Diplomarbeit, 2004
92 Seiten, Note: sehr gut
EINLEITUNG
1. GRUNDLAGEN
1.1GESELLSCHAFTLICHE BEDINGUNGEN KINDLICHEN AUFWACHSENS
1.1.1 AUFWACHSEN UNTER VERÄNDERTEN BEDINGUNGEN
1.1.2 LEBENSLAGEN VON KINDER
1.1.3 BENACHTEILIGTE KINDER IN TAGESEINRICHTUNGEN
1.1.4 AUSWIRKUNGEN SOZIALER UNGLEICHHEIT IM KONTEXT SCHULISCHER BILDUNG
1.2 ERZIEHUNGS- UND SOZIALISATIONSINSTANZEN VON KINDERN
1.2.2 DIE FAMILIE ALS ZENTRALE SOZIALISATIONSINSTANZ
1.2.3 KINDERTAGESEINRICHTUNGEN ALS INSTITUTIONEN DER ÖFFENTLICHEN KINDERBETREUUNG
1.2.4 SCHULE ALS LERNORT UND LEBENSWELT
1.3. FRÜHKINDLICHE LERN- UND ENTWICKLUNGSBEDINGUNGEN
1.3.1 PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG UND ENTWICKLUNGSAUFGABEN
1.3.2 NEUROLOGISCHE BEFUNDE ÜBER DAS LERNVERHALTEN VON KINDERN
2. ZUR AKTUELLEN DISKUSSION UM BILDUNG UND ERZIEHUNG IM ELEMENTARBEREICH
2.1 BILDUNG IM ELEMENTARBEREICH
2.1.1 ANNÄHERUNG AN DEN BILDUNGSBEGRIFF
2.1.2 DIE INITIATIVEN DER LÄNDER AM BEISPIEL DES NIEDERSÄCHSISCHEN BILDUNGSPLANS
2.1.3 UNTERSTÜTZUNG VON KINDERN BEIM ÜBERGANG IN DIE GRUNDSCHULE UND DOKUMENTATION DER KINDLICHEN BILDUNGSPROZESSE
2.1.4 STANDPUNKTE ZUR BILDUNGSDEBATTE
2.2 QUALITÄT VON KINDERTAGESEINRICHTUNGEN
2.2.1 WAS QUALITÄT IN KINDERTAGESEINRICHTUNGEN BEDEUTET
2.2.2 PÄDAGOGISCHE QUALITÄT IN KINDERGÄRTEN
2.2.3 STANDPUNKTE ZUR QUALITÄTSDEBATTE
2.3 DIE PROFESSIONALISIERUNG DES FACHPERSONALS- EIN SCHLÜSSELTHEMA IN DER DEBATTE UM BILDUNG UND QUALITÄT
2.3.1 ZUR PERSONALSITUATION IN DEN KINDERGÄRTEN
2.3.2 VERÄNDERTE ANFORDERUNGEN AN DEN ERZIEHERINNENBERUF
2.3.3 STANDPUNKTE ZUR PERSONALDEBATTE
2.4 DER ERZIEHUNGSAUFTRAG VON KINDERTAGESEINRICHTUNGEN ALS EINRICHTUNGEN DER KINDER- UND JUGENDHILFE
2.4.1 ERZIEHUNG, BILDUNG UND BETREUUNG ALS AUFGABENFELD DER KINDER- UND JUGENDHILFE?
2.4.2 FINANZIERUNG VON KINDERTAGESEINRICHTUNGEN
2.4.3 ZUR AKTUELLEN DEBATTE UM DIE GESETZLICHE VERANKERUNG VON KINDERTAGESEINRICHTUNGEN
3. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
3.1. AUSWIRKUNGEN UND PERSPEKTIVEN DER AKTUELLEN DEBATTE AM BEISPIEL NIEDERSACHSENS SOWIE DER NIEDERSÄCHSISCHEN LANDESHAUPTSTADT HANNOVER
3.2 ZUSAMMENFASUNG UND PERSPEKTIVEN
3.3 SCHLUSSWORTE
Die Arbeit untersucht die aktuelle Diskussion um Bildungs- und Erziehungsfragen im Elementarbereich. Das primäre Ziel ist es, den Beitrag von Kindertageseinrichtungen zur Verbesserung von Entwicklungs- und Bildungschancen von Kindern zu analysieren, insbesondere vor dem Hintergrund sozialer Ungleichheiten und aktueller bildungspolitischer Debatten in Deutschland.
