Masterarbeit, 2014
123 Seiten, Note: 2,1
1 Einleitung
2 Forschungsstand
3 Begriffe
3.1 Gasthaus
3.2 Hotel
3.3 Stadthotel
3.4 Abgrenzungsproblematik: Palasthotel, Grandhotel, Luxushotel
3.4.1 Palasthotel
3.4.2 Grandhotel
3.4.3 Luxushotel
3.4.4 Vergleichende Betrachtung
4 Die Entwicklung des Hotelbaus
4.1 Der internationale Hotelbau im 19. und frühen 20. Jahrhundert
4.2 Der Hotelbau des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts in Deutschland
5 Typisierung von Hotelbauten
5.1 Nach Aufenthaltsdauer
5.1.1 Passantenhotel
5.1.2 Familienhotel
5.2 Nach Aufenthaltszweck
5.2.1 Kurhotel
5.2.2 Sporthotel
5.3 Nach Standort
5.3.1 Eisenbahnhotel
5.3.2 Berghotel
6 Das Stadthotel vor dem Ersten Weltkrieg
6.1 Voraussetzungen
6.2 Charakteristika
6.2.1 Standort
6.2.2 Personal
6.2.3 Außenbau
6.2.4 Innenausstattung
6.3 Das Palasthotel im Spiegel der Gesellschaft
6.4 Das Hotel Adlon in Berlin
6.4.1 Außenbau
6.4.2 Innenausstattung
6.5. Das Hotel Atlantic in Hamburg
6.5.1 Außenbau
6.5.2 Innenausstattung
7 Exkurs: Vergleich zweier Palasthotels der Architekten Lossow & Kühne
7.1 Das Palasthotel Weber in Dresden
7.1.1 Außenbau
7.1.2 Innenausstattung
7.2 Das Hotel Astoria in Leipzig
7.2.1 Außenbau
7.2.2 Innenausstattung
8 Das Stadthotel nach dem Ersten Weltkrieg
8.1 Voraussetzungen
8.2 Charakteristika
8.2.1 Standorte
8.2.2 Personal
8.2.3 Außenbau
8.2.4 Innenausstattung
8.3 Das Hotel Duisburger Hof in Duisburg
8.3.1 Außenbau
8.3.2 Innenausstattung
8.4 Das Parkhotel Haus Rechen in Bochum
8.4.1 Außenbau
8.4.2 Innenausstattung
9 Exkurs: Hotelbau nach dem Ersten Weltkrieg außerhalb der Großstadt
9.1 Neue Intentionen des Hotelbaus in den späten Zwanzigern am Beispiel des Bauhaushotels Haus des Volkes in Probstzella
9.1.1 Außenbau
9.1.2 Innenausstattung
9.2 Überformung der Innenausstattung von Hotels in den Goldenen Zwanzigern am Beispiel des Hotels Vierjahreszeiten in Görlitz
9.2.1 Außenbau
9.2.2 Innenausstattung
10 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des deutschen Hotelbaus im frühen 20. Jahrhundert im internationalen Kontext und analysiert dessen städtebauliche sowie gesellschaftliche Bedeutung, wobei der Fokus auf dem Vergleich zwischen prunkvollen Palasthotels der Vorkriegszeit und moderneren Industrie- und Handelshotels der Nachkriegsjahre liegt.
6.2.3 Außenbau
Die Charakteristika von Vorkriegs-Stadthotels können an dieser Stelle nur überblicksweise und schlaglichtartig wiedergegeben werden. Als maßgebliches Kennzeichen muss an dieser Stelle jedoch ihre Monumentalität genannt werden. Wie aus der Namensgebung zu schließen ist, resultierte diese aus dem Palast-, bzw. Schlossbau. „Gesteigerter Prunk und großzügige Innenkonzeption sollten der Demonstration von Statur, Reichtum und luxuriösem Lebensstil der zeitweiligen Bewohner dienen.“
Häufig hatte man es bei - freistehenden - Palasthotels mit einem axialsymmetrischen Einflügelbau zu tun. Diese traten, vor allem im urbanen Raum, hauptsächlich als vierflügelige, selten als zweiflügelige Anlagen auf. Bedingt durch die bereits bestehenden Strukturen, waren die Architekten im städtischen Umfeld gezwungen neue Raumlösungen zu finden, die im Folgenden anhand von Einzelbeispielen aufgezeigt, in ihrer Komplexität jedoch im Rahmen dieser Arbeit nicht erfasst werden können.
