Bachelorarbeit, 2016
81 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema und Zielsetzung
1.2 Aufbau und Struktur der Arbeit
2 Begriffliche Abgrenzung
2.1 Der Ursprung – Crowdsourcing
2.2 Crowdfunding
2.2.1 Donation-based Crowdfunding
2.2.2 Reward-based Crowdfunding
2.2.3 Lending-based Crowdfunding
2.2.4 Equity-based Crowdfunding
3 Praktische Aspekte des Crowdinvestings
3.1 Akteure
3.1.1 Kapitalsuchende
3.1.2 Kapitalvermittler
3.1.3 Kapitalgeber
3.2 Ablauf einer Crowdinvesting-Kampagne
3.2.1 Bewerbung der Unternehmen
3.2.2 Vorbereitung der Kampagne
3.2.3 Crowdinvesting-Kampagne
3.2.4 Nach Abschluss der Kampagne
3.3 Entwicklung des Marktvolumens
3.4 Immobilienfinanzierung mittels Crowdinvesting
4 Rechtliche und steuerliche Aspekte des Crowdinvesting
4.1 Rechtliche Rahmenbedingungen beim Crowdinvesting
4.1.1 Insolvenz der Firma PROKON als Ausgangslage
4.1.2 Rechtslage bis Juli 2015
4.1.3 Kleinanlegerschutzgesetz
4.2 Steuerliche Betrachtung des Crowdinvestings
4.2.1 Partiarisches Darlehen
4.2.2 Genussrechte
4.2.3 Typische stille Beteiligung
4.2.4 Atypisch stille Beteiligung
4.2.5 Aktien
5 Crowdinvesting aus Sicht der Kapitalgeber
5.1 Motive und Zielsetzungen der Kapitalgeber
5.2 Einordnung der Crowdinvesting-Typen
5.3 Chancen der Investition
5.3.1 Gewinnbeteiligung
5.3.2 Beteiligung beim Unternehmensverkauf (Exit)
5.3.3 Erfolgreiche Projekte
5.4 Risiken der Investition
5.4.1 Gescheiterte Projekte
5.4.2 Risikostreuung
6 Umfrage zu Anlagemotiven und Risikoeinschätzung der Crowd
6.1 Methodische Vorgehensweise
6.2 Auswertung der Ergebnisse
7 Resümee und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Anlagemotive von Kapitalgebern im Crowdinvesting-Markt, analysiert die mit dieser Anlageform verbundenen Chancen und Risiken und bewertet deren Eignung für Privatanleger in Zeiten der Niedrigzinsphase durch eine Verknüpfung von Literaturanalyse und empirischer Umfrage.
3.2.1 Bewerbung der Unternehmen
Die Bewerbungsphase ist die erste der vier Phasen. Jene beschreibt den Zeitraum beginnend mit der Einreichung des Projektes bis hin zur Erteilung des Auftrages für die Realisierung der Kampagne an die jeweilige Plattform. Noch bevor das Unternehmen die Bewerbung bei der Crowdinvesting-Plattform einreicht, müssen sich die Gründer einige Fragen stellen, um sicherzugehen, dass das Projekt wirklich für Crowdinvesting geeignet ist. Die folgenden Fragen sollten allesamt bejaht werden können, bevor die Bewerbung eingereicht wird:
„Ist mein Produkt oder meine Dienstleistung für die breite Masse interessant und/oder neuartig und innovativ?“
„Ist der Nutzen meines Produktes/Services leicht verständlich?“
„Habe ich ein wirtschaftlich interessantes Geschäftsmodell?“
„Gibt es einen Proof-of-Concept (Machbarkeitsnachweis)?“
„Habe ich für das Projekt bereits eine Kapitalgesellschaft gegründet bzw. wann kann ich dies durchführen?“
„Ist mein Finanzierungsbedarf für eine Crowdinvesting-Kampagne geeignet?“
„Sind genügend Ressourcen für die Umsetzung vorhanden (qualifiziertes Team, Zeit, Budget etc.)?“
Ist es dem Gründer nicht möglich alle Fragen zu bejahen, muss sich das Unternehmen überlegen, ob es Sinn macht sich die Zeit zu nehmen sämtliche, durch die Plattform benötigten Unterlagen zu erstellen und einzureichen. Ist das Unternehmen sich sicher, dass sein Projekt für Crowdinvesting geeignet ist, können alle Unterlagen und Informationen, die die Crowdinvesting-Plattform benötigt, eingereicht werden. Die jeweiligen Plattformen informieren auf ihrer Homepage über die relevanten Dokumente. Um den Prozess zu beschleunigen, sollten diese sorgfältig und detailliert aufbereitet werden. Im darauffolgenden Screening-Prozess der Plattformbetreiber werden die eingereichten Projektunterlagen wie z.B. der Businessplan gründlich überprüft.
