Bachelorarbeit, 2015
71 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung
1.3. Gang der Arbeit
2. Einführung in die Finanzmärkte und in die derivativen Finanzinstrumente
2.1. Grundlagen des Finanzmarktes
2.2. Grundlagen der Derivate
2.3. Die Klassifikation der Derivate
2.3.1. Die Klasse der Forwards und Futures
2.3.2. Die Klasse der Optionen
2.3.3. Die Klasse der Swaps
3. Grundlagen des Risikomanagements und Einführung in das schifffahrtsbezogene Risikomanagement
3.1. Definition und grundlegendes zum Risikomanagement
3.2. Risikoarten und Gründe für Risikomanagement
3.3. Risikomanagement in der Schifffahrt
4. Übertragung des Derivatenhandels auf die Schifffahrt
4.1. Einsatzbereiche für Derivate in der Schifffahrt
4.1.1. Hedging von Devisengeschäften
4.1.2. Absichern von Kreditzinssätzen
4.1.3. Bunkerhedging
4.2. Generelle Risiken bei Derivaten
5. Risikomanagement mit Frachtderivaten
5.1. Definition und Einführung der Frachtderivate
5.2. Übersicht und Erläuterung der Indizes
5.3. Hedging mit Frachtderivaten
5.3.1. FFAs
5.3.2. Frachtoption
6. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, inwieweit derivative Finanzinstrumente als Werkzeuge im Risikomanagement von Schifffahrtsunternehmen geeignet sind, um die hohe Volatilität der Frachtraten und damit verbundene Liquiditätsrisiken zu beherrschen.
2.3.1 Die Klasse der Forwards und Futures
Die klassischen Termingeschäfte werden Forward oder Future genannt, sie gehören zu den unbedingten Termingeschäften und müssen deshalb grundsätzlich erfüllt werden. Futures und Forwards können sich inhaltlich völlig gleichen hinsichtlich Basiswert, Geschäftsumfang und Lieferzeitpunkt. Sie unterscheiden sich lediglich darin, ob der Handel auf OTC-Basis oder an der Börse durchgeführt wird. Ein Future wird an der Börse gehandelt und ist standardisiert und jederzeit auf andere Investoren übertragbar, wohingegen ein Forward nicht börsenhandelbar ist und oftmals individuell zwischen zwei Vertragspartnern ausgearbeitet wird und ein weitaus größeres Maß an Flexibilität bieten.
Weil keine Börse als zentraler Kontrahent zwischen die Handelspartner geschaltet ist, weisen Forwards oftmals ein Erfüllungsrisiko auf. Futures sind börsengehandelt, deshalb tritt hier die Börse als Vertragspartner für sämtliche Käufer und Verkäufer auf. Das Kontrahentenausfallrisiko des Handelsgeschäftes wird hier auf die Börse abgewälzt. Als Ausgleich verlangt die Börse von den Handelsteilnehmern Sicherheiten, sogenannte Margins.
1. Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die hohe Volatilität in der Schifffahrtsbranche und definiert das Ziel der Arbeit, die Eignung von Derivaten zur Risikoabsicherung zu prüfen.
2. Einführung in die Finanzmärkte und in die derivativen Finanzinstrumente: Das Kapitel vermittelt theoretische Grundlagen über Finanzmärkte und die Definition, Funktionsweise sowie Klassifikation von Derivaten.
3. Grundlagen des Risikomanagements und Einführung in das schifffahrtsbezogene Risikomanagement: Hier werden die Phasen des Risikomanagements dargelegt und der Bezug zur Schifffahrt hergestellt, inklusive einer Analyse der relevanten Risikoarten für Reedereien.
4. Übertragung des Derivatenhandels auf die Schifffahrt: In diesem Teil werden praktische Einsatzbereiche für Derivate, wie Devisen-, Zins- und Bunkerhedging, anhand von Beispielen detailliert verdeutlicht.
5. Risikomanagement mit Frachtderivaten: Dieses Kapitel erläutert die Besonderheiten von Frachtderivaten, die Rolle der Baltic Exchange und konkrete Hedging-Strategien mittels FFAs und Frachtoptionen.
6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, dass Derivate eine sinnvolle Ergänzung zu traditionellen Instrumenten darstellen, sofern eine fundierte Marktanalyse erfolgt.
Schifffahrt, Risikomanagement, Derivate, Forward Freight Agreements, FFA, Hedging, Frachtraten, Zinsrisiko, Währungsrisiko, Bunkerpreise, Volatilität, Baltic Exchange, Finanzinstrumente, Liquidität, Kontrahentenausfallrisiko
Die Bachelorarbeit behandelt den Einsatz derivativer Finanzinstrumente zur Steuerung und Absicherung finanzieller Risiken in der Schifffahrtsbranche.
Zu den Schwerpunkten zählen die Grundlagen von Derivaten, das spezifische Risikomanagement von Reedereien sowie die praktische Anwendung von Instrumenten wie Swaps, Futures, Forwards und Optionen.
Das Ziel ist es zu untersuchen, ob derivative Finanzinstrumente ein geeignetes Werkzeug für Reedereien darstellen, um sich gegen Marktschwankungen und unvorhersehbare Kostensprünge abzusichern.
Der Verfasser stützt sich auf eine umfassende Literaturrecherche sowie Gespräche mit Mitarbeitern einer mittelständischen Reederei, um die Theorie mit praxisnahen Beispielen zu verknüpfen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Einführung in Finanzmärkte, die Grundlagen des schifffahrtsbezogenen Risikomanagements, die Anwendung von Derivaten auf Devisen-, Zins- und Bunkerpreisschwankungen sowie eine detaillierte Analyse von Frachtderivaten.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Schifffahrt, Risikomanagement, Hedging, Frachtderivate, FFA, Volatilität und Finanzinstrumente.
Aufgrund der seit Jahrhunderten bestehenden Schifffahrtszyklen und der extremen Volatilität der Frachtraten sind Reedereien anfällig für Liquiditätsengpässe, die schnell zur Insolvenz führen können.
Ein FBA ist ein OTC-Geschäft, bei dem sich Käufer und Verkäufer auf eine Treibstoffmenge zu einem festen Preis an einem zukünftigen Termin einigen, um sich gegen Bunkerpreisvolatilität abzusichern.
Sie fungiert als wichtiger Indexprovider, der durch das Einholen von Daten bei renommierten Schifffahrtsunternehmen verlässliche Indizes publiziert, die als Basiswert für Frachtderivate dienen.
Während ein FFA eine beidseitige Erfüllungsverpflichtung (unbedingtes Termingeschäft) darstellt, gewährt eine Frachtoption dem Inhaber ein Wahlrecht (bedingtes Termingeschäft) gegen Zahlung einer Prämie.
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