Masterarbeit, 2015
104 Seiten, Note: 5,0 (Schweizer Notenskala!)
1. Einleitung
1.1. Problem
1.2. Fragestellung und Ziel
1.3. Begründung
2. Festlegung des theoretischen Begriffsrahmens
2.1. Kooperatives Lernen
2.2. Heterogenität
2.3. Lehrpersonen
2.4. Weitere Begriffsfestlegungen
3. Übersicht über den Forschungsstand
3.1. Ergebnisse empirisch-quantitativer und empirisch-qualitativer Forschungsarbeiten aus dem deutschen Sprachraum
3.2. Ergebnisse weiterer Forschungsarbeiten und Meta-Analysen aus dem nichtdeutschen Sprachraum
3.3. Allgemeine theoretische Arbeiten
3.4. Reflexion
4. Festlegung der Forschungsmethodik
4.1. Methodologie
4.1.1. Überlegungen zur Methodenwahl
4.1.2. Gütekriterien
4.1.3. Triangulation
4.1.4. Forschungsethik
4.2. Auswahl des Forschungsfeldes
4.3. Methodik
4.3.1. Datenerhebung: Offenes Leitfadeninterview
4.3.2. Datenaufbereitung und Datenauswertung: Experteninterview nach Meuser und Nagel
5. Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
5.1. Darstellung der Ergebnisse
5.2. Interpretation
5.3. Konsequenzen
6. Fazit
Die Arbeit untersucht, welche Bedeutung Kooperatives Lernen für Lehrpersonen in heterogenen Schulklassen hat und welche Bedingungen für ein Gelingen maßgeblich sind. Dabei sollen insbesondere die sozialen Wirkungsmechanismen im Unterrichtsalltag rekonstruiert werden, um eine bestehende Forschungslücke im deutschsprachigen Raum zu schließen.
Die Bedeutung von Schulorganisation, Schulkultur und Schulleitung
Wie in Kapitel 3.3. Allgemeine theoretische Arbeiten bereits dargestellt, wird eine flache Schulorganisation als begünstigend für das Kooperative Lernen beschrieben. Sodann empfiehlt Rotering-Steinberg (2011) einen Implementationsprozess, bei dem das ganze Kollegium einbezogen wird. Dies hat zur Folge, dass entweder das Kooperative Lernen als Teil der Schulkultur von der Schulleitung verordnet sein muss (top-down). Die zweite Möglichkeit besteht darin, dass sich das Kooperative Lernen unter den Lehrpersonen über einen längeren Zeitraum selbstständig verbreitet (bottom-up).
Die befragte Lehrpersonen widersprechen jedoch klar einer Vorstellung, dass das Gesamtkollegium mit kooperativen Lehr-/Lernmethoden unterrichten muss, um Kooperatives Lernen in den einzelnen Klassen zu ermöglichen. Aber es muss für mich nicht zwangsläufig so sein. Es reicht mir, wenn ich in meinem Klassenteam Leute habe, die da an einem Strang ziehen. (B1 Teil 2, Absatz 42). Das Kollegium spielt einfach eine Rolle, wenn man in einem Klassenteam ist, wo man das will, jetzt auf die Strukturen damit zurückgreifen will, wo ein Kooperatives Lernen bietet. Oder wenn man, wie jetzt gerade angesprochen, eine Weiterbildung machen will. (...) Aber sonst (B4, Absatz 64).
Auch eine aktive Unterstützung durch die Schulleitung als notwendige Bedingung fürs Gelingen von Kooperativem Lernen wird verneint. Nein, bei uns jetzt nicht, weil wir ja autonom sind, oder teilautonom sind in unseren Pädagogischen Teams und wir dort eigentlich das machen können, wie wir es wollen. (B1 Teil 2, Absatz 44).
1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Heterogenität in Schulklassen und Darstellung der Forschungsfrage nach den Bedingungen für gelingendes Kooperatives Lernen.
2. Festlegung des theoretischen Begriffsrahmens: Klärung der zentralen Fachbegriffe wie Kooperatives Lernen, Heterogenität und der Rolle der Lehrperson im Kontext der Untersuchung.
3. Übersicht über den Forschungsstand: Zusammenfassung bestehender Studien und Meta-Analysen zur Wirksamkeit kooperativer Methoden und Darstellung der theoretischen Ausgangslage.
4. Festlegung der Forschungsmethodik: Erläuterung der Wahl des Experteninterviews nach Meuser und Nagel als rekonstruktive Forschungsmethode und Darstellung des Vorgehens bei Datenerhebung und -auswertung.
5. Darstellung und Interpretation der Ergebnisse: Ausführliche Analyse der gewonnenen Interviewdaten hinsichtlich der Gelingensbedingungen, der Lehrerrolle und der spezifischen Aufgaben von Heilpädagogen.
6. Fazit: Zusammenfassende Reflexion der Ergebnisse, Beantwortung der Forschungsfrage und Aufzeigen weiterführender Forschungslücken.
Kooperatives Lernen, Heterogenität, Lehrerrolle, Heilpädagogik, Gelingensbedingungen, Experteninterview, Schulalltag, Gruppenarbeit, Inklusion, Unterrichtsentwicklung, Arbeitsaufträge, Sozialkompetenz, Schulkultur, Implementationsphase
Die Masterarbeit befasst sich mit der Frage, wie Kooperatives Lernen in heterogenen Schulklassen erfolgreich umgesetzt werden kann, wobei der Fokus auf den Erfahrungen und Sichtweisen der Lehrpersonen liegt.
Die zentralen Themen sind der Umgang mit Heterogenität, die Rolle der Lehrperson, die Bedeutung von Schulstrukturen sowie die speziellen Aufgaben von Heilpädagogen in diesem Prozess.
Das Ziel ist es, die sozialen Wirkungsmechanismen im Unterrichtsalltag offenzulegen, die darüber entscheiden, ob Kooperatives Lernen gelingt oder misslingt.
Der Autor nutzt die rekonstruierende Sozialforschung und führt theoriegenerierende Experteninterviews durch, die nach der Methode von Meuser und Nagel ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Rahmung, eine Übersicht über den Forschungsstand, die detaillierte Beschreibung der Methodik sowie die Darstellung und Interpretation der gewonnenen Interviewergebnisse.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kooperatives Lernen, Heterogenität, Gelingensbedingungen und die spezifische methodische Herangehensweise über Experteninterviews charakterisieren.
Die Befragten identifizieren die Implementationsphase als eine der kritischsten Phasen für das Gelingen, da hier Routinen und automatisierte Abläufe erst erlernt und verankert werden müssen.
Der Heilpädagoge agiert als Experte für Interaktion und Beziehung und unterstützt die Klassenlehrperson dabei, auch Schülern mit speziellem Förderbedarf die Teilhabe am kooperativen Unterricht zu ermöglichen.
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