Bachelorarbeit, 2016
44 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. „Subjective memory complaints“
2.1 Definition
2.2 Geschichte und Begriff
2.3 Betroffene und Art der Beschwerden
2.4 Ermittlung von SMC
2.4.1 Memory Complaint Questionnaire (MAC-Q)
2.4.2 SMC-Scale: Schmand et al. (1996):
2.5 Prävalenz
2.6 Neurologische Hintergründe
3. Verbindung mit tatsächlicher Gedächtnisleistung
4. Verbindungen mit MCI und Alzheimer-Demenz
5. Verbindung zu Depressionen:
5.1 Zusammenhang zwischen Depression & AD: Reviewstudie
6. Diskussion:
6.1 Operationalisierung / Definition
6.2 Ermittlung
6.3 Prädiktive Qualität von SMC
6.4 Objektive Leistung, MCI und AD
6.5 Ausblick für SMC
6.6 Depressionen
Diese Bachelorarbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen subjektiven Gedächtnisbeschwerden (Subjective Memory Complaints, kurz SMC) und objektiver kognitiver Leistung sowie deren potenzielle Rolle als Frühindikatoren für Alzheimer-Demenz und Depressionen. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welche Verbindung existiert zwischen Subjective Memory Complaints und objektiver Gedächtnisleistung, Alzheimer und Depressionen?“
2.4.1 Memory Complaint Questionnaire (MAC-Q)
Der MAC-S ist ein laut den Autoren gut validierter Selbstberichts-Gedächtnistest, bestehend aus 42 Items. Fragen nach der Gedächtniseinschätzung im Vergleich zu anderen Menschen und nach der Verschlechterung in den letzten Jahren werden gestellt, die in Likert-Skalen zu beantworten sind („keine“ bis „starke Verschlechterung“). Die jeweilig eigene Gedächtnisverschlechterung wird in dieser Befragung festgestellt mit Hilfe der subjektiven Einschätzung, über die eine Testperson berichtet. Die objektive Beeinträchtigung des Gedächtnisses wird dabei nicht gemessen. Der Test besteht aus 21 Ability-Items und 24 Frequency-Items.
Eine kürzere Fassung, um (altersbezogenen) Gedächtnisverfall zu messen, ist der Memory Complaint Questionnaire (MAC-Q) (Crook, Feher, & Larrabee, 1992). Dieser Fragebogen besteht aus sechs Fragen, die auf die Detektion einer Verschlechterung der Gedächtnisfähigkeit abzielen, unter anderem enthält er auch die Frage, wie ein Proband seine aktuelle Gedächtnisfähigkeit im Vergleich zur Schulzeit einschätzt. Der Fragebogen soll AAMI erfassen, indem er Fragen zur subjektiven Selbsteinschätzung des Gedächtnisses stellt.
Beim MAC-Q geht es um nur sechs Fragen, bei denen ein Score ermittelt wird, der die Schwere der Memory Complaints feststellen soll. Untersuchungen ergaben, dass der The MAC-Q der jeweilige affektive Zustand eines Probanden das Testergebnis stark beeinflusst (M. Reid et al., 2012). Die Gedächtnisleistung hänge jedoch damit nur schwach zusammen. Die Forscher folgern daher, er sei nicht nützlich als ein spezifisches Instrument zur Ermittlung von SMC bei der Allgemeinbevölkerung.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Gedächtnisprobleme im Alter und Darstellung der demografischen Relevanz von Alzheimer-Demenz.
2. „Subjective memory complaints“: Definition des Begriffs SMC, historische Einordnung, Beschreibung der Betroffenen sowie Darstellung gängiger Ermittlungsmethoden wie MAC-Q und SMC-Scale.
3. Verbindung mit tatsächlicher Gedächtnisleistung: Analyse des wissenschaftlichen Diskurses über den Zusammenhang zwischen subjektiv empfundener Vergesslichkeit und tatsächlicher objektiver kognitiver Leistung.
4. Verbindungen mit MCI und Alzheimer-Demenz: Untersuchung, ob SMC als Prädromalsymptom dienen können, um eine beginnende Alzheimer-Demenz oder ein Mild Cognitive Impairment frühzeitig zu erkennen.
5. Verbindung zu Depressionen:: Erörterung des engen Zusammenhangs zwischen depressiver Stimmung, pessimistischer Selbsteinschätzung und dem Äußern von Gedächtnisbeschwerden.
6. Diskussion:: Kritische Reflektion der Ergebnisse zur Operationalisierung, Ermittlung, Validität und Zukunftsperspektive von SMC in der klinischen Praxis.
Subjective Memory Complaints, SMC, Alzheimer-Demenz, Depressionen, Gedächtnisleistung, Mild Cognitive Impairment, MCI, Subjective Cognitive Decline, Früherkennung, Biomarker, Neurodegeneration, Gedächtnisbeschwerden, Alterspsychologie, Selbsteinschätzung, Diagnostik
Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der „Subjective Memory Complaints“ (SMC), also subjektiven Gedächtnisbeschwerden bei Menschen, und deren klinischer Relevanz im Hinblick auf Demenzerkrankungen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition und Messbarkeit von SMC, dem Zusammenhang mit objektiven kognitiven Testleistungen sowie der Abgrenzung zu Depressionen und neurodegenerativen Prozessen.
Das Ziel ist es zu klären, inwieweit SMC ein valider Indikator für Alzheimer-Demenz sind oder ob sie primär durch andere Faktoren wie depressive Verstimmungen beeinflusst werden.
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die verschiedene klinische Studien und Review-Arbeiten zum Thema SMC vergleicht und synthetisiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Begriffs, die Analyse von Zusammenhängen mit objektiver kognitiver Leistung, die Rolle bei der Diagnose von Alzheimer und MCI sowie die kritische Auseinandersetzung mit der Depression als Störvariable.
Zentrale Begriffe sind Subjective Memory Complaints (SMC), Alzheimer-Demenz, Mild Cognitive Impairment (MCI), Depression, kognitive Leistungsfähigkeit und die Suche nach einer einheitlichen Operationalisierung.
Nein, der Autor verdeutlicht, dass die aktuelle Forschung unter dem Begriff SMC sehr unterschiedliche Konstrukte zusammenfasst, was die Vergleichbarkeit von Studien erschwert.
Depressionen korrelieren stark mit dem Äußern von Gedächtnisproblemen. Dabei ist oft unklar, ob die Betroffenen tatsächlich kognitive Defizite haben oder ob eine pessimistische Grundstimmung und erhöhte Besorgtheit zu einer negativen Selbsteinschätzung führen.
Der Autor rät dazu, SMC nur unter kontrollierten Bedingungen (z.B. Ausschluss von Depressionen) zu nutzen, da andernfalls unnötige Ängste bei Patienten geschürt werden könnten.
Der Autor plädiert für eine einheitliche Terminologie, vorzugsweise den Begriff "Subjective Cognitive Decline", sowie für die Entwicklung valider, standardisierter Fragebögen, die eine klare Abgrenzung zu depressiven Symptomen erlauben.
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