Bachelorarbeit, 2016
43 Seiten, Note: 1,5
1. EINLEITUNG
2. KÖRPERSOZIOLOGISCHE UNTERSUCHUNGSKATEGORIEN NACH RUIN
2.1 DISZIPLINIERTE KÖRPER
2.1.1 Zergliederung
2.1.2 Fertigkeiten
2.1.3 Leistung
2.1.4 Funktionalisierung
2.1.5 Gehorsam
2.2 REGULIERTE KÖRPER
2.3 LEIBLICH GEBILDETE
2.3.1 Reflexion über Körper
2.3.2 Körperlicher Ausdruck
2.3.3 Leiberfahrung
2.3.4 Sinnliche Wahrnehmung
2.4 ZUSAMMENFASSENDE ÜBERSICHT
3. KÖRPERBILDER IN SCHULSPORTKONZEPTEN
3.1 DAS SPORTARTENKONZEPT
3.1.1 Allgemeine Vorstellung des Konzepts
3.1.2 Das Körperbild im Sportartenkonzept
3.2 KONZEPT DER HANDLUNGSFÄHIGKEIT
3.2.1 Allgemeine Vorstellung des Konzepts
3.2.2 Das Körperbild im Konzept der Handlungsfähigkeit
4. KÖRPERBILDER DER SCHULSPORTKONZEPTE UND INKLUSION
4.1 INKLUSION UND DAS SPORTARTENKONZEPT
4.2 INKLUSION UND DAS KONZEPT DER HANDLUNGSFÄHIGKEIT
5. ZUSAMMENFASSUNG
6. AUSBLICK
7. LITERATURVERZEICHNIS
Diese Bachelorarbeit untersucht, inwieweit die in gängigen sportdidaktischen Konzepten (Sportartenkonzept und Konzept der Handlungsfähigkeit) enthaltenen Körperbilder ein Hindernis für die schulische Inklusion darstellen. Das Ziel ist es zu klären, ob diese Konzepte auf Basis einer körpersoziologischen Analyse mit dem Inklusionsgedanken vereinbar sind.
2.1 Disziplinierte Körper
Das Modell der Disziplinierten Körper wurde von Foucault entwickelt und beschreibt ein funktionales Körperbild. Er erläutert in diesem Konzept das gleichzeitige Auftauchen von Einsperrung und Haft, welches sich als neues Strafmodell im Gegensatz zu den Reformideen zunehmend im 18. und 19. Jahrhundert durchsetzt (Hubrich, 2013, S. 25). Der menschliche Körper wird hierbei als ein Ort der Schulung, der Übung und der Überwachung verortet.
In Überwachen und Strafen entwirft Foucault (1994) am Beispiel des Gefängnisses eine politische Geschichte des Körpers, die eine Geschichte der politisch administrativen Mittel und Mechanismen der Körperdisziplinierung darstellt. Er stellt kurz gesagt die Entwicklung einer spezifischen Machttechnologie heraus: der Disziplin. In dieser ist der Körper als Maschine aufgefasst und wird zur Steigerung seiner Fähigkeiten „zum Zwecke eines parallelen Anwachsens seiner Nützlichkeit, Gelehrigkeit und Integration in wirksame ökonomische Kontrollsysteme“ (Ruin, 2015, S. 36) dressiert.
Zu diesen Kontrollsystemen gehören unter anderem auch Schulen und Internate, weshalb sich die Arbeiten Foucaults durchaus für die Analyse sportpädagogischer Konzepte anbieten. Der Körper wird Foucault (1994, S. 176) zufolge „in einem ausgetüftelten Ensemble aus Zwängen und kalkulierten Manipulationen vielfältig diszipliniert.“ Die Macht des menschlichen Körpers erfährt hierbei laut Ruin (2015, S. 37) eine Spaltung: zunächst soll die körperliche Fähigkeit und Tauglichkeit gesteigert werden, gleichzeitig wird die aus dieser Steigerung möglicherweise entstehende Macht jedoch zu einem Verhältnis strikter Unterwerfung umgepolt.
