Bachelorarbeit, 2015
75 Seiten, Note: 2,0
1 EINFÜHRUNG
1.1 PRAKTISCHE UND THEORETISCHE RELEVANZ
1.2 DER AUTOMOBILZULIEFERERMARKT
1.3 ZIELSETZUNG UND AUFBAU DER THESIS
2 STRATEGISCHE BESONDERHEITEN IM B2B
2.1 ABGRENZUNG B2B UND B2C
2.2 ORGANISATIONALE KUNDEN
2.2.1 AKTEURE IM BUYING CENTER
2.2.2 INTERAKTIONSPARADIGMA IM KAUFENTSCHEIDUNGSPROZESS
2.3 STRATEGISCHE UNTERNEHMENSFÜHRUNG
2.3.1 STRATEGIEN UND PERSPEKTIVEN DER ERFOLGSPOTENZIALE
2.3.2 SPEZIFISCHE ERFOLGSPOTENZIALE FÜR AUTOMOBILZULIEFERER
2.4 KLASSIFIZIERUNG VON GESCHÄFTSTYPEN
2.4.1 BESONDERHEITEN IM PRODUKTGESCHÄFT
2.4.2 BESONDERHEITEN IM ANLAGEN- UND PROJEKTGESCHÄFT
2.4.3 BESONDERHEITEN IM SYSTEMGESCHÄFT
2.4.4 BESONDERHEITEN IM ZULIEFERERGESCHÄFT
2.4.5 DER GESCHÄFTSTYPENWECHSEL
3 MAKROANALYSE AUTOMOBILZULIEFERINDUSTRIE
3.1 PESTEL ANALYSE
3.1.1 POLITICAL ANALYSE
3.1.2 ECONOMIC ANALYSE
3.1.3 SOCIAL ANALYSE
3.1.4 TECHNOLOGICAL ANALYSE
3.1.5 ENVIRONMENTAL ANALYSE
3.1.6 LEGAL ANALYSE
3.2 BRANCHENSTRUKTURANALYSE
3.2.1 RIVALITÄT UNTER DEN WETTBEWERBERN
3.2.2 BEDROHUNG DURCH NEUE ANBIETER
3.2.3 VERHANDLUNGSSTÄRKE DER ABNEHMER
3.2.4 VERHANDLUNGSSTÄRKE DER LIEFERANTEN
3.2.5 BEDROHUNG DURCH SUBSITUTE
3.3 ZUSAMMENFASSUNG DER BRANCHENSITUATION
4 DIE AUTOMOBILZULIEFERERINDUSTRIE
4.1 ROBERT BOSCH GMBH
4.2 CONTINENTAL AG
4.3 DENSO CORPORATION
4.4 MAGNA INTERNATIONAL INC.
4.5 HYUNDAI MOBIS CO LTD
4.6 BRIDGESTONE CORPORATION
4.7 ZF FRIEDRICHHAFEN AG INCL. TRW AUTOMOTIVE
4.8 SCHAEFFLER GROUP
5 MIKROANALYSE DER FIRMENKERNKOMPETENZEN
5.1 KERNKOMPETENZEN ELEKTROMOBILITÄT, AUTONOMES FAHREN UND INTERNET OF THINGS
5.2 FINANZPERSPEKTIVE
5.3 SEGMENTIERUNG VON STRATEGISCHEN GESCHÄFTSEINHEITEN UND GESCHÄFTSTYPEN
5.4 INTERNATIONALISIERUNG
5.5 INNOVATIONSPOTENZIAL UND ENTWICKLUNGSKAPAZITÄTEN
5.6 DAS QUALITÄTS-, KOSTEN- UND ZEITPARADIGMA
5.7 OPTIMIERUNGEN IN DER WERTSCHÖPFUNGSKETTE
5.8 PERSONALMANAGEMENT UND KOOPERATIONSMANAGEMENT
5.9 MARKETING UND UNTERNEHMENSBRANDING
6 ZUSAMMENFASSUNG DER STRATEGISCHE SITUATION
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die strategischen Erfolgspotenziale in der Automobilzulieferindustrie zu identifizieren und umfassend zu untersuchen. Auf Basis einer systematischen Analyse der Branchenumwelt sowie der Kernkompetenzen weltweit führender Zulieferunternehmen werden die zukünftigen Herausforderungen erörtert und strategische Handlungsoptionen abgeleitet.