1.1.1 AUFWACHSEN UNTER VERÄNDERTEN BEDINGUNGEN
Die sozialen und technischen Veränderungen des gerade vergangenen Jahrhunderts haben viele Veränderungen für das Aufwachsen von Kindern mit sich gebracht. Insbesondere die zunehmende Individualisierung eröffnet schon den Kindern neue Chancen, etwa im Bereich von Selbstbestimmung, Teilhabe an der Kinderkultur und im Konsum – und Medienbereich, stellt aber auch neue Anforderungen hinsichtlich Orientierung und Selbstverortung sowie der Lebensbewältigung (Münchmeier 2001: 119 ff).
Dabei scheint sich die Schere zwischen begünstigten und benachteiligten Lebenslagen momentan weiter zu öffnen. Kindern und Jugendlichen aus besser gestellten Familien gelingt es demnach entschieden häufiger mit den vielfältigen Optionen und Veränderungen umzugehen und ihr Leben den eigenen Bedürfnissen entsprechend zu gestalten. Diejenigen, die unter schlechten sozioökonomischen Verhältnissen aufwachsen, werden häufiger zu Individualisierungsverlierern.
Innerhalb der Familien entwickeln sich neben dem Fortbestehen traditioneller Lebensmuster plurale Formen des Zusammenlebens (in der Regel kleinere Familien, kinderlose Paare, nicht-eheliche Lebensgemeinschaften, Patchwork- Familien etc.). Viele Kinder wachsen in heterogenen kulturellen Werte- und Normsystemen auf. Dadurch können Schwierigkeiten, vor allem bei der Sprachentwicklung und hinsichtlich der Selbstverortung im Aufwachsen zwischen Heimat- und Mehrheitskultur entstehen.
1. GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel erläutert die gesellschaftlichen und institutionellen Entwicklungsbedingungen sowie die Bedeutung der Familie, der Kindertagesbetreuung und der Schule für die Sozialisation von Kindern.
2. ZUR AKTUELLEN DISKUSSION UM BILDUNG UND ERZIEHUNG IM ELEMENTARBEREICH: Der Hauptteil analysiert die aktuelle Bildungsdebatte, Bildungspläne, die Qualität von Einrichtungen sowie die Professionalisierung des Personals und die gesetzliche Verankerung der Kindertageseinrichtungen.
3. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Hier werden die Ergebnisse der Debatte am Beispiel Niedersachsens und Hannovers zusammengefasst und Perspektiven für eine zukunftsfähige Gestaltung von Bildung und Betreuung aufgezeigt.
Bildung, Erziehung, Kindertageseinrichtungen, Elementarbereich, Qualität, Sozialisation, Benachteiligung, PISA-Studie, Professionalisierung, ErzieherInnen, Bildungsplan, Kinder- und Jugendhilfe, Sprachförderung, individuelle Förderung, Kindesentwicklung
Die Diplomarbeit widmet sich einer systematischen Analyse der Bildungs- und Erziehungsdiskussion im Elementarbereich unter Berücksichtigung struktureller und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.
Im Fokus stehen der Wandel von Kindheit, die Bildungsdisparitäten, die Qualitätsentwicklung in Kindertageseinrichtungen, die Professionalisierung des Fachpersonals und der gesetzliche Erziehungsauftrag.
Das Ziel ist die Untersuchung, inwieweit Kindertageseinrichtungen Entwicklungs- und Bildungschancen für Kinder verbessern können, wobei besonders Kinder aus benachteiligten Lebenslagen berücksichtigt werden.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, der Auswertung aktueller Forschungsergebnisse sowie einer exemplarischen Untersuchung der Situation in Niedersachsen und Hannover.
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Bildung und Qualität im Elementarbereich, der Implementierung von Bildungsplänen und der kritischen Auseinandersetzung mit der Professionalisierung des Personals.
Wesentliche Begriffe sind Bildungsqualität, Erziehungspartnerschaft, soziale Ungleichheit, Professionalisierung, Bildungspläne und Frühförderung.
Der Autor hinterfragt den Bildungsbegriff, da er fürchtet, er könnte als ökonomische Worthülse dienen, anstatt die kindorientierte, ganzheitliche Förderung in den Mittelpunkt zu stellen.
Die Personalqualifikation gilt als Schlüssel zur pädagogischen Qualität; der Autor diskutiert kritisch die Vor- und Nachteile einer Akademisierung versus einer Stärkung der fachschulischen Ausbildung.
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