Masterarbeit, 2015
106 Seiten
1 EINFÜHRUNG UND BEGRÜNDUNG DES THEMAS
1.1 FRAGESTELLUNG
2 PROJEKTMETHODE
2.1 KLÄRUNG DER BEGRIFFLICHKEITEN
2.2 DEFINITION
2.3 GENESE
2.3.1 John Dewey
2.3.2 William H. Kilpatrick
2.4 METHODISCHE MERKMALE
2.4.1 Situationsbezug
2.4.2 Orientierung an den Interessen der Beteiligten
2.4.3 Gesellschaftliche Praxisrelevanz
2.4.4 Zielgerichtete Projektplanung
2.4.5 Selbstorganisation und Selbstverantwortung
2.4.6 Einbeziehen vieler Sinne
2.4.7 Soziales Lernen
2.4.8 Produktorientierung
2.4.9 Interdisziplinarität
2.4.10 Grenzen des Projektunterrichts
2.5 GRUNDMUSTER DER PROJEKTMETHODE NACH FREY
2.5.1 Projektinitiative
2.5.2 Auseinandersetzung mit der Projektinitiative in einem vereinbarten Rahmen (Projektskizze)
2.5.3 Entwicklung der Projektinitiative zum Betätigungsgebiet (Projektplan)
2.5.4 Aktivitäten im Betätigungsgebiet/ Projektdurchführung
2.5.5 Abschluss des Projekts
2.5.6 Fixpunkte
2.5.7 Metainteraktion/ Zwischengespräch
2.6 LEGITIMATION DES PROJEKTARTIGEN LERNENS
2.7 KONSEQUENZEN FÜR DIE EIGENE UNTERRICHTSPLANUNG
2.8 UMSETZBARKEIT, PROBLEME UND FAZIT
3 INDIVIDUALISIERTES LERNEN
3.1 BEDEUTUNG UND DEFINITION
3.2 METHODISCHE MERKMALE
3.3 ASPEKTE INDIVIDUALISIERTEN LERNENS IN DER SCHULE
3.4 LEGITIMATION DES INDIVIDUALISIERTEN LERNENS
3.5 KONSEQUENZEN FÜR DIE EIGENE UNTERRICHTSPLANUNG
3.6 UMSETZBARKEIT UND FAZIT
4 VERBINDUNG VON PROJEKTARTIGEM UND INDIVIDUALISIERTEM LERNEN
4.1 KONSEQUENZEN FÜR DIE UNTERRICHTSPLANUNG
4.2 WEITERES VORGEHEN
5 DIDAKTISCHE PLANUNG DER UNTERRICHTSEINHEIT
5.1 BEDINGUNGSANALYSE
5.1.1 Curriculare Bedingungen
5.1.2 Institutionelle Bedingungen
5.1.3 Soziokulturelle Bedingungen
5.2 BEGRÜNDUNGSZUSAMMENHANG
5.2.1 Gegenwartsbedeutung
5.2.2 Zukunftsbedeutung
5.2.3 Exemplarische Bedeutung
5.3 THEMATISCHE STRUKTURIERUNG/ PÄDAGOGISCHE SACHANALYSE
5.3.1 Perspektiven des Themas
5.3.2 Immanent- methodische Struktur
5.3.3 Einzelmomente
5.3.4 Zusammenhang der Einzelmomente
5.3.5 Schichtung der Thematik
5.3.6 Zusammenhänge der Thematik
5.3.7 Notwendige begriffliche, kategoriale Voraussetzungen
5.4 TEILLERNZIELE
5.5 ZUGÄNGLICHKEIT UND DARSTELLBARKEIT
5.6 LEHR- LERNPROZESSSTRUKTUR
5.7 BEWERTUNG UND AUSWERTUNG
6 PRAKTISCHE DURCHFÜHRBARKEIT
7 ZUSAMMENFASSENDE SCHLUSSBETRACHTUNG
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Verknüpfung und praktischen Umsetzung von individualisiertem und projektartigem Lernen in der beruflichen Bildung, am konkreten Beispiel einer Unterrichtseinheit zum Thema Blutspende für Medizinische Fachangestellte.
2.1 Klärung der Begrifflichkeiten
Im Folgenden werden die unterschiedlichen Begrifflichkeiten der Projektmethode genauer definiert. Im Kontext der Projektmethode tauchen viele Begriffe, wie Projektlernen, Projektarbeit, Projektunterricht oder einfach Projekt auf. Diese Vielfalt an Umschreibungen findet sich in der Literatur vieler Autoren wie beispielsweise Karl Frey (Frey 2012, S. 14), William H. Kilpatrick (Dewey/ Kilpatrick 1935, S. 131) und Herbert Gudjons (Gudjons 2001) wieder. Alle Begriffe werden von unterschiedlichen Autoren bunt durcheinander und häufig synonym verwendet. Beispielsweise nutzt Gudjons innerhalb eines Kapitels die Begriffe Projektmethode, Projektunterricht und Projektarbeit (vgl. Gudjons 2001, S. 80 ff.). Allen Begriffen gleich ist der Wortbestandteil „Projekt“.
