Bachelorarbeit, 2016
78 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Poetry Slam – interkulturell?
1.2 Forschungsstand
2 Die Poetry-Slam-Szenen in Deutschland und Frankreich im Vergleich
2.1 Zu den Begriffen Kultur, Land und Sprache
2.2 Vergleich der literarischen Bewegung Slam und des Veranstaltungsformats Poetry Slam
2.2.1 Slam als demokratisches Handeln
2.2.1.1 Offenheit und Toleranz als Maximen der Slamily
2.2.1.2 Freie Meinungsäußerung und Sprachrohrfunktion
2.2.1.3 Slam als Bindeglied zwischen Elite- und Populärkultur
2.2.1.4 Abschließender Vergleich
2.2.2 Slam als Parallelentwicklung zu Individualisierungsprozessen in modernen Gesellschaften
2.2.2.1 Authentizität
2.2.2.2 Oralität
2.2.2.3 Emotionalität
2.2.3 Die Performance
2.2.3.1 Nonverbale und paraverbale Kommunikation
2.2.3.2 Interaktivität
2.2.3.3 Wettbewerb
2.3 Vergleich des literarischen Genres Slam Poetry
2.3.1 Gegenüberstellung der Genre-Definitionen
2.3.2 Inhaltliche Merkmale deutscher und französischer Slam Poetry
2.3.2.1 Thematische Schwerpunkte
2.3.2.2 Humoristische Texte
2.3.3 Stilistische Merkmale deutscher und französischer Slam Poetry
2.3.3.1 Kürze
2.3.3.2 Wortschatz
2.3.3.3 Rhetorische Stilmittel
2.3.3.4 Lautpoesie
3 Eignung des Slams für deutsch-französische Literaturveranstaltungen
3.1 Definition des Begriffs „interkulturell“
3.2 Textexterne Faktoren der literarischen Bewegung Slam und des Veranstaltungsformats Poetry Slam
3.2.1 Slam als demokratisches Handeln
3.2.1.1 Offenheit und Toleranz als Maximen der Slamily
3.2.1.2 Freie Meinungsäußerung und Sprachrohrfunktion
3.2.1.3 Slam als Bindeglied zwischen Elite- und Populärkultur
3.2.2 Slam als Parallelentwicklung zu Individualisierungsprozessen in modernen Gesellschaften
3.2.2.1 Authentizität
3.2.2.2 Oralität
3.2.2.3 Emotionalität
3.2.3 Die Performance
3.2.3.1 Nonverbale und paraverbale Kommunikation
3.2.3.2 Interaktivität
3.2.3.3 Wettbewerb
3.3 Textimmanente Faktoren des literarischen Genres Slam Poetry
3.3.1 Inhaltliche Faktoren
3.3.1.1 Thematische Schwerpunkte
3.3.1.2 Humoristische Texte
3.3.2 Stilistische Faktoren
3.3.2.1 Kürze
3.3.2.2 Wortschatz
3.3.2.3 Rhetorische Stilmittel
3.3.2.4 Lautpoesie
4 Schluss
4.1 Zusammenfassung
4.2 Ausblick
5 Anhang: Grundlegendes zum Slam
5.1 Geschichte
5.1.1 Die Entstehung des Slams in den USA
5.1.2 Die historische Entwicklung des Slams in Deutschland und Frankreich
5.2 Regeln und Formate
5.2.1 Regeln und Formate in Deutschland
5.2.2 Regeln und Formate in Frankreich
5.2.3 Abschließender Vergleich: Frankreichs Tendenz zur produktiven Rezeption von Kulturimporten
Die Arbeit erörtert das Potenzial des Poetry Slam als interkulturelle Kunstform und didaktisches Transfermodell am Beispiel Deutschlands und Frankreichs, wobei die Schwierigkeiten und Chancen in einem kontrastiven Vergleich analysiert werden.
2.2.1.1 Offenheit und Toleranz als Maximen der Slamily
Poetry Slam Incorporated, die „non-profit organization charged with overseeing the international coalition of poetry slams“, die unter anderem auch den National Poetry Slam in den USA organisiert, verabschiedete am 1. April 2000 das sogenannte „Equal Opportunity Statement“, das „zertifizierte“ Veranstalter zu zehn Grundsätzen verpflichtet. Der erste lautet:
[The SlamMaster and/or his assigns agree to] provide a poetry event which is open to all people regardless of race, color, gender, sexual orientation, lifestyle, class, national origin, religion, ethnicity, age, or disability.
