Bachelorarbeit, 2016
65 Seiten, Note: 1,6
1 Einführung
1.1 Aufbau
2 Alpiner Wintersport und Umwelt
2.1 Begriffsklärung
2.2 Bedeutung des alpinen Wintersportes
2.3 Umweltprobleme des alpinen Wintersportes
2.4 Alpiner Wintersport in Zeiten des Klimawandels
3 Umweltbewusstsein und Umweltverhalten im alpinen Wintersport
3.1 Begriffsklärung
3.2 Entwicklung und Stand des Umweltbewusstseins im alpinen Wintersport
3.3 Diskrepanz zwischen Umweltbewusstsein und –verhalten im alpinen Wintersport
3.3.1 Erklärungsansätze für die Diskrepanz
3.4 Typisierung von alpinen Wintersportlern
4 Umweltleistungen von Skigebieten
4.1 Mögliche Maßnahmen der Seilbahnunternehmen zur Aufwertung der Umweltbilanz von Skigebieten
4.2 Betriebliches Umweltmanagement bei Skigebieten
4.2.1 Nutzenpotenziale durch Umweltmanagementsysteme
4.3 Internetgestützte Umweltkommunikation der Skigebiete
5 Webseiten-Analyse von Skigebieten
5.1 Methodik
5.1.1 Untersuchungsgruppe
5.1.2 Kriterien
5.1.3 Bewertung
5.2 Ergebnisse
5.3 Good Practice
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die Bachelorarbeit untersucht die Rolle der Skigebiete und deren externe Umweltkommunikation. Im Fokus steht die Forschungsfrage, inwiefern alpine Wintersportler Informationen über Umweltleistungen von Skigebieten abrufen können und ob die Implementierung eines Umweltmanagementsystems (insb. DIN EN ISO 14001) die Qualität dieser Kommunikation beeinflusst.
Erklärungsansätze für die Diskrepanz
Die aufgezeigte Diskrepanz ist keineswegs eine Erscheinung, die nur im alpinen Wintersport festzustellen ist, sondern ist generell in der Wissenschaft seit Mitte der 1990er Jahre weithin erforscht und eine der großen Herausforderungen der Umweltpolitik mit allen relevanten Teilbereichen wie der Energie- und Abfallwirtschaft, dem Verkehrswesen und der Landwirtschaft. So vielfältig die Ursachen für diese Diskrepanz sind, so bestehen doch einige vorherrschende Erklärungsansätze, welche auch bei dem Verhalten der alpinen Wintersportler zum Tragen kommen.
Low-Cost Hypothese
Nach der Low-Cost Hypothese von (Diekmann & Preisendörfer, 2001), liegt ein Grund der beschriebenen Diskrepanz in den Kosten, die ein Mensch aufbringen muss, um ein bestimmtes Verhalten umweltfreundlicher zu gestalten. Diese Kosten müssen dem Modell nach keinen monetären Charakter haben, sondern können auch Einschränkungen der Bequemlichkeit oder der zeitlichen Flexibilität bedeuten oder in anderer Weise die Bedürfnisse des Menschen betreffen (Kuckartz, 1998, S.53). Umweltfreundliche Verhaltensweisen werden demnach nicht angenommen, wenn der persönliche Aufwand, verglichen mit dem dadurch entstehenden Nutzen, als zu hoch eingeschätzt wird. Es wird eine Kosten-Nutzen-Abwägung angestellt, welche individuell sehr unterschiedlich ausfallen kann. Tendenziell verliert jedoch der positive Einfluss eines stark ausgeprägten Umweltbewusstseins auf das Verhalten, in Anbetracht von zunehmenden Verhaltenskosten an Einfluss (Diekmann & Preisendörfer, 2001).
1 Einführung: Die Arbeit beleuchtet den sozio-ökologischen Konflikt zwischen Wintersport und Umweltschutz und definiert das Ziel, die externe Umweltkommunikation der Skigebiete zu analysieren.
2 Alpiner Wintersport und Umwelt: Dieses Kapitel erläutert die ökonomische Relevanz des Sektors sowie die vielfältigen ökologischen Belastungen, die durch den Wintersport und den Klimawandel entstehen.
3 Umweltbewusstsein und Umweltverhalten im alpinen Wintersport: Es wird die Diskrepanz zwischen dem (oft positiven) Umweltbewusstsein der Sportler und ihrem tatsächlichen Handeln (z.B. PKW-Anreise) theoretisch analysiert und typisiert.
4 Umweltleistungen von Skigebieten: Hier werden Handlungsfelder für Skigebiete (z.B. CO2-Reduzierung) sowie die Rolle und Grenzen von Umweltmanagementsystemen (ISO 14001, EMAS) diskutiert.
5 Webseiten-Analyse von Skigebieten: Das Kapitel enthält den empirischen Teil, in dem die Internetauftritte zertifizierter Skigebiete anhand eines Kriterienkatalogs auf ihre Umweltkommunikation hin untersucht werden.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, wobei insbesondere die Schwachstellen in der Kommunikation von Zertifizierungen aufgezeigt und künftige Handlungsbedarfe identifiziert werden.
Alpiner Wintersport, Umweltkommunikation, Umweltmanagement, ISO 14001, EMAS, Webseiten-Analyse, Umweltbewusstsein, Umweltverhalten, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Skigebiete, CSR, Wintertourismus.
Die Arbeit analysiert, wie Skigebiete, die ein Umweltmanagementsystem implementiert haben, ihre Umweltleistungen im Internet kommunizieren und ob diese Informationen für Wintersportler leicht zugänglich sind.
Die Arbeit verknüpft die ökonomische Bedeutung des Skitourismus mit ökologischen Problemen, der Psychologie von Umweltbewusstsein sowie betrieblichen Managementansätzen und digitaler Kommunikation.
Das Ziel ist zu überprüfen, ob Skigebiete ihre zertifizierten Umweltmaßnahmen aktiv online kommunizieren, um so zur Sensibilisierung der Gäste beizutragen und sich im Wettbewerb zu positionieren.
Der Autor führt eine standardisierte Webseiten-Analyse bei 19 ausgewählten Skigebieten durch, wobei ein Kriterienkatalog in den Kategorien Erreichbarkeit, Informationsangebot, Darstellung und Dialogangebot angewendet wird.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Umweltbewusstsein, die Darstellung von Umweltmaßnahmen durch Seilbahnunternehmen und die detaillierte Auswertung der empirischen Analyse.
Kernbegriffe sind Umweltkommunikation, ISO 14001, Wintersporttourismus, Umweltbewusstsein, Webseiten-Analyse und Nachhaltigkeitsmanagement.
Sie dient als Erklärungsmodell für die Diskrepanz zwischen dem Umweltbewusstsein der Wintersportler und ihrem tatsächlichen Handeln, indem sie aufzeigt, dass individueller Aufwand (Bequemlichkeit, Kosten) oft über umweltfreundliches Verhalten siegt.
Da sie das weltweit verbreitetste System für Umweltmanagementsysteme ist, diente sie als Ausgangspunkt, um zu prüfen, ob ein solches Zertifikat automatisch eine hohe Qualität in der externen Kommunikation nach sich zieht.
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