Bachelorarbeit, 2016
83 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung in die Thematik
2. Theoretische Grundlagen & Definitionen
2.1. Wesen und Tätigkeit der Private-Equity-Gesellschaften
2.2. Begriff, Phasen und Faktoren einer Unternehmenskrise
3. Praktikable Maßnahmen zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Rentabilität bei Krisenunternehmen
3.1. Leistungswirtschaftliche Maßnahmen
3.1.1. Bereich Forschung & Entwicklung
3.1.1.1. Neuausrichtung des Projektportfolios
3.1.1.2. Verbesserung der Kundenorientierung
3.1.1.3. Genauere Beachtung der Herstellkosten
3.1.1.4. Verbesserung des Projektmanagements
3.1.1.5. Neuplanung / Optimierung des Budgets
3.1.2. Bereich Einkauf resp. Beschaffung
3.1.2.1. Beschaffung von günstigeren Substitutionsmaterialien
3.1.2.2. Verhandlung mit Lieferanten (Preis / Zahlungsmodalitäten)
3.1.2.3. Fremdbezug von Teilen, die früher eigenständig produziert und von Leistungen, die früher im Betrieb erbracht wurden
3.1.2.4. Beschaffung in Niedriglohnländern (engl. „LCC-Sourcing“)
3.1.2.5. Bildung firmenübergreifender Einkaufspartnerschaften
3.1.3. Bereich Produktion und Logistik
3.1.3.1. Reduktion der Materialeinsatzmenge
3.1.3.2. Verbesserung der Gesamtanlageneffektivität
3.1.3.3. Verringerung der Material- / Warenbestände
3.1.3.4. Reduktion der Maschinenleerkapazitäten
3.1.4. Bereich Marketing und Vertrieb
3.1.4.1. Verbesserung der Kundenbeziehungen
3.1.4.2. Einforderung der Kundenunterstützung
3.1.4.3. (Zeitlich begrenzte) Preiserhöhungen
3.1.4.4. Neukundengewinnungsprogramme
3.1.4.5. Bereinigung des Produktportfolios
3.1.5. Bereich Informationstechnologie
3.1.5.1. Optimierung der Kommunikation mit dem Umfeld
3.1.5.2. Rationalisierung des Geräte- und Softwarebestands
3.1.5.3. Transformation des IT-Bereichs in ein Profit Center
3.1.5.4. Verbesserung des Projektmanagements
3.2. Personalwirtschaftliche Maßnahmen
3.2.1. Reduzierung der Arbeitsmenge
3.2.2. Änderung finanzieller Bedingungen
3.2.3. Einführung des Neueinstellungstopps
3.2.4. Beendigung von Arbeitsverhältnissen
3.3. Finanzwirtschaftliche Maßnahmen
3.3.1. Veräußerung des Anlagevermögens
3.3.2. Sale-and-lease-back-Transaktionen
3.3.3. Erhandeln des Forderungsverzichts
3.3.4. Optimierung der Fälligkeitsstruktur
4. Praxis-Check mit Fallstudien-Untersuchung
4.1. Teutonia (Babywagenproduzent)
4.2. Arquana (Druckereigruppe)
5. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, wie Private-Equity-Gesellschaften durch gezielte operative und finanzielle Maßnahmen die wirtschaftliche Rentabilität und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in Krisensituationen wiederherstellen können, um durch anschließende Wertsteigerung einen erfolgreichen Exit zu ermöglichen.
3.1.1.1 Neuausrichtung des Projektportfolios
Forschung und Entwicklung ist für die Wettbewerbsfähigkeit einer Firma oftmals von entscheidender Bedeutung. Dennoch werden nicht alle in der Praxis betriebenen F&E-Aktivitäten sinnvoll resp. vielversprechend sein. Im Rahmen eines Restrukturierungsprogramms sollte daher eine detaillierte Überprüfung sowie ggf. Neuausrichtung des Projektportfolios erfolgen. Dabei gilt es zu berücksichtigen, mit welchen Produkten bzw. Technologien das Unternehmen in den nächsten Jahren am Markt bestehen möchte. Nur wenn ein F&E-Projekt für die angestrebte strategische Positionierung wirklich relevant und aussichtsreich ist, wird es fortgesetzt. Alle sonstigen, nachrangigen F&E-Aktivitäten sind dagegen zu beenden. Falls bei einem der Projekte sehr große Entscheidungsunsicherheit bzgl. “weitermachen“ oder „aufgeben“ besteht, sollte jenes pausiert und später (eventuell) reaktiviert werden. Diese systematische Vorgehensweise bietet sich an, um einen unnötigen Geldmittelabfluss zu vermeiden.
