Bachelorarbeit, 2011
38 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
2 Historische Entwicklung
2.1 Die Entwicklung im 18. und 19. Jahrhundert
2.1.1 Die Stellung des Richters
2.1.2 Macht des Monarchen und deren Beschränkung
2.2 Die Sozialdemokratie und die richterliche Unabhängigkeit
2.3 Vom Nationalsozialismus bis zum Stand der heutigen Entwicklung
2.3.1 Entwicklungen nach 1945
3 Richterliche Unabhängigkeit in Österreich
3.1 Der Begriff der Rechtsprechung im sinne der Art. 82 ff Bundes-Verfassungsgesetz
3.1.1 Richter im Sinne des Artikel 86 B-VG
3.2 Richterliche Unabhängigkeit – Gegenstand und Grenzen
3.2.1 Sachliche Unabhängigkeit
3.2.2 Persönliche Unabhängigkeit
3.2.3 Institutionelle Unabhängigkeit
3.2.4 Innere Unabhängigkeit
3.3 Schranken und Grenzen der Unabhängigkeit
3.3.1 Grenzen in Bezug auf die Person Des Richters
3.3.2 Außerrechtliche Grenzen
3.4 Abwehr von Eingriffen in die Unabhängigkeit
3.4.1 Rechtsschutz für Richter
3.4.2 Rechtsschutz für Verfahrenspartein
4 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die historische Genese sowie die gegenwärtigen Rahmenbedingungen und Schranken der richterlichen Unabhängigkeit in Österreich, um ein tieferes Verständnis für die Bedeutung dieses Prinzips im Rechtsstaat zu vermitteln.
2.1.2 MACHT DES MONARCHEN UND DEREN BESCHRÄNKUNG
Aus den einleitenden Absätzen zur Entwicklung im 18. und 19. Jahrhundert ist klar erkennbar, dass vor allem der Herrscher oder Monarch den Ton in der Rechtssprechung angab und die Stellung der Richter, weit von einer unabhängigen Stellung entfernt war. Insofern Jene nicht nur vom Gutdünken des Monarchen abhängig waren, in Bezug auf deren Bestellung in den Beamtenstatus als Richter und weiters auch laufend beurteilt wurden und die Beurteilungsergebnisse wiederum für deren Beförderung oder Versetzung ausschlaggebend waren. Übertrieben ausdrückt, waren die Richter bei Entscheidungen, welche nicht der Meinung des Herrschers entsprachen, absolut ausgeliefert und mussten mit einer Aufhebung ihrer Entscheidung rechnen, was sich wiederum negativ auf ihr Beurteilungszeugnis auswirkte. Von einer freien unabhängigen Entscheidung konnte also nicht die Rede sein.
Diese fast unbeschränkte Macht des Monarchen war Vielen ein Dorn im Auge. Diese drängten auf die Einschränkung der Macht des Monarchen und plädierten für unabhängige Gerichte. In diesem Rahmen sei Bedacht genommen auf das Prinzip der Gewaltenteilung mit seinen drei von einander unabhängigen Staatsgewalten. Begründer dieses Konzepts der Gewaltenteilung ist Montesquieu. 1748 entwickelte er seine Theorie über die drei voneinander unabhängigen Staatsgewalten: 16
„Wenn in derselben Person oder der gleichen obrigkeitlichen Körperschaft die gesetzgebende Gewalt mit der vollziehenden vereinigt ist, gibt es keine Freiheit; denn es steht zu befürchten, dass derselbe Monarch oder derselbe Senat tyrannische Gesetze macht, um sie tyrannisch zu vollziehen. Es gibt ferner keine Freiheit, wenn die richterliche Gewalt nicht von der Gesetzgebenden und vollziehenden getrennt ist. Ist sie mit der gesetzgebenden Gewalt verbunden, so wäre die Macht über Leben und Freiheit der Bürger willkürlich, weil der Richter Gesetzgeber wäre. Wäre sie mit der vollziehenden Gewalt verknüpft, so würde der Richter die Macht eines Unterdrückers haben.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die fundamentale Bedeutung einer unabhängigen Justiz als Schutzmechanismus in einem Rechtsstaat und führt mittels historischer Beispiele in die Thematik ein.
2 Historische Entwicklung: Dieses Kapitel zeichnet den Weg der richterlichen Unabhängigkeit von der absolutistischen Unterordnung über den Liberalismus bis hin zu den tiefgreifenden Einschränkungen im Nationalsozialismus nach.
3 Richterliche Unabhängigkeit in Österreich: Das Hauptkapitel analysiert die verfassungsrechtlichen Grundlagen und die verschiedenen Ausprägungen der Unabhängigkeit sowie deren praktische Grenzen und Rechtsschutzmöglichkeiten.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, das hohe Gut der richterlichen Unabhängigkeit trotz aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen und wirtschaftlicher Einflussversuche zu bewahren.
Richterliche Unabhängigkeit, Rechtsstaat, Gewaltenteilung, Österreichisches Bundes-Verfassungsgesetz, Justiz, Monarchie, Nationalsozialismus, Sachliche Unabhängigkeit, Persönliche Unabhängigkeit, Institutionelle Unabhängigkeit, Innere Unabhängigkeit, Rechtsschutz, Medienjustiz, Dienstaufsicht, Rechtssprechung.
Die Arbeit befasst sich mit der richterlichen Unabhängigkeit in Österreich, ihrer historischen Entwicklung und den rechtlichen sowie praktischen Herausforderungen für dieses Prinzip.
Zentrale Themen sind die historische Genese der Gewaltenteilung, die gesetzliche Verankerung in der österreichischen Verfassung und die verschiedenen Dimensionen (sachlich, persönlich, institutionell, innerlich) der Unabhängigkeit.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die richterliche Unabhängigkeit historisch erkämpft hat und welche Schutzmechanismen sowie Schranken heute für Richter in Österreich existieren.
Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Analyse, die historische Quellen mit der geltenden verfassungsrechtlichen Lage und Fachliteratur verknüpft.
Im Hauptteil werden der Begriff der Rechtsprechung, die verfassungsrechtlichen Grundlagen, die verschiedenen Teilbereiche der Unabhängigkeit sowie Disziplinarrecht und Rechtsschutzmöglichkeiten detailliert erörtert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gewaltenteilung, richterliche Unabhängigkeit, Rechtsstaat und das österreichische B-VG geprägt.
Angesichts vielfältiger Einflüsse durch das soziale Umfeld und moderne Medien wird die Unvoreingenommenheit der Richter zunehmend als kritischer Faktor für die Objektivität der Rechtsprechung wahrgenommen.
Sie stellten einen großen Streitpunkt dar, da sie in politischen Prozessen während der Zeit der Sozialdemokratie oft als unzuverlässig im Sinne der staatlichen Autorität angesehen wurden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

