Masterarbeit, 2016
138 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Problemstellung & Zielsetzung
1.2 Aufbau
2 Theoretischer Zugang
2.1 Magisches Dreieck: Medien, Wirtschaft, Sport
2.1.1 Das Verhältnis zwischen Sport und Medien
2.1.2 Das Verhältnis zwischen Sport und Wirtschaft
2.1.3 Das Verhältnis zwischen Medien und Wirtschaft
2.2 Veränderungsmodell des Hochleistungssports
2.3 Die Bedeutung des Hochleistungssports für die Gesellschaft
2.4 Determinanten der Sportnachfrage
2.5 Das Starphänomen
2.5.1 Superstartheorien
2.5.2 Die Figur des Sportstars
3 Untersuchte Wintersportarten
3.1 Definition und aktuelle Relevanz
3.2 Biathlon
3.3 Skispringen
4 Entwicklung der medialen Nachfrage nach Wintersport in Deutschland
4.1 Angebot und Nachfrage im medialen Umfeld des Wintersports
4.2 Datennutzung und Aufbereitung
4.3 Analyse der TV-Einschaltquoten
4.3.1 Biathlon
4.3.2 Skispringen
4.4 Analyse der Athletenleistungen
4.4.1 Das Scoring-Modell
4.4.2 Biathlon
4.4.3 Skispringen
4.5 Analyse des Starphänomens
4.5.1 Biathlon
4.5.2 Skispringen
5 Auswirkungen der medialen Nachfrage auf die Sportart
5.1 Einführung
5.2 Wettkampfmodi
5.3 Sportstätten, Geräte & Technik
5.4 Regelbrüche
5.5 Wertsteigerung, Rechte und Vermarktung
5.6 Sponsoring
6 Auswirkungen der medialen Nachfrage auf den Athleten
6.1 Theoretischer Einstieg
6.2 Athletensicht
6.3 Der Fall Sven Hannawald
7 Fazit, Limitationen und Forschungsbedarf
Die Arbeit untersucht die Entwicklung der medialen Nachfrage nach Wintersport in Deutschland über die letzten 20 Jahre und evaluiert deren Auswirkungen auf Sportarten und Athleten, insbesondere am Beispiel von Biathlon und Skispringen.
2.1 Magisches Dreieck: Medien, Wirtschaft, Sport
Das magische Dreieck hatte in der Literatur im Laufe der Jahre viele Namen. Egal ob „Magisches Dreieck Sport-Fernsehen-Kommerz“, „Magisches Dreieck des Sports“ oder „Die Sport-Medien-Wirtschaft-Allianz“, alle Bezeichnungen beschreiben das Verhältnis zwischen den drei Systemen Medien, Wirtschaft und Sport (vgl. Blödorn, 1988, S. 102; Onnen & Ufer, 2005, S. 10; Schauerte, 2008, S. 39). Dieses Verhältnis und die darauf aufbauenden Beziehungen und Abhängigkeiten zu kennen, ist essenziell um die Wirkungsweise des Sports innerhalb der Medien, insbesondere der Fernsehberichterstattung, zu verstehen.
Hierfür muss zunächst die Entwicklung der drei Systeme im Zeitverlauf betrachtet werden. Die mediale Instrumentalisierung des Sports begann bereits vor über 100 Jahren. Spätestens aber seit der Einführung des dualen Rundfunksystems 1984 hat diese Instrumentalisierung eine Dynamisierung und Differenzierung erfahren, deren Entwicklung wohl auch in absehbarer Zeit noch nicht abgeschlossen sein wird. Ähnliches gilt für die Einbindung des Sports in die Unternehmenskommunikation der werbetreibenden Wirtschaft. Sie wurde etwa zur gleichen Zeit professionalisiert und in der Folge systematisch genutzt, um durch Imagetransfer positive Synergieeffekte auf das Unternehmen oder die offerierten Produkte und Dienstleistungen zu erzielen (vgl. Bruhn, 1998, zitiert nach Schauerte, 2008, S. 39). Diese Entwicklung hatte zur Folge, dass Spielregeln und Wettkampfpläne von Sportarten nach den Bedürfnissen des Fernsehens angepasst wurden und der Erfolgsdruck auf die Athleten immer weiter stieg.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der medialen Wintersportnachfrage in Deutschland sowie Darstellung der Zielsetzung und des Aufbaus der Master-Thesis.