1 Einleitung: Vorstellung des Crowdinvesting-Megatrends und Definition der Forschungsziele zur Untersuchung von Anlagemotiven sowie Chancen und Risiken.
2 Begriffliche Abgrenzung: Klärung der Grundbegriffe Crowdsourcing und Crowdfunding und deren Differenzierung in verschiedene Finanzierungsformen.
3 Praktische Aspekte des Crowdinvestings: Beschreibung der Akteure, des Ablaufs von Kampagnen, der Marktentwicklung sowie des speziellen Bereichs der Immobilienfinanzierung.
4 Rechtliche und steuerliche Aspekte des Crowdinvesting: Erläuterung der rechtlichen Rahmenbedingungen unter Berücksichtigung des Kleinanlegerschutzgesetzes und der steuerlichen Behandlung verschiedener Beteiligungsformen.
5 Crowdinvesting aus Sicht der Kapitalgeber: Analyse der Motive und Zielsetzungen, Einordnung in Investorentypen sowie Untersuchung von Chancen und Risiken der Investition.
6 Umfrage zu Anlagemotiven und Risikoeinschätzung der Crowd: Darstellung der methodischen Vorgehensweise und Auswertung der empirischen Ergebnisse zur Anlegerstruktur und deren Beweggründen.
7 Resümee und Ausblick: Zusammenfassung der Kernerkenntnisse der Arbeit und Einschätzung der zukünftigen Marktentwicklung unter Berücksichtigung regulatorischer Änderungen.
Crowdinvesting, Crowdfunding, Kapitalgeber, Anlagemotive, Risiko, Rendite, Kleinanlegerschutzgesetz, Start-ups, Immobilienfinanzierung, Diversifizierung, Totalverlust, Schwarmintelligenz, Beteiligungsmodelle, Finanzierungsmarkt, Equity-based Crowdfunding.
Die Arbeit behandelt die Finanzierungsform Crowdinvesting und beleuchtet diese speziell aus der Perspektive der Kapitalgeber, wobei Motive, Chancen und Risiken im Zentrum stehen.
Die zentralen Felder sind die begriffliche Abgrenzung des Crowdinvestings, rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen, die Identifikation von Anlegertypen und eine empirische Umfrage zum Anlegerverhalten.
Ziel ist es zu untersuchen, welche Motive die Crowd antreiben, und kritisch zu hinterfragen, ob Crowdinvesting angesichts der Risiken eine geeignete Alternative für Privatanleger darstellt.
Neben einer deskriptiven Literaturanalyse der aktuellen Fachliteratur wird ein kleiner empirischer Teil in Form einer Online-Umfrage unter Crowdinvestoren durchgeführt, um Erkenntnislücken zu schließen.
Der Hauptteil gliedert sich in die praktische Umsetzung von Kampagnen, die rechtlich-steuerliche Analyse, die Kategorisierung von Anlegertypen sowie eine detaillierte Risikobetrachtung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Crowdinvesting, Anlagemotive, Risikostreuung, Rendite, Kleinanlegerschutz und Startup-Finanzierung charakterisieren.
Es führt wichtige Regulierungen ein, wie etwa eine Obergrenze für Einzelinvestments und Informationspflichten, um Kleinanleger vor hohen Risiken wie dem Totalverlust zu schützen.
Es wurden fünf Typen unterschieden: der Spaß-Investor, der Produkt-Jünger, der Friends & Family-Investor, der Rendite-Investor und der sogenannte Crowd Angel.
Sie gilt als einer der Treiber, da Anleger aufgrund mangelnder Zinsen bei klassischen Bankprodukten nach renditestärkeren, wenn auch riskanteren Alternativen in der Realwirtschaft suchen.
Die Umfrage zeigt, dass die Mehrheit das Risiko zwar als ärgerlich einstuft, dies jedoch durch die Investition kleiner Beträge als verkraftbar ansieht.
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