Diplomarbeit, 2004
85 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Methodik und Gang der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Was ist systemisch an der systemischen Betrachtungsweise
2.2 Die Grundelemente von sozialen Systemen
2.3 Einführung des Organisationsbegriffs
2.3.1 Warum das klassische Verständnis gescheitert ist
2.3.2 Die Organisation als System
2.3.3 Organisationen und Entscheidungen
2.3.4 Die Umwelt der Organisation
2.4 Exkurs 1: Die Frage nach dem Sinn
2.5 Management
2.5.1 Management und Umwelt
2.5.2 Organisationen und Hierarchie
2.6 Wissen
2.6.1 Wissen und System
2.6.2 Implizites und Explizites Wissen
2.6.3 Organisationales Wissen
2.7 Exkurs 2: Zum Begriff der Kultur
2.7.1 Was die Kultur für das Management leisten kann
2.7.2 Was Management für die Kultur leisten kann
3 Wissensmanagement
3.1 Das klassische Verständnis von Wissensmanagement
3.1.1 Wissen als Ressource - der technologieorientierte Ansatz
3.1.2 Anreizprobleme?
3.1.3 Praxisbeispiel Siemens: Das System ShareNet
3.1.4 Problematisierung ShareNet
3.2 Die Lernende Organisation
3.2.1 Lernen als Gefahr
3.2.2 Praxisbeispiel 3M: Die evolutionäre Organisation
3.2.3 Problematisierung 3M
4 Fazit und Ausblick
4.1 Organisationale Voraussetzungen
4.1.1 Wider der Kultur, mit der Kultur
4.1.2 Vergessen ermöglichen
4.1.3 Hierarchien und Komplexität
4.2 Ausblick: Der Umgang mit Wissen als Strategie
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die organisationalen Voraussetzungen für Wissensmanagement unter einer systemtheoretischen Perspektive zu untersuchen, um die langfristige Überlebensfähigkeit von Organisationen zu beleuchten, statt Wissensmanagement lediglich als isoliertes IT- oder Personalprojekt zu begreifen.
3.1.3 Praxisbeispiel Siemens: Das System ShareNet
Im Folgenden soll, ähnlich wie bereits oben im Fall 3M, ein Beispiel aus der Praxis angeführt werden, welches die Umsetzung von Wissensmanagement nach einem klassischen Schema beschreibt. Die Firma Siemens mit ihrer Bereichstochter ICN (Information and Communication Networks) wird hier angeführt, da sie durch den Gewinn des American Productivity and Quality Council's "Best Global Knowledge Management Network" Preises im Jahre 1999 ausgezeichnet wurde, und heute die Nutzung des Systems ShareNet auf alle anderen Unternehmensbereiche ausgedehnt hat. Aufgrund der Ausprägung und der Methoden, die von Siemens zur Umsetzung von Wissensmanagement gewählt wurden, kommt es den oben beschriebenen Strukturen außerdem hinreichend nahe, um den klassischen Wissensmanagementansatz an diesem Beispiel plastisch zu verdeutlichen.
Als Weltkonzern ist das Unternehmen Siemens AG mit einer zentralistisch geprägten Struktur bekannt, alle wesentlichen Entscheidungen werden in der Konzernzentrale in Nürnberg getroffen, Informations- und Wissensverteilung ist zentral gesteuert. Mitte der 90er Jahre wurde in vielen Bereichen des Konzerns die Notwendigkeit festgestellt, vielfach vorhandenes Wissen so aufzubereiten, dass es in allen Bereichen des Konzerns genutzt werden kann. Vor allen der Konzernbereich ICN drängte auf die Entwicklung eines globalen Systems, welches Informations- und Wissensverteilung dezentralisiert und netzwerkartig organisieren sollte.
1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Auseinandersetzung mit Wissensmanagement als überlebensnotwendige Strategie und erläutert die systemtheoretische methodische Herangehensweise der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel legt das Fundament durch die Einführung soziologischer Systemtheorie, insbesondere der Begriffe Organisation, Kommunikation, Management, Wissen und Kultur.
3 Wissensmanagement: Hier werden das klassische Wissensmanagement und die Lernende Organisation gegenübergestellt, ergänzt um Praxisbeispiele (Siemens und 3M) und deren kritische Problematisierung.
4 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen, betont die Notwendigkeit, Wissen als Strategiethema zu behandeln, und formuliert organisationale Voraussetzungen für den Erfolg.
Wissensmanagement, Systemtheorie, Lernende Organisation, Organisation, Kommunikation, Management, Wissensverteilung, Unternehmenskultur, Hierarchien, Entscheidungen, Strategie, Organisationales Lernen, Wissensgenerierung, Komplexitätsmanagement.
Die Arbeit untersucht organisationale Voraussetzungen für Wissensmanagement unter der Perspektive der soziologischen Systemtheorie.
Die zentralen Felder sind die systemtheoretische Fundierung, der Umgang mit Wissen und Lernen in Organisationen, die Kritik an klassischen Managementansätzen sowie die Analyse von Unternehmenskulturen und Hierarchien.
Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie Organisationen Wissensmanagement erfolgreich in ihre Struktur integrieren können, um langfristig überlebensfähig zu bleiben.
Die Arbeit nutzt eine systemtheoretische und systemische Perspektive, um die operative Geschlossenheit von Organisationen und die Rolle der Kommunikation zu analysieren.
Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen, den Vergleich zwischen klassischem Wissensmanagement und der Lernenden Organisation anhand von Fallbeispielen wie Siemens und 3M sowie die Problematisierung dieser Ansätze.
Wissensmanagement, Systemtheorie, Lernende Organisation, Unternehmenskultur und organisationale Komplexität sind die Kernbegriffe.
Das System wird kritisch hinterfragt, weil es den Fokus auf den Austausch von Informationen legt, aber soziale Barrieren und die systemische Nicht-Steuerbarkeit von Wissen durch IT-Systeme oft unterschätzt.
Das Beispiel 3M ist deshalb relevant, weil es aufzeigt, wie eine Organisation durch evolutionäre Prozesse und eine kulturgeprägte Autonomie den Umgang mit Lernen und Vergessen routinisieren konnte.
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