Bachelorarbeit, 2016
60 Seiten, Note: 2,5
1. Einleitung:
1.1 Problemstellung
1.2 Zentrale Fragestellung und Ziel der Untersuchung
1.3 Methodik
1.4 Aufbau der Arbeit
2. Nachhaltigkeit
2.1 Begriffshistorie
2.1.1 Hans-Carl von Carlowitz
2.1.2 OECD
2.1.3 Club of Rome
2.1.4 WCED
2.1.5 UNCED
2.1.6 Kyoto Protokoll
2.1.7 UN Global Compact
2.2 Nachhaltigkeit in den Wirtschaftswissenschaften
2.2.1 Ökonomische Dimension
2.2.2 Ökologische Dimension
2.2.3 Soziale Dimension
2.2.4 Integrationsherausforderung
2.2.5 Triple Bottom Line
2.2.6 Innovation
2.2.7 Corporate Social Responsibility
2.3 Nachhaltigkeit in der Textilbranche
2.3.1 Organisationen
2.3.2 Gütesiegel
2.4 Kapitelzusammenfassung
3. Nachhaltigkeitsberichte Textildiscounter
3.1 Begriffsdefinition Textildiscounter
3.2 Textildiscounter Auswahl
3.3 Definition Nachhaltigkeitsbericht
3.4 Motive Nachhaltigkeitsberichterstattung
3.5 Stakeholder
3.6 Gestaltung Nachhaltigkeitsberichte - Richtlinien
3.7 Kapitelzusammenfassung
4. Analyse der Nachhaltigkeitsberichte
4.1 Methodik - Anwendung und Auswertung
4.1.1 Auswertungsschema
4.2 Analyse Nachhaltigkeitsberichte
4.3 KiK Textilien und Non-Food GmbH
4.3.1 Definition Nachhaltigkeit KiK
4.3.2 Kommunikation Nachhaltigkeit KiK
4.4 Primark Stores Limited
4.4.1 Definition Nachhaltigkeit Primark
4.4.2 Kommunikation Nachhaltigkeit Primark
4.5 H&M Hennes & Mauritz AB
4.5.1 Definition Nachhaltigkeit H&M
4.5.2 Kommunikation Nachhaltigkeit H&M
4.6 Ergebnisdarstellung
4.6.1 Vergleichende Analyse Nachhaltigkeitsberichte
4.6.2 Konformität mit betriebswirtschaftlichen Begriffsverständnis
4.6.3 Konformität historischen Nachhaltigkeitsbegriff
4.7 Kapitelzusammenfassung
5. Schlussbetrachtung
5.1 Zusammenfassung
5.2 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Textildiscounter das Konzept der Nachhaltigkeit definieren und kommunizieren. Ziel ist es zu ergründen, ob diese Definitionen mit dem historischen Verständnis sowie dem betriebswirtschaftlichen Begriffsverständnis im Einklang stehen.
1.1 Problemstellung
Die Thematik der Nachhaltigkeit ist für die Konsumgesellschaft zunehmend von Bedeutung. Bezeichnungen wie Corporate Social Responsibility, Corporate Sustainability und Corporate Responsibility sind nicht erst seit dem Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2008 verstärkt im Bewusstsein der Verbraucher und Unternehmer. Einst erfolgreiche Systemgastronomie-Marktführer verzeichnen Umsatzrückgänge, während kleinere Systemgastronomien, welche Bio-Produkte anbieten, Zuwachs an Gewinne verzeichnen. Von großen Interesse ist diese Thematik auch in der Textilindustrie: Eine Branche welche überwiegend auf irrationaler Bedürfnisbefriedigung beruht, zumal die meisten Konsumenten bereits über ausreichend Textilien verfügen. Durch ständig neue Modeprodukte werden Kaufanreize geschaffen und somit der Absatz progressiv gesteigert. Auf die Spitze treiben dies Textildiscounter, welche durch Fast-Fashion monatliche Kollektionen auf den Markt bringen und den Verbraucher zum Kauf animieren. Spätestens seit des Einsturzes der Rana-Plaza-Fabrik in Bangladesh beschuldigten Verbraucher die Textildiscounter, Waren zu menschenunwürdigen Bedingungen zu produzieren. Die Stimme in der Öffentlichkeit wurde größer und Textildiscounter wurden hinsichtlich des möglichen Imageverlustes, und somit Umsatzverlustes, unter Druck gesetzt. Zudem nimmt die Berichterstattung über Nachhaltigkeit von Unternehmen weiter zu, was der Studie „Survey of Corporate Social Responsibility Reporting“ von KPMG zu entnehmen ist.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung der Nachhaltigkeit in der Textilbranche ein, formuliert die Forschungsfragen und erläutert die methodische Vorgehensweise.