2 Theoretischer Zugang: Theoretische Fundierung durch das "Magische Dreieck" (Medien, Wirtschaft, Sport), Veränderungsmodelle des Sports und Analyse von Determinanten der Sportnachfrage sowie des Starphänomens.
3 Untersuchte Wintersportarten: Kurzer Abriss zur Historie, Definition und den aktuellen Regeln der Sportarten Biathlon und Skispringen.
4 Entwicklung der medialen Nachfrage nach Wintersport in Deutschland: Quantitative Analyse der TV-Einschaltquoten, Datenauswertung und Überprüfung des Starphänomens mittels Korrelations- und Regressionsanalysen für Biathlon und Skispringen.
5 Auswirkungen der medialen Nachfrage auf die Sportart: Untersuchung der strukturellen und organisatorischen Veränderungen (Wettkampfmodi, Sponsoring, Sportstätten) als Reaktion auf mediale Anforderungen.
6 Auswirkungen der medialen Nachfrage auf den Athleten: Analyse der Belastungen für Athleten (Leistungsdruck, Burn-Out-Risiko) und ihre Sicht auf das mediale Umfeld durch qualitative Expertenbefragungen.
7 Fazit, Limitationen und Forschungsbedarf: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, Darlegung methodischer Limitationen und Aufzeigen von Ansätzen für zukünftige Forschungsarbeiten.
Wintersport, Biathlon, Skispringen, mediale Nachfrage, TV-Einschaltquoten, Starphänomen, Sportmarketing, Sportvermarktung, Sportberichterstattung, Hochleistungssport, Sponsoring, Zuschauerinteresse, Mediatisierung, Leistungsdruck, Sven Hannawald
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Wechselwirkung zwischen der medialen Berichterstattung und dem Wintersport in Deutschland, wobei ein Fokus auf den Sportarten Biathlon und Skispringen liegt.
Zentrale Felder sind die medienökonomische Verflechtung von Sport, Wirtschaft und Medien sowie die Auswirkungen dieser Mediatisierung auf die Sportarten selbst und die Athleten.
Ziel ist es, die Determinanten der medialen Nachfrage zu identifizieren, die Entwicklung über 20 Jahre zu bewerten und zu prüfen, ob der Erfolg deutscher Athleten (das sogenannte "Starphänomen") tatsächlich maßgeblich die TV-Quoten bestimmt.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Aufarbeitung mit einer quantitativen Datenanalyse (Korrelations- und Regressionsanalysen von TV-Daten) sowie einer qualitativen Analyse durch Expertenbefragungen (Athleteninterviews).
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung, die quantitative Analyse von TV-Quoten, eine Untersuchung der sportlichen Anpassung an Medienanforderungen und eine qualitative Analyse der psychischen Belastungssituation von Athleten.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Wintersport, Biathlon, Skispringen, Mediale Nachfrage, Sportvermarktung, Starphänomen und Mediatisierung charakterisiert.
Entgegen der in der Fachliteratur verbreiteten Annahme konnte die Arbeit für Biathlon und Skispringen zeigen, dass der Erfolg deutscher Athleten nur einen geringen Einfluss auf die TV-Nachfrage hat; andere Faktoren wie die Relevanz des Wettbewerbs sind bedeutender.
Die Fallstudie dient als Praxisbeispiel, um zu verdeutlichen, wie extremer Leistungsdruck und die mediale Inszenierung ("Boygroup", "Heldenmanagement") psychische Krankheiten wie das Burn-Out-Syndrom begünstigen können.
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