Bachelorarbeit, 2015
113 Seiten, Note: 1,0
Vorbemerkung
1 Einleitung – Virtual Reality und Jugendarbeit
1.1 Begriffsklärung: Virtuelle Realitäten - Cyberspace - Scheinraum
1.2 Begriffsklärung: Annehmende Grundhaltung - Innere Haltung / Einstellung – Vorurteile
2 Medienkritik – aufgezeigt an Akteuren der Jugendarbeit
2.1 Tendenzen der Medienkritik und die Kritik an diesen
2.2 Stimmungsbild unter Akteuren der Jugendarbeit
3 Vom Werden des Menschen – wo und wie geschieht das?
3.1 Der Raum – was ist das?
3.2 Wie findet man in den Raum hinein? - Sozialökonomie, das Konzept der Raumaneignung ausgehend von Leontjew (1973) bis in den Cyberspace
3.3 Raumaneignung / Raumvorstellung und Medienhandeln
3.4 Hineinfinden in die Gesellschaft, betrachtet durch die Brille der Sozialisationsforschung
3.5 Hineinfinden in die Gesellschaft durch und mit Medien - Mediensozialisation
3.6 Jugendkulturen heute: Ticken alle gleich im digitalen Rythmus?
4 „Look up“ und die Bedeutung der Kommentarfunktion bei Youtube
4.1 Kommentare – Verschriftlichung der Eindrücke einer Rezeption von user generated content
4.2 Die Tradition des Interpretierens und Kommentierens – von der Thora zu YouTube
4.3 Kommentare - Gedanken der User über die Qualität des virtuellen Lebens
5 Christlich motivierte Jugendarbeit – Handy als Kulturgut mit religiösen Kapazitäten
5.1 Begriffsklärung: Was ist Religion?
5.2 Religion in Medien
6 Fazit
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Virtualisierung auf die Jugendarbeit, indem sie das Verhältnis zwischen realen und virtuellen Aneignungsräumen beleuchtet, die kritische Haltung von Pädagogen gegenüber digitalen Medien hinterfragt und das Ziel verfolgt, einen fachlich fundierten Ansatz für eine akzeptierende und begleitende Jugendarbeit im digitalen Zeitalter zu entwickeln.
1.2 Begriffsklärung: Annehmende Grundhaltung - Innere Haltung / Einstellung – Vorurteile
„Die innere Einstellung generiert die Erwartungshaltung und die wiederum beeinflusst weitgehend die Erfahrung!“
Diese von Eller beschriebene Erwartungshaltung verneint Bogyó-Löffler und unterstreicht die Bedeutung von Bubers ausgedrückter Bereitschaft, sich von Erwartungen frei zu machen: „Sie ist vielmehr die begriffliche Zusammenfassung einer inneren Haltung der Offenheit, sich auf etwas Neues, Unbekanntes und im Voraus nicht Berechenbares einzulassen.“
Das „Du“ in Bubers Grundwort Ich-Du beschreibe laut Bogyó-Löffler einen Freiraum, der gefüllt werden könne durch Einzigartigkeit. Als eine Dimension der Handlungskompetenz – neben Können und Wissen - beschreiben Birgmeier und Mührel diese Haltung. Diese sei an „(...) ethisch normative Handlungstheorien gekoppelt (...)“, welche sich nicht einfach lehren und lernen lassen, sondern die erwachsen würden. Birgmeier und Mührel definieren Haltung als „Selbstand als ein Stand des Selbst in der Welt.“ Ein Zugang zur inneren Haltung lasse sich entsprechend in der Nikomachischen Ethik finden, in der Aristoteles grundlegend das Verständnis der Ethik als Haltung beschreibe.
1 Einleitung – Virtual Reality und Jugendarbeit: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und verdeutlicht die Relevanz der "Ich-Du-Begegnung" nach Martin Buber im Kontext virtueller Lebenswelten.
2 Medienkritik – aufgezeigt an Akteuren der Jugendarbeit: Es wird die Polarisierung innerhalb der Medienkritik analysiert und durch ein Stimmungsbild unter Akteuren der Jugendarbeit ergänzt.
3 Vom Werden des Menschen – wo und wie geschieht das?: Dieser Abschnitt beleuchtet theoretische Konzepte der Sozialisation und Raumaneignung im Hinblick auf digitale Räume und jugendliches Medienhandeln.
4 „Look up“ und die Bedeutung der Kommentarfunktion bei Youtube: Hier wird anhand des Youtube-Films "Look up" und der zugehörigen Nutzerkommentare eine authentische Bestandsaufnahme der virtuellen Lebenswelt Jugendlicher vorgenommen.
5 Christlich motivierte Jugendarbeit – Handy als Kulturgut mit religiösen Kapazitäten: Das Kapitel verknüpft religiöse Aspekte und christliche Jugendarbeit mit der Nutzung digitaler Medien.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und plädiert für eine annehmende, medienpädagogisch kompetente Grundhaltung in der Jugendarbeit, statt technischer Ablehnung.
Jugendarbeit, Medienpädagogik, Virtual Reality, Sozialisation, Raumaneignung, Medienkritik, Digitale Medien, Identitätsarbeit, Innere Haltung, Beziehungsarbeit, Medienkompetenz, Soziale Netzwerke, Cyberspace, Religion, Smartphone.
Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, die die zunehmende Digitalisierung und virtuelle Verortung junger Menschen für die praktische Jugendarbeit darstellt.
Zentrale Themen sind die theoretische Raumaneignung, Medienkritik, Mediensozialisation, die Rolle der Kommentarfunktion bei Youtube sowie die Verknüpfung von christlicher Jugendarbeit mit digitalen Medien.
Das Ziel ist es, eine akzeptierende innere Haltung der Jugendmitarbeiter gegenüber den virtuellen Aneignungsräumen der Jugendlichen zu fördern und medienpädagogische Kernkompetenzen als notwendig zu identifizieren.
Die Arbeit nutzt eine hermeneutische Darstellung sowie eine Analyse von Literaturquellen und ergänzt diese durch eine nicht repräsentative qualitative Befragung unter Akteuren der Jugendarbeit.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des "Werdens des Menschen", eine medienkritische Betrachtung der Akteure, die Analyse der Bedeutung von Nutzerkommentaren bei Youtube sowie die christliche Perspektive auf Medien.
Die wichtigsten Begriffe sind Jugendarbeit, Medienkompetenz, Sozialisation, Virtuelle Realität, Raumaneignung und Medienkritik.
Die Kommentare dienen als authentische Quelle für die Meinungsbildung und die Befindlichkeit Jugendlicher sowie Erwachsener bezüglich der Wertigkeit von virtuellen versus realen Lebenserfahrungen.
Die Autorin sieht den Jugendmitarbeiter vorrangig als Vermittler von Medienkompetenz, der Jugendlichen in ihrem Prozess der Enkulturation begleiten und ihnen trotz der virtuellen Herausforderungen weiterhin Wertschätzung entgegenbringen muss.
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