Bachelorarbeit, 2016
32 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Effizienzgewinne einer Einkommensbesteuerung mit Hilfe von Tagging
2.1 Umverteilung in einem Steuersystem ohne Tagging
2.2 Optimale Steuern in einem System mit Tagging
2.3 Effizienzgewinne durch die Einbeziehung von Tagging
3. Die Besteuerung der Körpergröße als Anwendung von Tagging
3.1 Studien zur Evidenz der Körpergrößenrente
3.2 Datenanalyse zur Bestimmung der Körpergrößenrente
3.3 Suche nach einer effizienten Möglichkeit zur Besteuerung der Körpergröße
3.4 Steuerschema mit Tagging der Körpergröße
3.5 Zusammenfassung von Mankiw und Weinzierl (2008)
3.6 Daten aus Deutschland
4. Herkunft und Maßnahmen zur Verringerung der Körpergrößenrente
4.1 Herkunft der Körpergrößenrente
4.1.1 Geschwindigkeit des Wachstums von Kindern
4.1.2 Zusammenhang von Körpergröße und kognitiven Fähigkeiten
4.1.3 Theoretisches Modell zur Korrelation Körpergröße und Karriereerfolg
4.2 Konkrete Maßnahmen zur Verringerung der Körpergrößenrente
4.2.1 Förderung durch Nährstoffversorgung und Gesundheit
4.2.2 Förderung der kognitiven Fähigkeiten
4.2.3 Fazit zu den Maßnahmen zur Förderung
5. Schlussfolgerung und Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht das ökonomische Konzept des "Taggings" nach George Akerlof am theoretischen und praktischen Beispiel der Besteuerung von Körpergröße. Ziel ist es, die Effizienzgewinne einer solchen Besteuerung aufzuzeigen, die Korrelation zwischen Körpergröße und Einkommenserfolg zu analysieren sowie politische und gesellschaftliche Handlungsmöglichkeiten zur Reduktion dieser Ungleichheit zu diskutieren.
3.1 Studien zur Evidenz der Körpergrößenrente
Es gibt eine Vielzahl von Studien, die eine klare Evidenz zur Korrelation von Körpergröße zu Einkommen, Status und Erfolg aufzeigen.
Sicherlich ist auch hier wieder Vorsicht geboten, dass Korrelationen keine Kausalitäten darstellen. Jedoch scheint die Körpergröße als beobachtbarer Faktor viele Informationen zu nicht beobachtbaren Faktoren, wie z.B. Produktivität, zu enthalten.
Abbildung 1 zeigt auf der Horizontalen verschiedene Berufsgruppen, in der linken Hälfte Angestelltengruppen, in der Rechten Arbeitergruppen. Auf der Vertikalen ist der Unterschied der mittleren Körpergröße der Berufsgruppen zur Gesamtgesellschaft abgetragen (in Zoll). Die Daten hierzu stammen aus der „National Health Interview Survey“ aus den USA in den Jahren 1986-94.
Man sieht, dass Angestellte im Mittel größer als der Durchschnitt und Arbeiter im Mittel kleiner als der Durchschnitt sind. Die Daten zeigen, dass es sich hierbei durchschnittlich um einen Unterschied von etwa einem Zoll, also rund 2,5 cm handelt (vgl. Case & Paxson, 2008, S. 500-502).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Theorie des Taggings ein und begründet die Wahl des Beispiels Körpergröße zur Erläuterung ökonomischer Zusammenhänge.
2. Effizienzgewinne einer Einkommensbesteuerung mit Hilfe von Tagging: Das Kapitel erläutert das Konzept des Taggings nach Akerlof und leitet her, wie die Einbeziehung beobachtbarer Charakteristika Wohlfahrtsverluste reduzieren kann.
3. Die Besteuerung der Körpergröße als Anwendung von Tagging: Es werden Studien zur "Körpergrößenrente" präsentiert und das Steuermodell von Mankiw und Weinzierl detailliert analysiert, um die Effizienz einer solchen Besteuerung zu bewerten.
4. Herkunft und Maßnahmen zur Verringerung der Körpergrößenrente: Dieses Kapitel hinterfragt die Ursachen für den Karrierevorteil größerer Menschen und schlägt politische Maßnahmen zur Förderung der Chancengerechtigkeit vor.
5. Schlussfolgerung und Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die ethischen Herausforderungen des Taggings und plädiert für die frühkindliche Förderung statt einer Besteuerung physiologischer Merkmale.
Tagging, Körpergröße, Einkommensbesteuerung, Körpergrößenrente, Effizienzgewinne, Arbeitsmarkterfolg, Kognitive Fähigkeiten, Umverteilung, Mankiw und Weinzierl, Akerlof, Chancengerechtigkeit, Produktivität, Steuermodell, Sozialpolitik, Humankapital.
Die Arbeit analysiert das wirtschaftswissenschaftliche Konzept des "Taggings" als Instrument der optimalen Einkommensbesteuerung anhand des kontroversen Beispiels der Besteuerung von Körpergröße.
Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie der optimalen Besteuerung, der empirischen Datenlage zur Korrelation zwischen Körpergröße und Einkommen sowie den Ursachen für diese Chancenungleichheit.
Das primäre Ziel ist es, die theoretischen Effizienzgewinne von Tagging zu erläutern und kritisch zu hinterfragen, ob die Besteuerung körperlicher Merkmale ein legitimes oder praktikables Mittel der modernen Steuerpolitik sein kann.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Datenanalyse ökonomischer Studien, insbesondere den Modellen von Akerlof sowie Mankiw und Weinzierl.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung des Taggings, die empirische Untermauerung der Körpergrößenrente und eine Diskussion über politische Maßnahmen zur Ursachenbekämpfung von Ungleichheit.
Zentrale Begriffe sind Tagging, Körpergrößenrente, optimale Besteuerung, Effizienzgewinne und Chancengerechtigkeit.
Die Autoren unterteilen die untersuchten Individuen in die Klassen "Short" (unter 178 cm), "Medium" (178-183 cm) und "Tall" (über 183 cm).
Der Autor argumentiert, dass eine Besteuerung auf Basis körperlicher Merkmale ethisch und gesellschaftlich kaum vermittelbar ist und als problematisches Einfallstor für weitere diskriminierende Steuerpraktiken fungieren könnte.
Die Arbeit zeigt auf, dass der sozioökonomische Hintergrund und die Nährstoffversorgung in der Kindheit einen maßgeblichen Einfluss auf das Wachstum und die Entwicklung kognitiver Fähigkeiten haben, welche wiederum den beruflichen Erfolg determinieren.
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