Bachelorarbeit, 2016
64 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Begriffsabgrenzung
2.1 Bankenregulierung
2.2 Bankenaufsicht
3. Die zentrale Rolle von Banken in der Volkswirtschaft
3.1 Tätigkeitsfelder
3.2 Funktionen
4. Risiken
5. Rechtfertigung der Bankenregulierung
5.1 Marktversagen
5.2 Identifizierung von sozialen Kosten
5.3 Quantifizierung der Kosten
5.4 Kosten-Nutzen-Analyse
5.5 Zwischenfazit
6. Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht
6.1 Der Weg von Basel-I zu Basel-III
6.2 Bewertung
7. Status quo - Die Basel-III Reformen
7.1 zentraler Kontrahent
7.2 Eigenmittelanforderungen
7.2.1 qualitative Anforderungen
7.2.2 quantitative Anforderungen
7.3 Kapitalerhaltungspuffer
7.4 antizyklische Kapitalerhaltungspuffer
7.5 Kapitalzuschlag für systemrelevante Banken
7.6 Liquiditätskennzahlen
7.6.1 kurzfristige Mindestliquiditätsquote
7.6.2 strukturelle Liquiditätsquote
7.7 Höchstverschuldungsquote
8. Umsetzung
9. Reformbedarf
9.1 Mängel beseitigen - Basel-III vervollständigen
9.1.1 Sonderbehandlung von Staatsanleihen beenden
9.1.2 fehlende Proportionalität beseitigen
9.1.3 Verschärfung der Prozyklizität bekämpfen
9.2 Kritik
9.3 risikorobusterer Ansatz - eine Idee zur bestehenden Norm
9.4 Kosten-Nutzen-Vergleich der Regulierungsansätze
10. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den aktuellen Status quo der Bankenregulierung und analysiert kritisch den Reformbedarf angesichts komplexer werdender Regelwerke. Ziel ist es zu klären, ob die Maßnahmen von Basel-III die Finanzstabilität effektiv gewährleisten oder ob Anpassungs- beziehungsweise Deregulierungsbedarf besteht.
6. Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht
Der Basler Ausschuss für Bankenregulierung (im folgenden Baseler Ausschuss) wurde Ende 1974 von den G10-Staaten als direkte Reaktion auf wirtschaftliche Unruhen, ausgelöst durch die Herstatt-Krise und den Zusammenbruch der Franklin National Bank, gegründet. In beiden Fällen führte die Schließung der Banken zu einer Schädigung von Drittländern, da die Schließungen unkoordiniert und unabhängig von Bankenaufsichten anderer Länder durchgeführt wurde, wodurch die Stabilität der Wirtschaft geschädigt wurde (vgl. Buchmüller, 2008, S.19).
Deswegen hat sich der Baseler Ausschuss zum Ziel gesetzt, die Finanzstabilität durch regelmäßige Tagungen (3 bis 4 mal im Jahr) in Basel zu erhöhen. Durch die internationale Zusammenarbeit der Bankenaufsichten sollen einheitliche Regulierungsstandards, die Analyse von Risiken und die Kontrolle der Einhaltung eben dieser Regulierungsstandards dafür sorgen, dass Schäden für Volkswirtschaften vermieden werden. Dies geschieht in Form von Richtlinien und Empfehlungen, die nicht rechtlich bindend sind. Um rechtlich wirksam zu werden, müssen diese in nationales Recht umgewandelt werden (vgl. www.bis.org).
1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Banken- und Finanzkrise 2007 und deren weitreichende Auswirkungen auf die Realwirtschaft.
2. Begriffsabgrenzung: Notwendige Differenzierung zwischen den im Sprachgebrauch oft synonym verwendeten Begriffen Bankenregulierung und Bankenaufsicht.
3. Die zentrale Rolle von Banken in der Volkswirtschaft: Darstellung der wesentlichen Tätigkeitsfelder und Funktionen wie Intermediationsgeschäft, Fristentransformation und Risikotransformation.
4. Risiken: Kategorisierung der Bankrisiken in operationelle Risiken, Marktpreisrisiken, Kreditrisiken und das systemische Risiko.
5. Rechtfertigung der Bankenregulierung: Ökonomische Begründung staatlicher Eingriffe durch Marktversagen aufgrund von asymmetrischen Informationen und negativen externen Effekten.
6. Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht: Vorstellung des Ausschusses und der historischen Entwicklung von Basel-I über Basel-II bis zur Notwendigkeit neuer Reformen.
7. Status quo - Die Basel-III Reformen: Detaillierte Analyse der neuen Eigenkapitalanforderungen, Liquiditätsstandards, Puffer und der Einführung des zentralen Kontrahenten.
8. Umsetzung: Überblick über die rechtliche Implementierung von Basel-III auf europäischer Ebene durch CRR und CRD IV sowie Fortschrittsberichte.
9. Reformbedarf: Kritische Untersuchung von Mängeln des bestehenden Systems und Diskussion alternativer, risikorobusterer Regulierungsansätze.
10. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Komplexität moderner Regulierung und der offenen Frage nach deren nachhaltigem Erfolg.
Bankenregulierung, Bankenaufsicht, Basel-III, Eigenkapital, Finanzstabilität, Marktversagen, Liquidität, Risikomanagement, Kosten-Nutzen-Analyse, Systemrelevanz, Kapitalpuffer, Prozyklizität, Staatsanleihen, Bankenkrise, Eigenmittelquote
Die Arbeit befasst sich mit der Regulierung des Bankensektors, insbesondere mit dem Status quo unter Basel-III und dem damit verbundenen Reformbedarf zur Sicherung der Finanzstabilität.
Zentrale Themen sind die Notwendigkeit von Bankenregulierung bei Marktversagen, die spezifischen Anforderungen des Basel-III-Regelwerks und die kritische Analyse der ökonomischen Kosten und Nutzen dieser Regulierungen.
Das primäre Ziel ist zu klären, ob die aktuellen Regulierungsmaßnahmen die Stabilität im Finanzsektor gewährleisten oder ob ein Anpassungs- beziehungsweise Deregulierungsbedarf besteht.
Die Arbeit nutzt einen ordnungspolitischen und wohlfahrtsökonomischen Rahmen zur Analyse, kombiniert mit einer Kosten-Nutzen-Analyse und dem Vergleich zwischen risikobasierten und risikorobusteren Ansätzen.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen, die Historie der Basler Ausschüsse, die spezifischen Basel-III-Vorschriften und eine detaillierte Reformdiskussion bezüglich Mängeln wie der Sonderbehandlung von Staatsanleihen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Finanzstabilität, Basel-III, Eigenkapitalquote, Kosten-Nutzen-Analyse, Prozyklizität und Bankenaufsicht charakterisiert.
Die Unterscheidung ist für die Präzision der Analyse entscheidend: Während die Regulierung die Etablierung staatlicher Normen und Vorschriften umfasst, bezieht sich die Aufsicht auf deren dauerhafte Beobachtung und Kontrolle im Sektor.
Die Arbeit kritisiert, dass Staatsanleihen in Landeswährung regulatorisch als risikolos eingestuft werden, was zu einer gefährlichen Konzentration von Staatsanleihen bei Banken und einer engen Koppelung von Banken- und Staatskrisen führt.
Als Alternative wird ein „risikorobusterer Ansatz“ diskutiert, der auf komplexere risikosensitive Berechnungen verzichtet und stattdessen eine deutlich höhere, an den gesamten Vermögenswerten gemessene Eigenmittelquote fordert.
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