Das Wort Projekt stammt vom lateinischen Wort proicere ab und bedeutet so viel wie vorauswerfen, entwerfen, planen oder sich vornehmen. In Verbindung mit Schule kennzeichnet der Begriff die Entwicklung von Unterricht durch die beteiligten Lehrer und Schüler. Neben dem eben definierten Begriff des Projektes ist der zweite Wortbestandteil der Begriff der Methode, dessen Ursprung im Altgriechischen liegt und den Weg der Untersuchung, den Weg, das anzugeben, was man sich vornimmt oder vorgenommen hat, beschreibt (vgl. Frey 2012, S. 14). Der Begriff ist nicht mit dem amerikanischen Begriff „project method“ zu übersetzen, da der Begriffsumfang des amerikanischen Wortes „method“ deutlich weiter ist, als das deutsche Wort „Methode“ und darüber hinaus eine weitere inhaltliche Bedeutung hat (vgl. Hahne/ Schäfer 2011, S. 3). Allen Projektdefinitionen ist ihr deskriptiver Charakter gemeinsam. Anhand von formellen Kriterien entwerfen sie ein Raster, mit dem dem Projektunterricht oder vielmehr die Projektmethode zur Deckung zu bringen sein muss. Ein diesem Raster nicht voll entsprechender Unterricht ist, wie bereits in der Einleitung erwähnt, als projektorientierter Unterricht oder projektartiges Lernen zu bezeichnen. Der Projektunterricht stellt die konsequenteste Umsetzung der Projektmethode dar (vgl. Voß/ Ziegenspeck 1999, S. 42).
1 EINFÜHRUNG UND BEGRÜNDUNG DES THEMAS: Einleitung in die Relevanz individualisierten und projektartigen Lernens angesichts steigender Heterogenität in Berufsschulen.
2 PROJEKTMETHODE: Detaillierte theoretische Fundierung der Projektmethode, inklusive ihrer historischen Genese, wesentlicher Merkmale nach Frey und Gudjons sowie deren Legitimationsgrundlagen.
3 INDIVIDUALISIERTES LERNEN: Untersuchung des Konzepts des individualisierten Lernens, seiner Definition, methodischen Merkmale und der Herausforderungen bei der Umsetzung im schulischen Kontext.
4 VERBINDUNG VON PROJEKTARTIGEM UND INDIVIDUALISIERTEM LERNEN: Darlegung der theoretischen und praktischen Möglichkeiten, beide Ansätze für eine optimierte Unterrichtsplanung zu kombinieren.
5 DIDAKTISCHE PLANUNG DER UNTERRICHTSEINHEIT: Umfassende didaktische Analyse und Planung einer Unterrichtseinheit zum Thema Blutspende, basierend auf Klafki und Greb.
6 PRAKTISCHE DURCHFÜHRBARKEIT: Reflexion über die Anwendbarkeit der entwickelten Unterrichtspläne im realen Berufsalltag der Medizinfachangestellten-Ausbildung.
7 ZUSAMMENFASSENDE SCHLUSSBETRACHTUNG: Kritische Würdigung der Arbeit, Zusammenführung der zentralen Erkenntnisse und Beantwortung der Forschungsfrage zur Verbindung der Lernformen.
Projektmethode, Individualisiertes Lernen, Berufliche Bildung, Didaktik, Unterrichtsplanung, Blutspende, Handlungsorientierung, Heterogenität, Kompetenzentwicklung, Medizinfachangestellte, Projektunterricht, Selbstorganisation, Sozialform, Lehr- Lernprozess, Schulpädagogik
Die Arbeit untersucht, wie individualisiertes Lernen und projektartiges Lernen in der beruflichen Ausbildung, speziell an Berufsschulen, sinnvoll miteinander verknüpft werden können.
Die Arbeit behandelt die Theorie der Projektmethode, Konzepte des individualisierten Lernens, die methodische Verbindung dieser Ansätze und deren didaktische Umsetzung in einer konkreten Unterrichtseinheit.
Ziel ist es, ein Modell für die Verbindung von individualisiertem und projektartigem Lernen zu entwickeln, um der wachsenden Heterogenität in Berufsschulklassen besser zu begegnen.
Die Arbeit nutzt eine fundierte Literaturrecherche zur Theoriebildung und wendet didaktische Planungsmethoden (u.a. nach Klafki und Greb) auf ein konkretes Fallbeispiel an.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Projekt- und Individualdidaktik sowie die detaillierte didaktische Planung einer Unterrichtseinheit zum Thema Blutspende.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Projektmethode, Individualisierung, Berufspädagogik, didaktische Planung und Handlungsorientierung beschreiben.
Das Thema eignet sich hervorragend für die Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten, da es fachliches Wissen mit ökonomischen, ethischen und sozialen Dimensionen verknüpft.
Die Bewertung erfolgt nicht durch ein einzelnes Notensystem, sondern durch Kompetenzraster, Selbsteinschätzung und Fremdeinschätzung der Gruppenarbeit und des Endprodukts.
Die Lehrkraft tritt in den Hintergrund und fungiert primär als Lernbegleiter und Berater, während die Schülerinnen und Schüler ihre Lernprozesse weitgehend eigenständig organisieren.
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