1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema, erläutert die Relevanz des Hotelbaus als unterschätzte Bauaufgabe und stellt die Forschungsfragen sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit vor.
2 Forschungsstand: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die bestehende wissenschaftliche Literatur und zeigt auf, dass der Hotelbau des frühen 20. Jahrhunderts in Deutschland bisher nur lückenhaft untersucht wurde.
3 Begriffe: Hier werden zentrale Fachbegriffe wie Gasthaus, Stadthotel und die Abgrenzung von Palast-, Grand- und Luxushotels definiert, um eine einheitliche Grundlage für die Arbeit zu schaffen.
4 Die Entwicklung des Hotelbaus: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung des Hotelwesens und des Hotelbaus vom Altertum bis in das frühe 20. Jahrhundert, unter besonderer Berücksichtigung internationaler Einflüsse.
5 Typisierung von Hotelbauten: Hier erfolgt eine Klassifizierung der Hotelbauten nach verschiedenen Kriterien wie Aufenthaltsdauer, Zweck und Standort, um eine systemische Ordnung für die Analyse zu etablieren.
6 Das Stadthotel vor dem Ersten Weltkrieg: Das umfangreichste Kapitel widmet sich detailliert dem Palasthotel als zeitgenössischem Standard, dessen Voraussetzungen, Merkmalen und beispielhaften Bauten wie dem Adlon und dem Atlantic.
7 Exkurs: Vergleich zweier Palasthotels der Architekten Lossow & Kühne: Ein spezifischer Vergleich der Palasthotels Weber in Dresden und Astoria in Leipzig beleuchtet regionale Unterschiede und die Arbeitsweise des Architektenbüros.
8 Das Stadthotel nach dem Ersten Weltkrieg: Die Arbeit analysiert hier den Wandel des Hotelbaus in den 1920er Jahren hin zu funktionaleren Industrie- und Handelshotels am Beispiel von Bauten in Duisburg und Bochum.
9 Exkurs: Hotelbau nach dem Ersten Weltkrieg außerhalb der Großstadt: Dieser Abschnitt untersucht zwei außergewöhnliche Projekte, das Bauhaus-Hotel Haus des Volkes und das Hotel Vierjahreszeiten in Görlitz, die aus der typischen Reihe fallen.
10 Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, resümiert die Entwicklung vom prunkvollen Palasthotel zum funktionalen Industriehotel und beantwortet die zentrale Forschungsfrage.
Hotelbau, Stadthotel, Palasthotel, Hotel Adlon, Hotel Atlantic, Grandhotel, Luxushotel, Architekturgeschichte, Innenarchitektur, Hotelarchitektur, 20. Jahrhundert, Industriebau, Hotelwesen, Fassadengestaltung, Hotel Vierjahreszeiten
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Geschichte und Entwicklung des Stadthotelbaus in Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Die zentralen Themen sind die architektonische Ausformung von Hotels, der Einfluss von Technik und Wirtschaft sowie der Wandel der Hoteltypen vom Palasthotel zum Industrie- und Handelshotel.
Das Ziel ist es, die Rolle des deutschen Hotelbaus im internationalen Kontext aufzuzeigen und die wesentlichen Unterschiede zwischen dem Hotelbau vor und nach dem Ersten Weltkrieg herauszuarbeiten.
Es erfolgt eine vergleichende Analyse ausgewählter Hotelbauten unter Berücksichtigung von Baugeschichte, urbaner Einbindung, Außenarchitektur, Innenausstattung und gesellschaftlicher Bedeutung.
Der Hauptteil gliedert sich in zwei Abschnitte: die Blütezeit des Palasthotelbaus vor 1914 sowie die komplexen Entwicklungen des Industrie- und Handelshotels nach dem Ersten Weltkrieg.
Wichtige Begriffe sind Stadthotel, Palasthotel, Hotel Adlon, Architekturgeschichte, Industriebau, Hotelwesen und moderne Ausstattung.
Die Gründung von Aktiengesellschaften nach der Aktiennovelle von 1871 ermöglichte erst die notwendigen hohen Investitionen für die großflächigen Prachtbauten.
Es stellt eine einzigartige architektonische Ausnahme dar, da es nicht als klassisches Luxus-Stadthotel konzipiert war, sondern als Bauhaus-kulturelles Zentrum eine soziale Funktion erfüllte.
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