So wird die „Produktion unterworfener, geübter, fügsamer und gelehriger Körper“ (Foucault, 1994, S. 177) in der Disziplin gewährleistet, die individuelle Persönlichkeit hingegen tritt zurück. Foucault erkennt eine genaue Anwendung politisch-administrativer Techniken, die dazu dienen, Spuren am Körper des zu Bestrafenden zu hinterlassen und folglich „die Gewohnheit des Verhaltens“ zu ändern (Gugutzer, 2010, S. 62).
1. EINLEITUNG: Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen der Inklusion im Schulsport vor dem Hintergrund des Grundgesetzes und der UN-Behindertenrechtskonvention.
2. KÖRPERSOZIOLOGISCHE UNTERSUCHUNGSKATEGORIEN NACH RUIN: Es werden theoretische Grundlagen nach Ruin etabliert, um Körperbilder in sportdidaktischen Konzepten anhand soziologischer Kategorien analysieren zu können.
3. KÖRPERBILDER IN SCHULSPORTKONZEPTEN: Das Sportartenkonzept von Söll und das Konzept der Handlungsfähigkeit von Kurz werden im Hinblick auf ihre impliziten Körperbilder untersucht.
4. KÖRPERBILDER DER SCHULSPORTKONZEPTE UND INKLUSION: Die zuvor analysierten Konzepte werden kritisch auf ihre Anwendbarkeit und Kompatibilität mit dem inklusiven Bildungsansatz geprüft.
5. ZUSAMMENFASSUNG: Die Ergebnisse zeigen, dass beide Konzepte aufgrund ihrer Leistungsfixierung und der Orientierung an normierten Körpern kaum mit dem Inklusionsgedanken vereinbar sind.
6. AUSBLICK: Es wird diskutiert, welche Veränderungen in der Didaktik und der Gesellschaft notwendig wären, um Inklusion im Sportunterricht tatsächlich zu ermöglichen.
7. LITERATURVERZEICHNIS: Verzeichnis aller verwendeten Quellen zur theoretischen Untermauerung der Arbeit.
Inklusion, Schulsport, Körperbilder, Körpersoziologie, Sportartenkonzept, Handlungsfähigkeit, Leistungsgesellschaft, Körperdisziplinierung, Sportpädagogik, Mehrperspektivität, Heterogenität, Schulentwicklung, Leistungsfähigkeit, Leiblichkeit, Inklusionsdidaktik
Die Arbeit untersucht, ob etablierte sportdidaktische Konzepte wie das Sportartenkonzept und das Konzept der Handlungsfähigkeit mit den Anforderungen einer inklusiven Schule vereinbar sind.
Die zentralen Themen sind Inklusion im Schulsport, die soziologische Analyse von Körperbildern in sportpädagogischen Konzepten und die kritische Auseinandersetzung mit Leistungsnormen.
Das Ziel ist herauszufinden, ob die in den didaktischen Konzepten transportierten Körperbilder als Hindernis für eine gelingende Inklusion fungieren.
Die Arbeit nutzt eine körpersoziologische Analyse, basierend auf den Kategorien von Ruin, um die sportdidaktischen Konzepte theoretisch zu durchleuchten.
Im Hauptteil werden die körpersoziologischen Untersuchungskategorien definiert, die beiden Sportkonzepte analysiert und deren Anwendbarkeit im Inklusionskontext diskutiert.
Die zentralen Begriffe sind Inklusion, Sportartenkonzept, Handlungsfähigkeit, Körperbilder und Leistungsgesellschaft.
Es setzt eine volle Funktionsfähigkeit des Körpers voraus und ist stark auf normierte sportmotorische Leistungen fokussiert, wodurch Schüler mit Beeinträchtigungen oft ausgeschlossen werden.
Obwohl es durch die Mehrperspektivität und Sinnrichtungen wie Ausdruck oder Eindruck theoretische Anknüpfungspunkte bietet, wird dieser Vorteil durch die übergeordnete Fixierung auf Leistung weitgehend neutralisiert.
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