Bachelorarbeit, 2013
36 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Der Shareholder-Aktivismus
2.1 Shareholder-Aktivisten
2.1.1 Traditionelle institutionelle Anleger
2.1.2 Alternative Investments
2.2 Voraussetzungen verschiedener Aktivisten im Vergleich
2.3 Eigenschaften der attackierten Unternehmen
2.4 Zielformulierung bei Hedgefonds-Aktivismus
2.5 Strategien aktivistischer Hedgefonds
2.5.1 Nicht-aggressive Strategien
2.5.2 Aggressive Strategien
2.6 Zielerreichung aktivistischer Hedgefonds
3 Auswirkungen des Hedgefonds-Aktivismus
3.1 Auswirkungen auf Shareholder
3.2 Auswirkungen auf Stakeholder und Unternehmen
4 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht kritisch das Phänomen des Hedgefonds-Aktivismus und analysiert, inwieweit das Eingreifen dieser Akteure im Sinne des Prinzipal-Agenten-Modells tatsächlich allen Anteilseignern zugutekommt oder ob Interessenkonflikte bestehen.
2.1 Shareholder-Aktivisten
Als Aktivisten sind im Wesentlichen zwei Gruppen auszumachen, die sich vor allem anhand ihrer unterschiedlichen rechtlichen Voraussetzungen voneinander abgrenzen lassen. Zum einen die traditionellen institutionellen Anleger und zum anderen die alternativen Investments, wie Hedgefonds und Private Equity.
Auf der einen Seite werden traditionelle institutionelle Anleger, wie öffentliche und private Rentenfonds, Versicherungs-, Investment- oder Stiftungsfonds als Anteilseigner aktivistisch. Aktivitäten dieser Gruppe sind seit Mitte der Achtzigerjahre bekannt und beschränkten sich bis in die Mitte der Neunzigerjahre hinein auf formale Anteilseigner-Anträge nach § 240.14a-8 aus dem US-Amerikanischen „Code of Federal Regulations“.
Bei diesen Anträgen wird seitens des institutionellen Anlegers ein Vorschlag eingereicht, welche speziellen Maßnahmen der Vorstand im Hinblick auf die Geschäftsführung ergreifen soll. Wenn der Antrag alle Bedingungen des § 14a8 erfüllt und nicht vom Vorstand des Unternehmens rechtswirksam ausgeschlossen wird, darf er auf der Jahreshauptversammlung dem Stimmberechtigten präsentiert werden. Seit Mitte der Neunzigerjahre ist allerdings eine Tendenz von diesen formalen Anträgen hin zu privaten Verhandlungen zwischen dem Vorstand des Unternehmens und dem Management des institutionellen Anlegers zu beobachten, um Einfluss auf die Unternehmenspolitik zu nehmen. Die formalen Anträge werden dann nur noch genutzt, wenn eine freiwillige Anpassung der Geschäftsführung an die Forderungen des Fondsmanagements nicht erfolgt.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des Hedgefonds-Aktivismus ein, motiviert durch aktuelle mediale Berichte über deren zunehmenden Einfluss auf Großkonzerne und definiert die zentrale Fragestellung der Arbeit.
2 Der Shareholder-Aktivismus: Dieses Kapitel grenzt verschiedene Typen von Shareholder-Aktivisten voneinander ab und beleuchtet deren unterschiedliche rechtliche Voraussetzungen, Anreizstrukturen sowie die Zieldefinitionen und Strategien aktivistischer Hedgefonds.
3 Auswirkungen des Hedgefonds-Aktivismus: In diesem Teil werden die empirischen Ergebnisse hinsichtlich der Konsequenzen für Shareholder sowie für andere Stakeholder und das Unternehmen selbst, insbesondere unter dem Aspekt des Shareholder Value, kritisch analysiert.
4 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Rolle von Hedgefonds als aktivistische Prinzipale sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken.
Hedgefonds, Shareholder-Aktivismus, Prinzipal-Agent-Modell, Shareholder Value, Corporate Finance, Proxy Fight, Alternative Investments, Institutionelle Anleger, Zielformulierung, Unternehmensführung, Finanzstrategie, Stimmrechtsausübung, Renditemaximierung, Kapitalstruktur, Interessenkonflikte
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Betrachtung von Hedgefonds, die als aktivistische Anteilseigner auftreten und versuchen, Einfluss auf die Unternehmensführung zu nehmen.
Zentrale Themen sind die Abgrenzung verschiedener Investorentypen, die rechtlichen und strategischen Rahmenbedingungen des Aktivismus sowie die ökonomischen Folgen für betroffene Unternehmen und deren Aktionäre.
Das Hauptziel ist es zu untersuchen, ob der durch Hedgefonds forcierte Aktivismus tatsächlich allen Shareholdern zugutekommt oder ob dabei Interessenkonflikte entstehen, die den Prinzipien guter Unternehmensführung widersprechen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch das Prinzipal-Agenten-Modell und wertet ergänzend relevante Studien und wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Shareholder-Aktivismus aus.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Voraussetzungen für Aktivismus, die Typisierung von Zielen und Strategien sowie die anschließende Analyse der Auswirkungen auf Shareholder und Stakeholder.
Wichtige Begriffe sind Hedgefonds, Shareholder-Aktivismus, Shareholder Value, Corporate Finance, Proxy Fight und das Prinzipal-Agent-Modell.
Im Gegensatz zu traditionellen Anlegern verfügen Hedgefonds über größere rechtliche Freiheiten und stärkere Anreize, aktivistisch einzugreifen, um kurz- oder mittelfristig den Shareholder Value zu steigern.
Es handelt sich um eine gebräuchliche Gebührenstruktur bei Hedgefonds, bei der zwei Prozent Gebühren auf das verwaltete Kapital und zwanzig Prozent Performance-Gebühr auf den Gewinn anfallen, was starke Anreize für das Management schafft.
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