2. Nachhaltigkeit: Hier werden die historische Begriffshistorie und die Einbettung des Nachhaltigkeitsgedankens in die Wirtschaftswissenschaften sowie die Textilbranche detailliert dargestellt.
3. Nachhaltigkeitsberichte Textildiscounter: Dieses Kapitel definiert den Kontext der Nachhaltigkeitsberichterstattung bei Textildiscountern und erläutert die Auswahl der untersuchten Unternehmen sowie relevante Richtlinien.
4. Analyse der Nachhaltigkeitsberichte: Der Hauptteil widmet sich der Anwendung des Auswertungsschemas auf die Berichte von KiK, Primark und H&M und vergleicht die Ergebnisse mit den theoretischen Grundlagen.
5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und ein Fazit zur Praxis der Nachhaltigkeitskommunikation bei Textildiscountern.
Nachhaltigkeit, Corporate Social Responsibility, Textildiscounter, Nachhaltigkeitsberichterstattung, GRI-Richtlinien, Ökonomische Dimension, Ökologische Dimension, Soziale Dimension, Stakeholder, Unternehmensreputation, Fast-Fashion, betriebswirtschaftliches Begriffsverständnis, qualitative Inhaltsanalyse, Handelsmanagement, Transparenz.
Die Arbeit analysiert kritisch, wie Textildiscounter das Thema Nachhaltigkeit verstehen und in ihren Berichten kommunizieren, und prüft deren Konformität mit wissenschaftlichen Definitionen.
Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung des Nachhaltigkeitsbegriffs, die Umsetzung in der Textilindustrie und die qualitative Bewertung von Nachhaltigkeitsberichten anhand von standardisierten Kriterien.
Das Hauptziel ist es zu klären, ob die Nachhaltigkeitskonzepte von Textildiscountern dem betriebswirtschaftlichen Begriffsverständnis entsprechen.
Die Arbeit nutzt die Methode der qualitativen Inhaltsanalyse und ein strukturiertes Auswertungsschema, das auf den GRI-Richtlinien basiert.
Der Hauptteil analysiert die Nachhaltigkeitsberichte der Unternehmen KiK, Primark und H&M aus dem Jahr 2013 detailliert und vergleicht deren Kommunikationspraxis.
Wichtige Begriffe sind Corporate Social Responsibility, Nachhaltigkeitsberichterstattung, Stakeholder-Dialoge, ökologische Effizienz und Textildiscount-Praktiken.
KiK erzielte in der Untersuchung die höchste Gesamtpunktzahl (40 von 49 möglichen Punkten) und schnitt in der Kategorie Kommunikation am besten ab.
Das Jahr 2013 war durch Ereignisse wie den Einsturz der Rana-Plaza-Fabrik geprägt, was den öffentlichen und medialen Druck auf Textildiscounter massiv erhöhte.
Die Analyse zeigt, dass Textildiscounter Nachhaltigkeit sehr einheitlich durch den Einsatz globaler Richtlinien und Standards wie GRI definieren.
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