Bachelorarbeit, 2016
67 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen der Erlebnispädagogik
2.1 Definition
2.2 Zentrale Grundprinzipien
2.3 Aktionsräume und Zielgruppen
2.4 Zielsetzungen
2.5 Wirkzusammenhänge der Erlebnispädagogik
2.5.1 Transfer und Wirksamkeit
2.5.2 Wirksamkeitsforschung
2.6 Aktualität und gesellschaftliche Relevanz der Erlebnispädagogik
3. Theoretische Grundlagen Tiergestützter Interventionen
3.1 Definitionen, Teilbereiche und strukturelle Voraussetzungen Tiergestützter Interventionen
3.1.1 Exkurs: Therapie oder Pädagogik? – Probleme der begrifflichen Abgrenzung
3.1.2 Arbeitsdefinition: Tiergestützte Interventionen
3.1.3 Voraussetzungen für die Durchführung Tiergestützter Interventionen
3.2 Die Mensch-Tier-Beziehung
3.2.1 Erklärungskonzepte zur Verbundenheit zwischen Mensch und Tier
3.2.2 Kommunikation und Interaktion zwischen Mensch und Tier
3.3 Wirkzusammenhänge Tiergestützter Interventionen
3.3.1 Physische, psychische und kognitive Einwirkungsbereiche Tiergestützter Interventionen
3.3.2 Wirksamkeitsforschung zu Tiergestützten Interventionen
3.4 Aktualität und gesellschaftliche Relevanz Tiergestützter Interventionen
4. Möglichkeiten und Grenzen der Kombination von Erlebnispädagogik und Tiergestützten Interventionen in Theorie und Praxis
4.1 Überblick über den Forschungsstand der vorhandenen Literatur zur Verknüpfung von Erlebnispädagogik und Tiergestützten Interventionen
4.2 Theoretisch-vergleichende Analyse der Strukturmerkmale von Erlebnispädagogik und Tiergestützten Interventionen
4.2.1 Strukturelle Gemeinsamkeiten und Überschneidungsbereiche
4.2.2 Strukturelle Unterschiede und Abgrenzungsmöglichkeiten
4.3 Theoretische Synthese: Tiergestützte Erlebnispädagogik – ein Definitionsversuch
4.4 Schlussfolgerungen für die Praxis Tiergestützter Erlebnispädagogik – Potentiale und Grenzen
4.4.1 Der Erlebnisbauernhof – Ein Praxisbeispiel für Tiergestützte Erlebnispädagogik?
5. Fazit
Die Arbeit untersucht das Potential und die Grenzen einer methodischen Verknüpfung von Erlebnispädagogik und tiergestützten Interventionen. Ziel ist es, eine theoretische Fundierung für den neuartigen Ansatz der „Tiergestützten Erlebnispädagogik“ zu entwickeln, Kriterien für dessen Definition festzulegen und Praxisbeispiele auf ihre Eignung hin zu analysieren.
3.2.2 Kommunikation und Interaktion zwischen Mensch und Tier
Obwohl Menschen und Tiere nicht die gleiche Sprache sprechen, ist es ihnen doch möglich, sich zu verständigen. Auf welche Weise die Kommunikation zwischen Mensch und Tier funktioniert, welche Faktoren die Interaktion beeinflussen und was sie von der zwischenmenschlichen Verständigung unterscheidet, wird im Folgenden erläutert.
Eine häufig herangezogene Theorie zur Beschreibung der Mensch-Tier-Kommunikation, die auf Erhard Olbrich (2003b) zurückgeht, orientiert sich an den Kommunikationsaxiomen von Paul Watzlawick, Jeanet H. Beavin, und Don D. Jackson: In ihren Ausführungen zur menschlichen Kommunikation unterscheiden Watzlawick et al. unter anderem zwischen verbal-digitaler und analog-nonverbaler Kommunikation sowie zwischen Inhalts- und Beziehungsaspekten innerhalb einer Mitteilung (vgl. Watzlawick/Beavin/Jackson 2011, S. 61ff). Die verbal-digitale Kommunikation bezeichnet die Verknüpfung eines Symbols oder Wortes mit einem bestimmten Inhalt oder Gegenstand und dient der Vermittlung von Sachverhalten und Informationen, transportiert also die Inhaltsaspekte einer Mitteilung. Die analoge Verständigung hingegen dient der Vermittlung des Beziehungsaspekts einer Nachricht, verdeutlicht also, wie die Informationen aufzufassen sind. Sie beruht auf nonverbalen Ausdrucksmitteln, wie beispielsweise Gestik, Mimik, aber auch Blickrichtung, Gerüche, Berührungen und die Stimmmodulation.
