungskräfte das salutogenetische Modell nach Aaron Antonovsky nutzen können, um die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Pflegekräfte am Arbeitsplatz zu fördern.
Zentrale Themen sind die Salutogenese, das Konzept des Kohärenzgefühls, die Messung von Wohlbefinden am Arbeitsplatz sowie die Analyse von arbeitsbezogenen Verhaltens- und Erlebensmustern von Pflegekräften.
Das primäre Ziel ist es, aus dem salutogenetischen Modell konkrete Handlungsansätze für Dienstleiter abzuleiten, um durch die Stärkung des Kohärenzgefühls das Arbeitsumfeld gesünder zu gestalten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und qualitativen Auswertung von sechs wissenschaftlichen Studien, die sich mit Ressourcen und salutogenetischen Aspekten im Pflegekontext befassen.
Im Hauptteil werden erstens Ressourcen identifiziert, die Pflegekräfte zur Gesundheitsförderung nutzen, und zweitens der Einfluss des Kohärenzgefühls auf das Wohlbefinden sowie auf arbeitsbezogene Verhaltensmuster untersucht.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Salutogenese, Kohärenzgefühl, spezifische Widerstandsressourcen, Verstehbarkeit, Handhabbarkeit, Bedeutsamkeit und betriebliche Gesundheitsförderung geprägt.
Ein hohes Kohärenzgefühl fungiert als Schutzfaktor gegen psychische Belastungen und ermöglicht Pflegekräften, die Anforderungen ihres Berufs als sinnhaft und bewältigbar wahrzunehmen, was die Bindung zum Arbeitsplatz stärkt.
Durch gezielte Wertschätzung der Leistung, Anerkennung der Arbeit als wertvoll und die Vermittlung von Sinnhaftigkeit können Dienstleiter die Motivationsquelle ‚Bedeutsamkeit‘ ihrer Mitarbeiter aktiv unterstützen.
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