Masterarbeit, 2016
151 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Forschungsfrage
1.3 Methodisches Vorgehen
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Begriffsdefinition
2.1 Risiko im Kontext eines Versicherungsunternehmens
2.2 Enterprise Risk Management
2.3 Risikokultur
2.4 Change Management
3 Solvency II
3.1 Zielsetzung von Solvency II
3.2 Chronik von Solvency II
4 Versicherungsmarkt
4.1 Europäischer Versicherungsmarkt
4.1.1 Allgemeines zum europäischen Versicherungsmarkt
4.1.2 Marktstruktur des europäischen Versicherungsmarkts
4.1.3 Investmentportfolio des europäischen Versicherungsmarkts
4.2 Österreichischer Versicherungsmarkt
4.2.1 Allgemeines zum österreichischen Versicherungsmarkt
4.2.2 Marktstruktur des österreichischen Versicherungsmarkts
4.2.3 Investmentportfolio des österreichischen Versicherungsmarkts
5 Die Auswirkungen von Solvency II auf die Aufbau- und Ablauforganisation von Versicherungsunternehmen
5.1 Folgen aus den quantitativen Anforderungen aus Säule 1
5.1.1 Solvency Capital Requiremt (SCR)
5.1.2 Minimum Capital Requirements (MCR)
5.2 Folgen aus den qualitativen Anforderungen aus Säule 2
5.2.1 Schlüsselfunktionen
5.2.2 Outsourcing
5.2.3 Fit & Proper
5.2.4 ORSA
5.2.5 Policies
5.2.6 Prudent Person Principle
5.3 Folgen aus den Meldepflichten aus Säule 3
5.3.1 SFCR und RSR
5.3.2 QRT
5.4 Unternehmensweite Auswirkungen von Solvency II
5.4.1 Kerngeschäftsprozesse
5.4.2 Unterstützende Prozesse
5.4.3 Solvency II Implementierungsprojekt
6 Die Herausforderung des Etablierens einer Risikokultur
6.1 Der Stand der Umsetzung und die Folgen
6.2 Die Rolle einer Risikokultur
6.2.1 Die Notwendigkeit einer Risikokultur
6.2.2 Die Charakteristika einer Risikokultur
6.2.3 Die Ableitung einer Risikokultur unter Solvency II
6.2.4 Das Kulturebenen-Modell nach Edgar Schein
6.3 Hürden beim kulturellen Wandel
7 Die Rolle von Change Management bei der Einführung von Solvency II
7.1 Stand der Forschung
7.1.1 Die Change Kurve
7.1.2 Der klassische Change Prozess
7.2 Change Management Prozess in der Assekuranz
7.3 Change Management Erfolgsdeterminanten
7.3.1 Kommunikation
7.3.2 Leadership
7.3.3 Training
7.3.4 Anreizsysteme
7.3.5 Fortschritt kontrollieren
8 Empirische Untersuchung
8.1 Beschreibung des Forschungsdesigns
8.1.1 Ziel der empirischen Studie
8.1.2 Erläuterung der Erhebungsmethode
8.1.3 Erstellung des Interviewleitfadens
8.1.4 Auswahl der Expertinnen und Experten
8.1.5 Durchführung der Experteninterviews
8.1.6 Erläuterung der Auswertungsmethode der empirischen Erhebung
8.2 Empirische Ergebnisse
8.2.1 Change Management
8.2.2 Kommunikation
8.2.3 Leadership
8.2.4 Zeitmanagement
8.2.5 Kultureller Wandel
8.2.6 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
8.2.7 Stakeholder
8.3 Gegenüberstellung der Ergebnisse aus Empirie und Literaturanalyse
8.3.1 Change Management
8.3.2 Kommunikation
8.3.3 Leadership
8.3.4 Zeitmanagement
8.3.5 Kultureller Wandel
8.3.6 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
9 Conclusio
9.1 Zusammenfassung und Fazit
9.2 Ausblick und prospektive Forschungsfelder
Die Masterarbeit analysiert die notwendigen unternehmensweiten Maßnahmen für Versicherungsunternehmen zur Etablierung eines risikoorientierten Governance-Systems unter den Anforderungen von Solvency II, wobei der Schwerpunkt auf der Anpassung der Organisationsstruktur und der Unternehmenskultur liegt.
6.2.4 Das Kulturebenen-Modell nach Edgar Schein
In den vorigen Unterkapiteln wurde bereits vorangestellt, dass sämtliche formellen Aspekte, wie Policies, die Schaffung der Schlüsselfunktionen oder die Einrichtung neuer Prozesse in ihrer täglichen Umsetzung von der Akzeptanz der Angestellten und somit von der in ihnen verwurzelten, kulturell geprägten Denkweise abhängen.