1. Einführung in die Thematik: Die Arbeit beleuchtet den hohen volkswirtschaftlichen Schaden durch Unternehmenskrisen und identifiziert Private-Equity-Gesellschaften als Turnaround-Investoren, die defizitären Betrieben durch aktives Management zur Wende verhelfen.
2. Theoretische Grundlagen & Definitionen: Dieses Kapitel definiert den Begriff "Private Equity", erläutert das Geschäftsmodell dieser Investoren und beschreibt typische Krisenphasen sowie deren Ursachen, um ein fundiertes Verständnis für Restrukturierungsprozesse zu schaffen.
3. Praktikable Maßnahmen zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Rentabilität bei Krisenunternehmen: Der Hauptteil gliedert sich in leistungswirtschaftliche, personalwirtschaftliche und finanzwirtschaftliche Maßnahmen, die das Ziel haben, Rentabilität und Wettbewerbsfähigkeit durch operative Optimierung und Kostensenkung nachhaltig wiederherzustellen.
4. Praxis-Check mit Fallstudien-Untersuchung: Hier wird die Wirksamkeit der zuvor beschriebenen Methoden anhand der zwei Unternehmen Teutonia und Arquana analysiert, wobei ein erfolgreiches Restrukturierungsbeispiel einem negativen Fall gegenübergestellt wird.
5. Schlussbetrachtung: Das Fazit resümiert, dass jede Krise durch ein systematisches Restrukturierungsprogramm bewältigt werden kann, sofern die Geschäftsführung frühzeitig passende Gegenmaßnahmen ergreift und bei Bedarf auf die Expertise spezialisierter Investoren zurückgreift.
Private Equity, Restrukturierung, Unternehmenskrise, Turnaround, Rentabilität, Wettbewerbsfähigkeit, Kostenmanagement, Liquiditätssicherung, Projektportfolio, Prozessoptimierung, Unternehmenssanierung, Betriebswirtschaftslehre, Sanierungsmanagement, Wertsteigerung, Fallstudien
Die Arbeit analysiert, wie spezialisierte Beteiligungsgesellschaften (Private-Equity-Gesellschaften) notleidende Unternehmen durch strukturierte Sanierungsmaßnahmen in die Gewinnzone zurückführen.
Der Fokus liegt auf leistungswirtschaftlichen, personalwirtschaftlichen und finanzwirtschaftlichen Restrukturierungsinstrumenten sowie deren praktische Anwendung in der Unternehmenssanierung.
Das Ziel ist ein wissenschaftlich fundierter Überblick darüber, wie Private-Equity-Gesellschaften die Rentabilität und Wettbewerbsfähigkeit bei defizitären Firmen erfolgreich wiederherstellen.
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse zur Herleitung der Restrukturierungsmethoden und führt ergänzend einen Praxis-Check durch die Untersuchung zweier Fallstudien (Teutonia und Arquana) durch.
Im Hauptteil werden detaillierte Maßnahmen in Bereichen wie Forschung & Entwicklung, Einkauf, Produktion, Marketing, Personal und Finanzen erläutert, um operative Exzellenz und Liquidität zu sichern.
Die Kernbegriffe sind Private Equity, Restrukturierung, Turnaround, Krisenmanagement, Rentabilität und Sanierung.
Die Fallstudie zeigt auf, dass bei Teutonia die Restrukturierung erfolgreich verlief und zu einer signifikanten Wertsteigerung führte, während bei der Arquana-Gruppe die Buy-and-Build-Strategie scheiterte und in die Insolvenz mündete.
Die Umwandlung in ein Profit-Center schafft Transparenz über IT-Kosten und ermöglicht durch einen Servicekatalog die leistungsgerechte Zuordnung, was die Produktivität messbar macht.
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