Bachelorarbeit, 2016
58 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen der Finanzierung
2.1 Definition des Begriffs Finanzierung
2.2 Finanzierungsformen
2.2.1 Außenfinanzierung
2.2.2 Innenfinanzierung
2.3 Finanzierungsziele
3. Mittelstand in Deutschland
3.1 Definition von Mittelstand, KMU und Familienunternehmen
3.1.1 Quantitative Merkmale
3.1.2 Qualitative Merkmale
3.2 Aktuelle Finanzsituation
3.2.1 Eigenkapitalsituation
3.2.2 Basel II/III
3.2.3 Rating
3.2.4 Liquiditätssituation
3.3 Finanzierungsverhalten
4. Finanzierungsformen für den Mittelstand
4.1 Bankkredit
4.2 Substitute zum Bankkredit
4.2.1 Leasing
4.2.2 Lieferantenkredit
4.2.3 Factoring
4.3 Working-Capital-Management
4.4 Beteiligungsfinanzierung
4.4.1 Private-Equity
4.4.2 Mezzanine Finanzierung
4.5 Öffentliche Förderung
4.6 Alternative Anlagekonzepte
4.6.1 Vorbemerkungen
4.6.2 Kurzfristige und langfristige Anlagemöglichkeiten
5. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht das Finanzierungsverhalten und die Finanzierungsoptionen mittelständischer Unternehmen vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen wie der Niedrigzinspolitik und verschärfter Basel-Regulierungen. Das zentrale Ziel ist es, alternative Finanzierungs- und Anlageinstrumente zu identifizieren und deren Eignung für den Mittelstand kritisch zu bewerten.
4.2.3 Factoring
Beim Factoring handelt es sich um den Verkauf von Forderungen aus Lieferung und Leistung an einen Factor, in der Regel eine Factoringgesellschaft oder eine Bank. Die Forderungen werden vor Fälligkeit verkauft, womit sie durch den Factor vorfinanziert werden. Diese Leistung wird gegen eine Prämie erbracht, die als Abschlag vom Nominalwert der Forderungen berechnet wird. Beim Factoring wird zwischen einem echten und einem unechten Factoring unterschieden. Beim echten Factoring trägt der Forderungskäufer das Ausfallrisiko, welches auch Delkredererisiko genannt wird. Beim unechten Factoring trägt der Veräußerer der Forderungen das Kreditrisiko. Durch das Factoring ist eine direkte Finanzierung von 90 Prozent möglich, womit sie meist höher ausfällt, als eine Bank gegen Abtretung der Forderung als Kredit bereitstellt.
Zudem erfolgt eine Unterscheidung zwischen dem offenen und stillen Factoring. Das offene Factoring ist heutzutage die dominierende Form des Factorings. Bei dieser Form wird der Schuldner der verkauften Forderung über die Abtretung an den Factor informiert. Dadurch hat der Factor die Möglichkeit, dem Schuldner Mahnungen zu erteilen oder die Begleichung der Schuld auf seinem eigenen Konto zu verlangen.
Durch das Factoring wird den Unternehmen eine umsatzkongruente Finanzierung und Planbarkeit der Liquidität ermöglicht. Es erfolgt eine sichere Planung der Zahlungen, was bei zögerlicher Zahlung der Debitoren nicht immer möglich ist. Zudem hat das Factoring positive Auswirkungen auf die Bilanz eines Unternehmens. Die Bilanzsumme wird verkürzt, wodurch der Eigenkapitalanteil erhöht wird. Fast alle Kreditwürdigkeitsprüfungen von Banken umfassen eine Bilanzanalyse. Durch die erhöhte Eigenkapitalquote können KMU im Rahmen des Ratings besser abschneiden.
1. Einleitung: Darstellung der Relevanz des Mittelstands für die Volkswirtschaft sowie der Herausforderungen durch Basel-Regulierungen und Niedrigzinsen, die einen Wandel der Finanzierungsstrukturen erfordern.
2. Grundlagen der Finanzierung: Definition der Begriffe und Systematisierung der verschiedenen Finanzierungsformen (Außen- vs. Innenfinanzierung) sowie Erläuterung der unternehmerischen Finanzierungsziele.
3. Mittelstand in Deutschland: Abgrenzung und Definition von KMU und Familienunternehmen sowie Analyse der aktuellen Finanzsituation unter Berücksichtigung von Basel II/III, Rating und Liquiditätsmanagement.
4. Finanzierungsformen für den Mittelstand: Detaillierte Untersuchung von Bankkrediten, Leasing, Lieferantenkrediten, Factoring, Working-Capital-Management, Beteiligungsfinanzierung und öffentlicher Förderung sowie alternativer Anlagestrategien.
5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der analysierten Finanzinstrumente und Ausblick auf die zukünftige Bedeutung alternativer Finanzierungswege für den Mittelstand.
Mittelstand, KMU, Finanzierung, Bankkredit, Basel III, Eigenkapital, Leasing, Factoring, Working-Capital-Management, Private-Equity, Mezzanine-Kapital, Liquidität, Negativzinsen, Unternehmensrating, Familienunternehmen.
Die Arbeit befasst sich mit der Finanzierung mittelständischer Unternehmen in Deutschland und analysiert, wie sich veränderte Rahmenbedingungen auf deren Finanzierungsverhalten auswirken.
Zentrale Themen sind die Abgrenzung des Mittelstandsbegriffs, die Auswirkungen von Basel-Regulierungen, die Rolle des Bankkredits sowie die Bedeutung alternativer Finanzierungsformen.
Ziel ist es, die Möglichkeiten der Finanzierung für mittelständische Unternehmen unter dem Aspekt der Herkunft und Verwendung von Mitteln angesichts aktueller ökonomischer Rahmenbedingungen zu untersuchen.
Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Arbeit, die auf einer umfassenden Auswertung der wirtschaftswissenschaftlichen Fachliteratur und aktuellen Studien basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Finanzierung, die Merkmale des Mittelstands in Deutschland und eine detaillierte Prüfung diverser Finanzierungs- und Anlagealternativen.
Wesentliche Begriffe sind Mittelstand, Basel-Regulierungen, Leasing, Factoring, Eigenkapitalquote, Mezzanine-Finanzierung und Working-Capital-Management.
Die Basel-Regulierungen führen zu strengeren Eigenkapitalvorschriften für Banken, was die Kreditvergabe erschweren kann und Unternehmen dazu zwingt, ihre Bonität stärker zu optimieren.
Factoring ermöglicht eine umsatzkongruente Liquiditätsbeschaffung, verbessert durch die Verkürzung der Bilanzsumme die Eigenkapitalquote und kann somit positiv auf das Unternehmensrating wirken.
Mezzanine-Kapital dient als Hybridform dazu, Eigenkapitallücken zu schließen, ohne die Mitbestimmungsrechte der Eigentümer durch direkte Beteiligungen zu gefährden.
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