Die Organisationskultur steuert daher das Handeln einer Organisation. Analog zu Ursache-Wirkungszusammenhängen, ist jedoch nur die Wirkung sichtbar, nicht das Motiv, da die Kultur unter der Oberfläche liegt (Schein, 2004, S. 8).
Im Folgenden soll daher basierend auf dem Kulturebenen-Modell von Edgar Schein Transparenz dahingehend geschaffen werden, wie eine Unternehmens- und damit auch Risikokultur strukturiert ist, worauf Verhaltensweisen basieren und inwiefern sich diese in letzter Instanz steuern lassen.
Im Rahmen seines Modells unterscheidet Schein die drei Kulturebenen Artefakte, kollektive Werte und Grundannahmen (siehe Abb. 11) (Schein, 1999, S. 16).
1 Einleitung: Das einleitende Kapitel führt in das Thema der Anpassung von Versicherungsunternehmen an Solvency II ein und definiert Zielsetzung sowie methodisches Vorgehen der Masterarbeit.
2 Begriffsdefinition: Es werden grundlegende Termini wie Risiko, Enterprise Risk Management, Risikokultur und Change Management definiert, um ein einheitliches Verständnis für die Arbeit zu schaffen.
3 Solvency II: Dieses Kapitel erläutert die Zielsetzung und die chronologische Entwicklung der Solvency II-Regulatorik als EU-weites Aufsichtsregime.
4 Versicherungsmarkt: Hier erfolgt eine Analyse des europäischen sowie des österreichischen Versicherungsmarktes hinsichtlich ihrer Marktstruktur und Investitionstätigkeit.
5 Die Auswirkungen von Solvency II auf die Aufbau- und Ablauforganisation von Versicherungsunternehmen: Das Kapitel analysiert die organisatorischen und prozessualen Konsequenzen der drei Solvency II-Säulen für Versicherer.
6 Die Herausforderung des Etablierens einer Risikokultur: Es wird die Notwendigkeit einer Risikokultur im Kontext der Regulatorik beleuchtet und die praktische Umsetzung sowie Hürden beim kulturellen Wandel untersucht.
7 Die Rolle von Change Management bei der Einführung von Solvency II: Basierend auf theoretischen Modellen wird ein systematischer Change Management-Ansatz für die spezifischen Erfordernisse der Versicherungswirtschaft abgeleitet.
8 Empirische Untersuchung: Dieser Teil beschreibt das Forschungsdesign und präsentiert die Ergebnisse der qualitativen Experteninterviews sowie deren Gegenüberstellung mit der Literatur.
9 Conclusio: Die Masterarbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse, einem Fazit sowie einem Ausblick auf weitere Forschungsfelder.
Change Management, Organisationsentwicklung, Corporate Governance, Risikomanagement, Organisationskultur, Risikokultur, Solvency II, Versicherungsregulatorik, Assekuranz, Fachkräfte, Führung, Unternehmenskultur, Wissensmanagement, Compliance, Transformation.
Die Arbeit untersucht die unternehmensweiten Auswirkungen von Solvency II auf Versicherungsunternehmen, insbesondere im Hinblick auf das Management und die Etablierung eines risikoorientierten Governance-Systems.
Die zentralen Themen umfassen die regulatorischen Anforderungen von Solvency II, die methodische Implementierung von Risikomanagement-Prozessen und die Bedeutung von Change Management und Unternehmenskultur in diesem Wandel.
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, welche Anpassungen in Aufbau- und Ablauforganisation notwendig sind, damit Versicherungsunternehmen die qualitativen Anforderungen von Solvency II erfolgreich in ihre Kultur integrieren können.
Der Autor führt eine qualitative Inhaltsanalyse auf Basis von neun Experteninterviews durch, um die theoretischen Erkenntnisse mit der gelebten Praxis in Versicherungsunternehmen zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Solvency II-Regelwerks, die Analyse von Marktstrukturen, die Auswirkungen auf interne Prozesse und die theoretische Fundierung von Change Management sowie die empirische Validierung durch Experten.
Neben dem zentralen Fokus auf Solvency II sind die Arbeit stark durch die Konzepte der Risikokultur, des Change Managements, des Enterprise Risk Managements und der qualitativen Organisationsanpassung geprägt.
Während die quantitativen Anforderungen (Säule 1) technischer Natur sind, erfordern die qualitativen Anforderungen (Säule 2) tiefgreifende kulturelle Veränderungen, die laut den Experten wesentlich schwerer und zeitintensiver umzusetzen sind.
Die Arbeit betont den „Tone from the Top“ sowie den „Tone in the Middle“, da Führungskräfte als Bindeglied fungieren, die das proklamierte Risikobewusstsein vorleben müssen, um Akzeptanz bei den Mitarbeitenden zu schaffen.
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