Die Ernsthaftigkeit, mit der die Slam-Bewegung Offenheit und Toleranz als ihre Maximen proklamiert, verdeutlicht, dass es beim Poetry Slam nicht ausschließlich um das Produzieren und Rezipieren von Literatur geht. Vielmehr will der Slam eine Gemeinschaft gründen, die Menschen die Möglichkeit gibt, sich in freundlicher, ja familiärer Atmosphäre frei zu äußern und künstlerisch auszudrücken. Die Fédération Française de Slam Poésie verkündet in gleicher Weise für den von ihr organisierten Grand Slam National:
Tout participant, peu importe son sexe, son âge, sa couleur, sa religion, ses opinions, ses préférences sexuelles, son apparence, sera un poète actif et vivant.
Backmann geht so weit, von einer „regelrechte[n] Mythisierung der Gemeinschaft innerhalb der [französischen] Bewegung“ zu sprechen. In diesem Kapitel soll zunächst der demographischen Struktur der deutschen sowie der französischen Slamily auf den Grund gegangen werden, um mögliche Divergenzen aufzudecken. Eine vielschichtigere Darstellung des Selbstverständnisses der Slammer und ihrer kollektiven Identität kann im Folgenden Aufschluss über die praktische Anwendung besagter Maximen geben.
1 Einleitung: Die Arbeit stellt Poetry Slam als interkulturelle Kunstform vor und rechtfertigt die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Betrachtung der Slam-Bewegung für interkulturelle Begegnungen.
2 Die Poetry-Slam-Szenen in Deutschland und Frankreich im Vergleich: Dieses Hauptkapitel analysiert die soziologischen Funktionen und Unterschiede der deutschen und französischen Slam-Szenen, insbesondere in Bezug auf Demokratieverständnis, Performance und Wettbewerb.
3 Eignung des Slams für deutsch-französische Literaturveranstaltungen: Das Kapitel untersucht die didaktischen Potenziale des Poetry Slams im interkulturellen Kontext und bewertet Faktoren wie Authentizität, Oralität und Sprachrohrfunktion für die interkulturelle Arbeit.
4 Schluss: Die Arbeit fasst die soziologischen und didaktischen Funktionen des Slams zusammen und gibt einen Ausblick auf die Weiterentwicklung als interkulturelles Transfermodell.
5 Anhang: Grundlegendes zum Slam: Der Anhang bietet einen Überblick über die Geschichte des Poetry Slams, seine Entstehung und die in Deutschland und Frankreich vorherrschenden Regeln und Formate.
Poetry Slam, Interkulturalität, Deutschland, Frankreich, Slam Poetry, Performance, Authentizität, Oralität, Sprachrohrfunktion, Literaturvermittlung, interkulturelles Lernen, demokratisches Handeln, Wettbewerb, Vergleichsanalyse, Sprachbarriere.
Die Arbeit untersucht, ob und wie Poetry Slam als interkulturelle Kunstform und didaktisches Instrument eingesetzt werden kann, um deutsch-französische Begegnungen zu fördern.
Zu den zentralen Themen gehören die soziologischen Funktionen des Slams, der Vergleich der Szenen in Deutschland und Frankreich, die Bedeutung der Performance sowie die Rolle der Sprachbarrieren.
Das Ziel ist es, das interkulturelle Potenzial des Poetry Slams zu erforschen und dabei die Schwierigkeiten (wie sprachliche Divergenzen) gegenüber den demokratischen und verbindenden Aspekten der Bewegung abzuwägen.
Die Arbeit stützt sich auf eine vergleichende Analyse soziologischer und literaturwissenschaftlicher Fachliteratur sowie die Auswertung von empirischen Textkorpora und qualitativen Ansätzen der Slam-Szenen beider Länder.
Im Hauptteil werden die soziologischen Funktionen des Slams wie Demokratisierung, Individualisierungsprozesse und die Interaktivität zwischen Poet und Publikum detailliert analysiert und auf ihre interkulturelle Eignung hin geprüft.
Poetry Slam, Interkulturalität, Deutschland, Frankreich, Performance, Authentizität und Sprachrohrfunktion.
Während der Wettbewerb in Deutschland als demokratisierendes Prinzip und konstitutives Element geschätzt wird, lehnen ihn französische Akteure teilweise ab, da sie ihn als elitär empfinden und den Fokus stärker auf das gemeinschaftliche Erlebnis legen.
Lautpoesie bietet ein neutrales, nicht-semantisches Medium, das es ermöglicht, Sprachbarrieren zu umgehen und somit ein tieferes Verständnis zwischen Kulturen zu schaffen, ohne von festgefahrenen sprachlichen Deutungsmustern abhängig zu sein.
Die „Slamily“ als Gemeinschaft schafft einen Rahmen für respektvollen Austausch, in dem durch offene Formate und gemeinsame ästhetische Erfahrungen Vorurteile abgebaut werden können.
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