Masterarbeit, 2016
79 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Historisches Lernen, Geschichtsbewusstsein und Sprache
2.2. Konstruktivismus
2.3. Narrativität und Historische Imagination
2.4. Multiperspektivität
2.5. Personifizierung
2.6. Emotionen und SuS-Interessen
2.7. Alltagsgeschichte
3. Historische Jugendliteratur und Geschichtsunterricht
3.1. Definition und Entwicklung
3.2. Relevanz für den Geschichtsunterricht
3.3. Fakt, Fiktion und Wirklichkeit
3.4. Beispielhafte Werkanalysen nach Epochen
3.4.1 Analysekriterien
3.4.2. Historische Jugendliteratur zur Alten Geschichte
3.4.3. Historische Jugendliteratur zum Mittelalter und zur Frühen Neuzeit
3.4.4. Historische Jugendbücher zur Neueren Geschichte und Zeitgeschichte
4. Phantastische Jugendliteratur und Geschichtsunterricht
4.1. Definition und historische Entwicklung
4.2. Fantasy zwischen Fiktion und Wirklichkeit
4.3. Relevanz für den Geschichtsunterricht
4.4. Mythos in der Phantastischen Jugendliteratur
4.5. Werkbeispiele und ihr Einsatz im Geschichtsunterricht von heute
5. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht den Einsatz von historischer und phantastischer Jugendliteratur im Geschichtsunterricht, um zu klären, inwiefern diese Medien als Mittel für historisches Lernen geeignet sind und wie sie zur Förderung historischen Denkens sowie zur Identitätsbildung der Schülerinnen und Schüler beitragen können.
2.1. Historisches Lernen, Geschichtsbewusstsein und Sprache
Wird über historisches Lernen nachgedacht, muss zuerst der Sprachaspekt betrachtet werden. Die Sprache ist nämlich nach Hartung nicht nur essentiell für Lehr-Lernprozesse, sondern auch in ihrer Funktion für Denken und Kommunikation Grundlage für den zu behandelnden Gegenstandsbereich. Dafür sei die Bindung von Quellen an Sprache Ausdruck, denn „Sprache ist allgemein gesprochen eine mit artikulierten Lauten vollzogene kognitiv-kommunikative Technik, die kulturell bedingt auf jeweils ganz verschiedene Art und Weise funktioniert“. Die Sprache sei als universelles Medium, besonders auch für die Speicherung von historischem Wissen, allgegenwärtig und unabkömmlich, da alles in der Sprache ausgedrückt, wahrgenommen und verändert werde. Denn „Ohne Sprache ließen sich die Grenzen unmittelbarer sinnlicher Erfahrung nicht transzendieren, Veränderungen und historischer Wandel, und damit Geschichte, würden erst gar nicht wahrgenommen“. Erinnerungen hätten beispielsweise kein Medium zum Erhalt und wären deshalb in der Gegenwart nicht mehr präsent. Außerdem stünde dem Individuum kein Medium zur metasprachlichen Reflexion zur Verfügung, wodurch der Begriff Geschichte per se nicht mehr verständlich wäre. Explizit stellt Handro die Sprachlichkeit des Geschichtsunterrichtes als die Sprachen der Gegenwart und Vergangenheit heraus, die es durch die Sprachlichkeit einer schriftlichen Quelleninterpretation und des Unterrichtsgespräches im Geschichtsunterricht zu ergründen gilt.
Historisches Lernen basiert demzufolge stets auf Sprache. In Sprache werden Denken und Handeln reguliert und stehen in Wechselwirkung mit anderen Individuen. Nach Hartung und Handro soll historisches Denken und Lernen daher stets den Sprachaspekt mit einbeziehen. Dazu stellt Hartung die drei Ebenen der historischen Quellen, der Darstellungen und der Kommunikation im Unterricht auf.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des historischen Lernens in der heutigen Schullandschaft und führt in die Fragestellung nach dem Einsatz von Jugendliteratur als Medium ein.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erörtert die zentralen konstruktivistischen und geschichtsdidaktischen Konzepte wie Narrativität, Imagination und Multiperspektivität, die als Basis für den Einsatz von Literatur dienen.
3. Historische Jugendliteratur und Geschichtsunterricht: Hier wird der historische Jugendroman als Unterrichtsmedium definiert, seine Relevanz kritisch hinterfragt und anhand konkreter Werkanalysen verschiedener Epochen erprobt.
4. Phantastische Jugendliteratur und Geschichtsunterricht: Dieses Kapitel überträgt die gewonnenen Erkenntnisse auf das Genre der Phantastik und prüft dessen Eignung für den Geschichtsunterricht anhand des Beispiels der Fantasy-Reihe Percy Jackson.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die Möglichkeiten sowie notwendigen Voraussetzungen für einen kompetenzorientierten Einsatz von Jugendliteratur im Fach Geschichte.
Historisches Lernen, Geschichtsbewusstsein, Jugendliteratur, Konstruktivismus, Narrativität, Historische Imagination, Multiperspektivität, Geschichtsunterricht, Identitätsbildung, Phantastische Literatur, Handlungsorientierung, Lesekompetenz, Fiktion, Faktizität, Kompetenzaufbau.
Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Untersuchung, ob und wie historische und phantastische Jugendliteratur im Geschichtsunterricht eingesetzt werden kann, um Lernprozesse zu unterstützen.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des historischen Lernens, die Bedeutung von Sprache und Narrativität sowie die praktische Eignung von literarischen Werken für den Unterricht.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Jugendliteratur als Medium genutzt werden kann, um bei Schülerinnen und Schülern historisches Denken, Urteilsvermögen und ein fundiertes Geschichtsbewusstsein zu fördern.
Es handelt sich um eine theoretisch-didaktische Analyse, die auf fachdidaktischer Literatur basiert und durch beispielhafte Werkanalysen ergänzt wird.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Rahmenbedingungen (wie Konstruktivismus und Narrativität) erläutert, gefolgt von einer detaillierten Analyse historischer und phantastischer Jugendbücher hinsichtlich ihrer unterrichtlichen Tauglichkeit.
Wichtige Begriffe sind historisches Lernen, Geschichtsbewusstsein, Konstruktivismus, Narrativität, Multiperspektivität und der Einsatz von Jugendliteratur.
Der Konstruktivismus dient als Modell, um zu verdeutlichen, dass Geschichte kein starres Wissen ist, sondern individuell im Kopf konstruiert wird, wodurch das selbstständige Lernen der Schülerinnen und Schüler in den Fokus rückt.
Phantastische Literatur wird betrachtet, da sie durch ihre Erzählweisen die Imagination anregt, Adoleszenzprobleme thematisiert und als motivierender Zugang zu komplexen historischen Themen dienen kann.
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