3.1.1 Political Analyse
In der politischen Analyse werden klassischerweise Themen wie Sicherheitsvorgaben, Subventionen, politische Stabilität, Handelshemmnisse sowie Beschränkungen beschrieben. Es werden einige Themen in Abhängigkeit von deren Relevanz, inklusive deren Zusammenhang zu den strategischen Erfolgspotenzialen aufgezeigt.86
Ein zentraler Diskussionspunkt der Volkswirtschaftslehre ist die Globalisierung. Sie hat in all ihren Facetten geringen bis hin zu hohen Einfluss auf die Automobilzulieferindustrie. Weiterhin hat die Dynamik der internationalen Unternehmungen einen hohen Einfluss auf Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien. Kapital- und Managementleistungen müssen zwischen Stammsitzen und weltweiten Standorten ausgeglichen werden. Netzwerkstrukturen auf allen Ebenen sind zu implementieren, um der Koordinationsproblematik entgegen zu wirken. Politische Stabilität und Handelshemmnisse haben vor allem Einfluss auf ausgeglichene globale Produktionsbereiche sowie die dazugehörige Global Sourcing Strategie des Einkaufs.87
Subventionen und politische Ziele beeinflussen die Marktabsatz- und Entwicklungsstrategien. Folglich können politisch motivierte Ziele, wie von Mary Nichols, die Marktabsatzbereiche verschieben. So will Nichols, dass ab 2030 in Kalifornien nur noch Fahrzeuge in den Verkauf gelangen die keinerlei Abgase ausstoßen und damit CO2 neutral sind.88 Die Subvention von Forschungsprojekten und politisch motivierte Ziele anderer Staaten wie China und Deutschland, unterstreichen die Relevanz der Elektromobilität in den nächsten Jahrzehnten.89
Die Vision der Sicherheitsvorgabe „Null Verkehrstote“ von verschiedenen Organisationen und Staaten beflügelt vor allem die Sparte des autonomen Fahrens. Derzeit gibt es noch eine hohe Anzahl offener Themen, die in Interaktion zu politischen, rechtlichen und sozialen Belangen stehen. Das Sicherheitspotenzial automatisierter Fahrzeuge bietet viele strategische Projekte und Kooperationsmöglichkeiten, welche in den nächsten Jahren die Technologieführerschaft ermöglichen können.90
1 EINFÜHRUNG: Dieses Kapitel motiviert die wissenschaftliche Arbeit und stellt die praktische sowie theoretische Relevanz der Analyse des Automobilzulieferermarktes dar.
2 STRATEGISCHE BESONDERHEITEN IM B2B: Hier werden die theoretischen Rahmenbedingungen des Business-to-Business-Marketings erläutert, die spezifisch für die strategische Unternehmensführung von Zulieferern relevant sind.
3 MAKROANALYSE AUTOMOBILZULIEFERINDUSTRIE: Dieses Kapitel widmet sich der systematischen Umweltanalyse der Branche mittels PESTEL-Methodik und Branchenstrukturanalyse nach Porter.
4 DIE AUTOMOBILZULIEFERERINDUSTRIE: Hier werden ausgewählte weltweit führende Unternehmen der Branche detailliert porträtiert und deren Kernkompetenzen sowie Ausrichtung analysiert.
5 MIKROANALYSE DER FIRMENKERNKOMPETENZEN: In diesem Teil erfolgt eine vertiefte Analyse und ein Benchmarking der Kernkompetenzen der betrachteten Unternehmen im Hinblick auf ihre strategischen Erfolgsfaktoren.
6 ZUSAMMENFASSUNG DER STRATEGISCHE SITUATION: Das abschließende Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und bewertet die strategische Situation der Zulieferer unter Berücksichtigung zukünftiger Marktherausforderungen.
Automobilzulieferer, B2B-Marketing, Strategische Erfolgspotenziale, Kernkompetenzen, Branchenstrukturanalyse, PESTEL-Analyse, Elektromobilität, Autonomes Fahren, Internet of Things, Unternehmensstrategie, Innovationsmanagement, Globalisierung, Benchmarking, Wertschöpfungskette, Marktattraktivität
Die Arbeit analysiert die strategischen Erfolgspotenziale in der globalen Automobilzulieferindustrie, indem sie die Branchensituation sowie die Kernkompetenzen der weltweit führenden Akteure detailliert untersucht.
Zentral sind die Bereiche Strategieauslegung im B2B-Umfeld, die Analyse technologischer Megatrends wie Elektromobilität und autonomes Fahren sowie die Bewertung der Wettbewerbsposition führender Konzerne.
Das Ziel ist es, spezifische Alleinstellungsmerkmale und Wettbewerbsvorteile der untersuchten Zulieferunternehmen zu identifizieren und daraus Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche strategische Marktpositionierung abzuleiten.
Die Arbeit stützt sich auf etablierte Managementmethoden wie die PESTEL-Analyse, die Branchenstrukturanalyse (Fünf-Kräfte-Modell nach Porter) sowie ein Benchmarking-Verfahren basierend auf einem Schulnotensystem zur Bewertung der Kernkompetenzen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Makroanalyse der Umweltbedingungen, die Porträtierung von TOP-Unternehmen der Branche und eine detaillierte Mikroanalyse der spezifischen Firmenkernkompetenzen.
Typische Schlüsselbegriffe sind Automobilzulieferindustrie, strategische Erfolgspotenziale, B2B-Marketing, Innovationsführerschaft, Wertschöpfungskette und globale Marktdynamik.
Das autonome Fahren wird als einer der wesentlichen zukünftigen Wachstumstreiber identifiziert, der eine hohe technologische Komplexität aufweist und eine Verschiebung von reiner Hardwarekompetenz hin zu Software- und Systemkompetenz erfordert.
Die Arbeit klassifiziert verschiedene Geschäftstypen, wobei das Produktgeschäft durch Standardisierung und Massenfertigung geprägt ist, während das Systemgeschäft eine stärkere Verbindung von Hard- und Softwarekomponenten sowie eine engere Integration in die Wertschöpfungskette der Automobilhersteller erfordert.
Eine solide Finanzstruktur und eine gute Bonität sind essenziell, da die hohen Forschungs- und Entwicklungskosten für Zukunftstechnologien von den Zulieferern zunehmend eigenständig vorfinanziert werden müssen, ohne die Unterstützung durch die Automobilhersteller (OEMs).
Aufgrund der zunehmenden Systemkomplexität und technologischen Konvergenz sind intelligente Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette notwendig, um Synergieeffekte zu nutzen und Technologieführerschaft in neuen Bereichen aufzubauen.
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