Bachelorarbeit, 2016
63 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Sterben und Tod
2.1 Definition Sterben
2.2 Wann ist ein Mensch tot?
2.3 Sterbeorte – Wunsch und Wirklichkeit
3 Ausnahmesituation Intensivstation – Die Situation der Sterbenden, der Angehörigen und des Pflegepersonals
3.1 Der sterbende Patient
3.1.1 Die Situation und Belastungen
3.1.2 Die Bedürfnisse
3.2 Bedürfnisse und Belastungsfaktoren der Angehörigen
3.3 Die Sicht der Pflegekräfte
4 Individuelle Sterbebegleitung auf der Intensivstation – Möglichkeiten und Empfehlungen
4.1 Was bedeutet Sterbebegleitung?
4.2 Fehlende individuelle und institutionelle Rahmenbedingungen und Verbesserungsvorschläge
4.3 Betreuung in den letzten Stunden
4.3.1 Anregungen für die Betreuung der Sterbenden
4.3.2 Pflegeschwerpunkte bei sterbenden Intensivpatienten
4.3.3 Betreuung der Angehörigen
4.4 Nach dem Tod –Empfehlungen
4.4.1 Am Totenbett
4.4.2 Begleitung der Hinterbliebenen
4.4.3 Begleitung des Personals
5 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, wie Sterben und Tod unter den extremen Bedingungen einer Intensivstation individuell gestaltet werden können. Ziel ist es, Möglichkeiten für das Pflegepersonal aufzuzeigen, wie eine humane Sterbebegleitung trotz technischer und organisatorischer Herausforderungen in der Praxis umgesetzt werden kann.
3.1.2 Die Bedürfnisse
Da jeder Mensch individuell ist, sind somit auch die Bedürfnisse im Sterbeprozess teilweise verschieden. Rest beschäftigt sich in seinem Buch mit den von JANUSZ KORCZAK dargestellten Bedürfnissen der Menschen in Bezug auf die allgemeinen Grundrechte. Der polnische Arzt KORCZAK erläuterte, dass sich die Bedürfnisse des Menschen im Bezug auf seine Grundrechte verschieden realisieren. Die Grundrechte nach KORCZAK lauten (KORCZAK 1930, zit. n. REST 2006: 183):
- Das Recht des Menschen auf Tod
- Das Recht auf den heutigen Tag
- Das Recht, so zu sein, wie der Mensch gerade ist
Vor allem das Recht des Menschen auf den Tod, wird oftmals auf einer Intensivstation nicht berücksichtigt. Wie bereits erläutert ist es die Aufgabe der Intensivstation, Leben zu erhalten und zu retten. Der Tod wird dort häufig als Niederlage verstanden. Des Weiteren befindet sich im Anhang eine Übersicht über die „Zwölf Rechte des Sterbenden“, welche die Situation eines sterbenden Menschen im Allgemeinen gut darstellt (Anhang 3).
Um einen Sterbenden optimal versorgen und begleiten zu können, sollte vor allem das Pflegepersonal genau diese Rechte und die unterschiedlichen Bedürfnisse kennen, welche sich in Alltagsbedürfnisse, Bedürfnisse aufgrund veränderter Sinneswahrnehmung und spirituelle Bedürfnisse unterscheiden lassen (vgl. FEICHTNER 2014: 58ff.). Um die individuellen Bedürfnisse und Wünsche eines sterbenden Patienten herauszufinden, kann die Einbeziehung und Befragung der Angehörigen vorteilhaft für die Informationsgewinnung sein. Zunächst werden nur die verschiedenen Bedürfnisse Sterbender dargestellt.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel des Sterbens und die besonderen Herausforderungen der Sterbebegleitung im technisch geprägten Umfeld der Intensivstation.
2 Sterben und Tod: Dieses Kapitel definiert den Sterbeprozess, unterscheidet verschiedene medizinische Todesarten und kontrastiert den gesellschaftlichen Wunsch nach dem Sterbeort mit der klinischen Realität.
3 Ausnahmesituation Intensivstation – Die Situation der Sterbenden, der Angehörigen und des Pflegepersonals: Das Kapitel analysiert die belastende Ausnahmesituation auf Intensivstationen und beleuchtet detailliert die Bedürfnisse sowie Ängste von Patienten, Angehörigen und Pflegenden.
4 Individuelle Sterbebegleitung auf der Intensivstation – Möglichkeiten und Empfehlungen: Hier werden praktische Strategien für eine individuelle Sterbebegleitung vorgestellt, von der Gestaltung der letzten Stunden bis hin zur Betreuung der Hinterbliebenen und Unterstützung des Personals.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit einer humanen, am Patienten orientierten Sterbebegleitung trotz der Herausforderungen durch die Intensivmedizin.
Sterbebegleitung, Intensivstation, Palliative Care, Sterbeprozess, Pflegeethik, Angehörigenbetreuung, Patientenbedürfnisse, Menschenwürde, Intensivmedizin, Trauerbegleitung, Kommunikation, Sterbeort, Symptomkontrolle, Krankenhaus, Ethik
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Sterben und Tod unter den extremen technischen und organisatorischen Bedingungen einer Intensivstation individuell und menschenwürdig gestaltet werden können.
Die zentralen Themenfelder sind die Bedürfnisse sterbender Patienten, die psychosoziale Belastungssituation von Angehörigen sowie die Rolle und psychische Entlastung des Pflegepersonals in dieser Krisensituation.
Das primäre Ziel ist es, Optionen und Handlungsempfehlungen für das Pflegepersonal zu entwickeln, um eine würdevolle Begleitung sterbender Intensivpatienten trotz der technisierten Umgebung zu gewährleisten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche sowie auf qualitativen Daten, darunter Interviews mit Angehörigen und Pflegekräften, um praxisnahe Einblicke in die Sterbesituation auf Intensivstationen zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ausgangssituation (Belastungen und Bedürfnisse aller Akteure) und die Darstellung konkreter Möglichkeiten und Empfehlungen für die Sterbebegleitung, inklusive der Zeit nach dem Tod.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sterbebegleitung, Intensivstation, Patientenwürde, Angehörigenbetreuung und Palliative Care geprägt.
Angehörige empfinden die Umgebung oft als bedrohlich und angsteinflößend. Sie leiden unter Hilflosigkeit, Angst vor dem Versagen im Umgang mit dem Patienten und haben ein zentrales Bedürfnis nach verständlichen Informationen über den Gesundheitszustand.
Um Burn-Out und psychische Belastungen zu vermeiden, empfiehlt die Arbeit Rituale, Gedenkfeiern und insbesondere regelmäßige Supervisionen, in denen das Team Erfahrungen reflektieren und sich gegenseitig stützen kann.
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