Während die verbal-digitale Kommunikation als bewusster und kontrollierbarer Prozess gilt, ist es deutlich schwieriger, die oftmals unbewusst gesendeten und teilweise sehr feinen, analogen Kommunikationsanteile zu kontrollieren oder zu verfälschen. In der heutigen technologisierten Gesellschaft, die danach strebt, alle Zusammenhänge rational und wissenschaftlich zu erklären, liegt der Schwerpunkt zwischenmenschlicher Kommunikation auf den digitalen Anteilen. Diese einseitige Betonung der verbal-digitalen Sprache verstärkt die Tendenz, dass analoge Kommunikationsanteile unbewusst und somit unreflektiert gesendet werden, was die zwischenmenschliche Kommunikation erschwert. Ein Beispiel hierfür sind die sogenannten ‚Double-Bind’-Botschaften, also missverständliche Nachrichten, bei denen der digitale Kommunikationsaspekt im Widerspruch zu den analogen Anteilen steht.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die historische Bedeutung der Natur für die kindliche Entwicklung und identifiziert die Erlebnispädagogik sowie tiergestützte Interventionen als Disziplinen, die diese Naturerfahrungen nutzbar machen. Sie führt in die aktuelle Entwicklung der „Tiergestützten Erlebnispädagogik“ ein und formuliert die zentralen Fragestellungen und die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN DER ERLEBNISPÄDAGOGIK: Dieses Kapitel definiert die Erlebnispädagogik als handlungsorientiertes Bildungskonzept und arbeitet zentrale Grundprinzipien wie Handlungsorientierung, Ganzheitlichkeit und Selbststeuerung heraus. Zudem werden die Relevanz der Reflexion und die gesellschaftliche Bedeutung der Erlebnispädagogik vor dem Hintergrund moderner Lebenswelten diskutiert.
3. THEORETISCHE GRUNDLAGEN TIERGESTÜTZTER INTERVENTIONEN: Hier werden Begrifflichkeiten und Teilbereiche wie tiergestützte Pädagogik und Therapie systematisiert, wobei der Mensch-Tier-Beziehung und der tiergestützten Kommunikation eine zentrale Rolle eingeräumt wird. Es folgt eine Analyse der Wirkungsmechanismen auf physischer, psychischer und kognitiver Ebene sowie eine kritische Auseinandersetzung mit dem Forschungsstand.
4. MÖGLICHKEITEN UND GRENZEN DER KOMBINATION VON ERLEBNISPÄDAGOGIK UND TIERGESTÜTZTEN INTERVENTIONEN IN THEORIE UND PRAXIS: Dieser Hauptteil vergleicht die Strukturmerkmale beider Disziplinen, arbeitet Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede heraus und mündet in einem Definitionsversuch der „Tiergestützten Erlebnispädagogik“. Anhand von Praxisbeispielen, insbesondere dem Erlebnisbauernhof, werden Potentiale und Anforderungen an die Qualifikation der Durchführenden untersucht.
5. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Notwendigkeit einer fundierten theoretischen Verortung sowie hoher Professionalitätsstandards für diesen neuen Arbeitszweig. Es unterstreicht, dass eine sachgemäße Kombination der Ansätze große Chancen für Bildungsprozesse bietet, sofern Qualitätssicherung und Sicherheit gewährleistet bleiben.
Erlebnispädagogik, Tiergestützte Interventionen, Tiergestützte Pädagogik, Tiergestützte Therapie, Mensch-Tier-Beziehung, Handlungsorientierung, Ganzheitlichkeit, Selbststeuerung, Transfer, Wirksamkeit, Lebensgestaltungskompetenz, Erlebnisbauernhof, Qualitätssicherung, Naturerfahrung, Interaktion
Die Arbeit untersucht, inwieweit sich die Konzepte der Erlebnispädagogik und der tiergestützten Interventionen sinnvoll in Theorie und Praxis miteinander kombinieren lassen.
Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Grundlagen beider Disziplinen, deren struktureller Vergleichsanalyse und der Anwendung in konkreten Praxisprojekten.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung einer fundierten Definition für den Ansatz der „Tiergestützten Erlebnispädagogik“ und die Herleitung von Kriterien, die dessen Anwendung und Professionalität sicherstellen.
Es wird die Methode der hermeneutischen Analyse angewandt, um die verschiedenen theoretischen Ansätze der Ursprungsdisziplinen zu durchdringen und in einem kombinierten Modell zu synthetisieren.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Synthese, dem Abgleich der Strukturmerkmale beider Disziplinen und der kritischen Bewertung von Praxisbeispielen wie dem Erlebnisbauernhof.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Erlebnispädagogik, tiergestützte Interventionen, Mensch-Tier-Beziehung, Handlungsorientierung, Ganzheitlichkeit und Professionalisierung.
Während in der Erlebnispädagogik das Erlebnis selbst als Bezugspunkt fungiert, steht bei tiergestützten Interventionen das Tier als zentrales Medium zur Erzielung bestimmter Effekte im Fokus.
Der Erlebnisbauernhof dient als konkretes Praxisbeispiel, an dem überprüft wird, inwieweit bestehende Angebote bereits den theoretisch hergeleiteten Kriterien einer „Tiergestützten Erlebnispädagogik“ entsprechen.
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