Bachelorarbeit, 2013
85 Seiten, Note: 1,2
1 Einleitung
2 Grundlagen und Begriffsklärung
2.1 Vegetarische und vegane Lebensweise
2.2 Soziale Bewegung
2.3 Bewegungsorganisationen
3 Hintergrund der vegan-vegetarischen Bewegung und ihrer internen Differenzierung
3.1 Vegetarismus und Veganismus – Lebensstil und soziokulturelle Bewegung
3.2 Vegetarische und vegane Bewegungsorganisationen in Europa
3.3 Ideologie und Utopie der Bewegung
3.4 Verwandte Bewegungen: Die vegane Teilbewegung und die Tierrechtsbewegung
3.5 Entstehung der Vegetarier- und Veganervereine in Europa
3.6 Die internationale Vernetzung der vegetarischen und veganen Organisationen in den Dachverbänden EVU und IVU
4 Schriftliche Befragung der vegetarischen und veganen Organisationen in Europa
4.1 Methodisches Vorgehen
4.2 Erläuterung des Fragebogens
4.3 Ergebnisse
4.3.1 Grunddaten
4.3.2 Ziele
4.3.3 Instrumente
4.3.4 Argumente und Überzeugungsstrategien
5 Zusammenfassung und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht die Rolle von vegetarischen und veganen Organisationen als Akteure soziokultureller Bewegungen in Europa, um Erkenntnisse über deren Ziele, Strategien und Instrumente sowie die interne Differenzierung der Gesamtbewegung zu gewinnen.
3.3 IDEOLOGIE UND UTOPIE DER BEWEGUNG
"It makes a difference whether vegetarianism is a ‘diet’ or a ‘philosophy’. A diet is a list of foods you choose - a philosophy is a set of coherent reasons for making those choices. You cannot build a movement around a ‘diet’. To have a movement you have to have people believing, living and working in concert to realize an ideal." (Sapon 1996) Hinter der vegetarischen und veganen Lebensweise stehen Ideen und Werte, aus denen Individuen und Organisationen schöpfen und frei kombinieren können (vgl. Maurer 2002, S. 70). Die Argumente für den Vegetarismus und Veganismus drehen sich dabei um fünf Bereiche, die miteinander verbunden sind: Gesundheit, Ethik, Ökologie, Politik/Wirtschaft und Religion/Spiritualität. Die Werte, die diesen Ideen zugrunde liegen, sind Gewaltfreiheit, Gerechtigkeit und ein harmonisches Mensch-Natur-Verhältnis.
Die gesundheitlichen Vorteile einer vegetarischen und veganen Ernährung sind längst wissenschaftlich nachgewiesen worden. Sie verringern die Risiken für die Entstehung von Zivilisationskrankheiten und beeinflussen die Gesundheit positiv (vgl. Leitzmann und Keller 2013, S. 15). Doch geht es bei den gesundheitlichen Gründen für den Vegetarismus nicht nur darum, die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern (was durchaus auch gesundheitliche Bedeutung hat). Gesundheitliche und spirituelle Aspekte sind verbunden, da davon ausgegangen wird, dass eine fleischfreie Ernährung eine Person friedvoller macht, weil der Mensch durch den Konsum von Fleisch (bzw. anderen tierischen Produkten) seinem Körper die von den Tieren erlebte Angst (in Form von Hormonen) zuführe (vgl. Maurer 2002, S. 71 f.). „In other words, not only does vegetarianism exemplify nonviolence; it also causes it.“ (ebd., S. 75)
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der wachsenden vegan-vegetarischen Bewegung ein und umreißt die Forschungsfrage sowie die Zielsetzung der explorativen Studie.
2 Grundlagen und Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe vegetarische/vegane Lebensweise sowie soziale Bewegungen und Bewegungsorganisationen im soziologischen Kontext.
3 Hintergrund der vegan-vegetarischen Bewegung und ihrer internen Differenzierung: Hier wird der theoretische Rahmen zur Ideologie und Geschichte der Bewegung sowie die Rolle der Organisationen und ihre internationale Vernetzung beschrieben.
4 Schriftliche Befragung der vegetarischen und veganen Organisationen in Europa: Dieser Hauptteil erläutert das methodische Vorgehen der Befragung und präsentiert detaillierte Ergebnisse zu Organisationstypen, Zielen, Instrumenten und Strategien.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen, bestätigt die kulturorientierte Ausrichtung der Bewegung und diskutiert mögliche zukünftige Entwicklungen sowie den weiteren Forschungsbedarf.
Vegetarismus, Veganismus, soziale Bewegungen, Bewegungsorganisationen, soziokultureller Wandel, Interessenvertretung, Ernährung, Tierrechte, Europa, explorative Studie, Öffentlichkeitsarbeit, Strategien, Identität, Nachhaltigkeit, Fleischkonsum.
Die Arbeit untersucht die vegan-vegetarische Bewegung in Europa, insbesondere die national tätigen Organisationen, um deren Ziele, Instrumente und Strategien zu analysieren.
Die zentralen Felder umfassen die soziologische Einordnung der Bewegung, die interne Differenzierung zwischen vegetarischen und veganen Strömungen sowie die Rolle der Organisationen bei der Umsetzung gesellschaftlichen Wandels.
Das Hauptziel ist es, erste empirische Erkenntnisse über die Bandbreite an Zielen und Arbeitsweisen der Organisationen zu gewinnen und zu prüfen, ob sich eine gemeinsame, transnationale europäische Bewegung abzeichnet.
Es handelt sich um eine explorative Studie, deren Kern eine schriftliche Online-Befragung von 38 Organisationen aus 20 europäischen Ländern bildet, ergänzt durch eine Literaturanalyse.
Der Hauptteil widmet sich der methodischen Herleitung, der Darstellung der Organisationen-Landschaft, der Analyse der Umfrageergebnisse (Grunddaten, Ziele, Zielgruppen, Instrumente) und der Untersuchung von Überzeugungsstrategien.
Wichtige Begriffe sind Bewegungsorganisationen, Kulturorientierung, institutioneller Wandel, Veganisierung der Bewegung und das Spannungsfeld zwischen Ethik und Alltagspraxis.
Bisherige Forschung konzentrierte sich oft auf Umwelt- oder Tierrechtsbewegungen. Diese Arbeit schließt die Forschungslücke für den Bereich dezidiert vegetarischer und veganer Interessenvertretungen in Europa.
Die Untersuchung zeigt, dass die Namenswahl oft historisch bedingt ist und die meisten Organisationen trotz unterschiedlicher Bezeichnungen ähnliche Ziele (einschließlich der Förderung des Veganismus) verfolgen.
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