Bachelorarbeit, 2010
57 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Begriffliche Grundlagen
3. Entstehungsgeschichte
3.1. Schlesische Landschaften
3.2. Crédit foncier de France
3.3. Hypothekenbankgesetz
3.4. Pfandbriefgesetz
4. Charakteristika von deutschen Pfandbriefen
4.1. Sicherheitsmerkmale
4.1.1. Lizenzierung
4.1.2. Deckungsprinzip
4.1.3. Beleihungsgrenzen
4.1.4. Aufsicht
4.1.5. Transparenzvorschrift
4.1.6. Insolvenzvorrecht
4.2. Pfandbriefsegmente und Emission
5. Der deutsche Pfandbrief im internationalen Vergleich
5.1. Abgrenzung zu europäischen Covered Bonds
5.2. Abgrenzung zu Mortgage-Backed Securities
6. Rating
6.1. Moody’s
6.2. Standard & Poor‘s
6.3. Fitch
7. Entwicklung des Pfandbriefmarktes in der Finanzkrise
7.1. Ursachen der Krise
7.2. Auswirkungen der Krise auf den Pfandbrief
7.3. Ausblick
8. Zusammenfassung und Fazit
Die Arbeit untersucht den deutschen Pfandbrief als Finanzinstrument und analysiert dessen Sicherheit und Entwicklung, insbesondere im Kontext der globalen Finanzkrise ab 2007, um zu zeigen, wie sicher die Anlage für Investoren ist.
4.1.2. Deckungsprinzip
Das Deckungsprinzip ist eines der Hauptgründe, wegen denen Pfandbriefe mit einem hohen Maß an Sicherheit assoziiert werden. Es verpflichtet alle Kreditinstitute zu einer Besicherung ihrer im Umlauf befindenden Pfandbriefe durch sogenannte Deckungswerte. Diese müssen nach § 4 Abs. 1 PfandBG neben dem Wert der Pfandbriefe auch die Zinsschuld der Banken decken.
Die Summe aller Deckungswerte wird als Deckungsmasse bezeichnet, wobei die Deckungsmassen aller Pfandbriefarten getrennt voneinander gelistet werden müssen. Dabei sind Deckungsmassen nicht statisch, sondern ihre Zusammensetzung ändert sich wegen dem Auslaufen bzw. der Neuaufnahme von Deckungswerten regelmäßig. Da Deckungsmassen eine feste Komponente der Emittenten sind, werden die Deckungswerte in der Bilanz der Pfandbriefbanken geführt. Die bilanzielle Übereinstimmung der Deckungswerte auf der Aktivseite mit den emittierten Pfandbriefen auf der Passivseite, bezeichnet man als Deckungskongruenz.
Bezweckt wird mit der Sicherung durch Deckungswerte, dass die Forderungen von Pfandbriefgläubigern auch bei einer möglichen Insolvenz ihrer Pfandbriefschuldner erfüllt werden können. Neben der Deckung des Nennwertes der Pfandbriefe und der Zinsverpflichtung ist im § 4 Abs. 1 PfandBG auch eine Besicherung nach dem Barwert vorgeschrieben. Dabei muss der bare Wert der Deckungswerte um 2 Prozent höher liegen als der Wert der umlaufenden Pfandbriefe. Hierbei spricht man von einer sichernden Überdeckung, welche mit liquiden Beleihungswerten gedeckt werden soll. Durch die sichernde Überdeckung sollen bei der Insolvenz einer Pfandbriefbank mögliche Risiken und anfallende Verwaltungskosten gedeckt werden.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Kapitalanlage und Zielsetzung der Arbeit zur Untersuchung der Sicherheit von Pfandbriefen.
2. Begriffliche Grundlagen: Definition des Pfandbriefs als geschütztes Finanzinstrument und Erläuterung seiner Funktion als Refinanzierungsquelle.
3. Entstehungsgeschichte: Darstellung der historischen Entwicklung von den Schlesischen Landschaften bis zum modernen Pfandbriefgesetz.
4. Charakteristika von deutschen Pfandbriefen: Detaillierte Analyse der Sicherheitsmerkmale wie Lizenzierung, Deckungsprinzip und Insolvenzvorrecht sowie der Marktsegmente.
5. Der deutsche Pfandbrief im internationalen Vergleich: Gegenüberstellung zu anderen Covered Bonds und MBS, um Unterschiede in der Absicherung aufzuzeigen.
6. Rating: Erläuterung der spezifischen Bewertungsverfahren der Agenturen Moody’s, Standard & Poor’s und Fitch für Pfandbriefe.
7. Entwicklung des Pfandbriefmarktes in der Finanzkrise: Analyse der Marktreaktionen während der Finanzkrise und die Rolle der EZB für den Pfandbriefmarkt.
8. Zusammenfassung und Fazit: Resümee über die Widerstandsfähigkeit des Pfandbriefs und Ausblick auf die zukünftige Bedeutung im Rentenmarkt.
Pfandbrief, Finanzkrise, Deckungsprinzip, Insolvenzvorrecht, Covered Bonds, Hypothekenpfandbrief, Emissionsvolumen, Rating, Liquidität, Spezialbankprinzip, Refinanzierung, Sicherheit, Kapitalmarkt, Jumbo Pfandbrief, Bankenaufsicht
Die Arbeit analysiert den deutschen Pfandbrief als Finanzinstrument, seine gesetzlichen Rahmenbedingungen, Sicherheitsmechanismen und seine Entwicklung während der globalen Finanzkrise.
Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung, die spezifischen Sicherheitskriterien (Deckungsmasse, Insolvenzvorrecht), der Vergleich mit internationalen Produkten und die Rating-Methodik.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sicher die Geldanlage für Pfandbriefgläubiger ist und wie sich dieses Instrument in Krisenzeiten behauptet hat.
Es handelt sich um eine deskriptive Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung gesetzlicher Vorgaben sowie Marktstatistiken basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Entstehung, eine detaillierte Analyse der Sicherheitsmerkmale nach dem Pfandbriefgesetz, den internationalen Vergleich, Ratingverfahren und die Auswirkungen der Finanzkrise auf den Markt.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Pfandbrief, Deckungsprinzip, Insolvenzvorrecht, Covered Bonds, Finanzkrise und Kapitalmarkt.
Es bedeutet, dass die Deckungsmasse im Falle einer Bankeninsolvenz nicht Teil der allgemeinen Insolvenzmasse wird, wodurch Ansprüche der Pfandbriefgläubiger gesondert abgesichert bleiben.
Der Markt für Jumbo-Pfandbriefe kam infolge der Krise zeitweise zum Erliegen, da Anleger vorsichtiger wurden und höhere Liquiditätsanforderungen die Emission kostspieliger machten.
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