Bachelorarbeit, 2010
25 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Erläuterung des zugrunde liegenden Modells
2.1 Die Arten der Kontrolle
2.2 Erweiterung um Löhne
2.3 Das Experiment
3 Gegenüberstellung
3.1 Andere Ansichten und Herangehensweisen
3.2 Unterschiede in den Experimenten
4 Kritischer Vergleich und Analyse
4.1 Kosten und Nutzen der Kontrolle
4.2 Die Reaktionen der Prinzipals und Agenten
4.3 Die Auswirkungen der Löhne und Auszahlungen
5 Zusammenfassung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht kritisch das Phänomen der "versteckten Kosten von Kontrolle" (hidden costs of control), basierend auf dem Modell von Falk und Kosfeld. Ziel ist es, die Erkenntnisse der Originalstudie durch einen Vergleich mit weiterführender experimenteller Literatur (Ziegelmeyer et al., Boly, Schnedler und Vadovic) zu hinterfragen und die Faktoren zu identifizieren, die zu variierenden Ergebnissen bezüglich der Effektivität von Kontrollmaßnahmen führen.
Andere Ansichten und Herangehensweisen
Ziegelmeyer et al. (2012) versuchen ohne große Änderungen die Ergebnisse von FK zu replizieren, es werden daher keine Veränderungen in dem Modell vorgenommen. Auch sie bestätigen die Existenz von versteckten Kosten. Allerdings lautet die Hauptaussage dieser Arbeit, dass die h.c. meistens nicht größer sind als der Nutzen, den der Prinzipal durch das geforderte höhere Arbeitslevel erhält. Das steht im Widerspruch zu FK. Zudem behaupten ZSP, dass die Kosten der Kontrolle in einem theoretischen Setting deutlich größer seien als in der Praxis. Um dies zu zeigen nahmen sie das niedrige (C5) und das mittlere (C10) Kontrollniveau und prüften das Modell auf der Grundlage dreier ausschlaggebender Variablen. Zum einen, welcher prozentuale Anteil der A positiv beziehungsweise zum anderen negativ auf Kontrolle reagiert und drittens, wie stark der Einfluss der negativ reagierenden A ist. Im Unterschied zu FK befassen sich ZSP auch mit der persönlichen Beziehung zwischen Agent und Prinzipal. Sie nennen unter anderem Dickinson and Villeval (2008), die auf die Abhängigkeit des Arbeitseinsatzes von dem persönlichen Verhältnis zwischen A und P eingehen. ZSP führen weitere drei verschiedene Experimente durch, wobei die Agenten je nach Experiment auch sehr positiv auf Kontrolle reagieren und somit die meisten P auch kontrollieren. Auch das steht beides im Gegensatz zu den Erkenntnissen von Falk und Kosfeld.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der versteckten Kosten von Kontrolle ein und definiert die Forschungsfrage sowie die herangezogene Literatur für den kritischen Vergleich.
2 Erläuterung des zugrunde liegenden Modells: Dieses Kapitel stellt das mathematische Grundmodell von Falk und Kosfeld vor, erläutert die verschiedenen Kontrollarten sowie die Rolle von Löhnen und dem experimentellen Aufbau.
3 Gegenüberstellung: Hier werden die abweichenden theoretischen Ansätze und experimentellen Herangehensweisen von Ziegelmeyer et al., Schnedler und Vadovic sowie Boly detailliert mit der Ursprungsstudie verglichen.
4 Kritischer Vergleich und Analyse: Dieses Hauptkapitel analysiert kritisch das Kosten-Nutzen-Verhältnis der Kontrolle, die Reaktionen von Prinzipalen und Agenten sowie die Auswirkungen der gewählten Entlohnungssysteme.
5 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, wobei betont wird, dass einfache Modelle zwar hilfreich, aber für die komplexe Realität des menschlichen Verhaltens oft unzureichend sind.
Kontrolle, Prinzipal-Agent-Theorie, Hidden Costs of Control, Arbeitsverhalten, Motivation, Experimentelle Ökonomik, Entlohnung, Vertrauen, Legitimation, Anreizsysteme, Arbeitsleistung, Sozialnormen, Risikoaversion.
Die Arbeit untersucht das Phänomen, dass die Ausübung von Kontrolle durch einen Arbeitgeber gegenüber Arbeitnehmern kontraproduktive Effekte haben kann, indem sie deren Eigenmotivation schwächt.
Zentral sind die ökonomische Modellierung von Arbeitsbeziehungen, die experimentelle Analyse von Kontrollmaßnahmen und der Einfluss psychologischer Faktoren auf die Arbeitsleistung.
Das Ziel ist eine kritische Hinterfragung der Ergebnisse von Falk und Kosfeld (2006) durch einen Vergleich mit neuerer Forschung, um Mängel und Einflussfaktoren aufzuzeigen.
Die Arbeit nutzt eine komparative Literaturanalyse von ökonomischen Experimenten, um verschiedene Modellierungsansätze und Versuchsanordnungen zu evaluieren.
Der Hauptteil analysiert die Unterschiede in der methodischen Herangehensweise, die Kosten und Nutzen der Kontrolle sowie die Reaktionen von Agenten auf verschiedene Kontroll- und Entlohnungsbedingungen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Kontrolle, Prinzipal-Agent-Theorie, Hidden Costs of Control, intrinsische Motivation und experimentelle Ökonomik.
Die Kritik richtet sich primär dagegen, dass das Modell von Falk und Kosfeld als zu simpel angesehen wird und die identifizierten negativen Effekte der Kontrolle in anderen Studien nicht in gleichem Maße repliziert werden konnten.
Die Autoren zeigen, dass Kontrolle, wenn sie vom Arbeitnehmer als legitim angesehen wird (etwa zur Vermeidung von Fehlverhalten), keine negativen Effekte auf die Arbeitsmotivation hat.
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