Masterarbeit, 2014
96 Seiten, Note: 1,7
1 Problemstellung
2 Theoretischer Bezugsrahmen
2.1 Begriffsbestimmungen
2.1.1 Definition Resilienz
2.1.2 Definition Stress
2.1.3 Psychischer und physischer Aspekt der Gesundheit
2.1.4 Weitere Begriffe in Verbindung mit Resilienz
2.1.5 Persönlichkeiten in Verbindung mit Resilienz
2.2 Entwicklung der Resilienzforschung
2.3 Konzepte der Resilienzforschung
2.3.1 Salutogenese nach Antonovsky
2.3.2 Risikofaktorenkonzept
2.3.3 Schutzfaktorenkonzept
2.3.4 Zusammenhang von Risiko- und Schutzfaktoren
2.3.5 Rahmenmodell nach KUMPFER
2.4 Empirische Befunde der Resilienzforschung
2.4.1 Wichtige Studien der Resilienzforschung
2.4.2 Ergebnisse der empirischen Forschung
3 Forschungsfrage und Thesen
3.1 Forschungsfrage
3.2 Thesen
4 Untersuchungsmethode
4.1 Beschreibung der Vorgehensweise
4.1.1 Qualitative Inhaltsanalyse nach MAYRING
4.1.2 Häufigkeitsanalyse
4.2 Operationalisierung der Variablen
4.3 Datenerhebung und Datenauswertung
5 Empirische Befunde
5.1 Thesenvorbereitende Ergebnisse
5.1.1 Ergebnisse der Variable Publikationsjahr
5.1.2 Ergebnisse der Variable Publikationsland
5.1.3 Ergebnisse der Variable Geschlecht
5.1.4 Ergebnisse der Variable Datenerhebungsmethode
5.2 Thesenrelevante Ergebnisse
5.2.1 Ergebnisse der Variable Durchschnittsalter
5.2.2 Ergebnisse der Variable Bezugszeitpunkt
5.2.3 Ergebnisse der Variable Psychologische vs. physiologische Perspektive
5.2.4 Ergebnisse der Variable Risiko- und Schutzfaktoren
5.2.5 Ergebnisse der Variable Schlagworthäufigkeit Risikofaktoren
5.2.6 Ergebnisse der Variable Schlagworthäufigkeit Schutzfaktoren
6 Diskussion
6.1 Interpretation der thesenvorbereitenden Ergebnisse
6.2 Interpretation der thesenrelevanten Ergebnisse
6.3 Beantwortung der Forschungsfrage
7 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht den aktuellen Forschungsstand zum Thema Resilienz, um psychologische und physiologische Aspekte sowie relevante Risiko- und Schutzfaktoren zu identifizieren und diese mittels einer quantitativen Literaturanalyse zu differenzieren.
2.1.1 Definition Resilienz
Der Begriff „Resilienz (im lateinischen resilire = zurückspringen) wird ganz allgemein [als] die Toleranz eines Systems gegenüber Störungen“ bezeichnet (KELLER 2013, 14). Der Begriff wurde zuerst in der Physik für die Bezeichnung von Materialien, welche nach einer Belastung wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückfielen, verwendet (BOGERT 2013, 10; KASPER, HARING & MARKSTEINER et al. 2008, 1). Seit vielen Jahren wird der Begriff Resilienz vor allem in der Psychologie gebraucht. Eingeführt in die Wissenschaft wurde der Begriff 1950 von Jack Block, der ursprünglich von „ego-resiliency“ und „ego-control“ sprach (LETZRING, BLOCK & FUNDER 2005, 2). Zu Beginn wurde Resilienz ausschließlich in Zusammenhang mit Kindern verwendet. Bekanntheitsgrad erlangte Resilienz dann durch die Entwicklungspsychologin Emmy Werner von der University of California (KASPER, HARING & MARKSTEINER et al. 2008, 2; OELSBOECK 2013, 103). Im deutschsprachigen Raum wurde der Begriff erstmals durch Corinna Wustmann anerkannt, die sowohl die externale als auch internale Kriterien beachtete (FRÖHLICH-GILDHOFF & RÖNNAU-BÖSE 2014, 9). WUSTMANN (2011, 8) definiert „Resilienz [als] eine psychische Widerstandsfähigkeit von Kindern gegenüber biologischen, psychologischen und psychosozialen Entwicklungsrisiken“.
In der Psychologie wird Resilienz als die relative Widerstandsfähigkeit einer Person gegenüber schwierigen Lebensumständen und unerwarteten Ereignissen bezeichnet. Hiermit verknüpft ist die individuelle Fähigkeit, wie eine Person in Belastungssituationen handlungsfähig bleibt und schwere Belastungen oder Traumatisierungen in einer gewissen Zeit bewältigt (HAGEN & RÖPER 2007, 15; SENF & LANGKAFEL 2012, 93; KELLER 2013, 14). Die sogenannten Belastungen und Traumatisierungen können erhebliche Folgen im späteren Leben mit sich ziehen und vor allem auch zu Krankheiten führen. Allerdings können sehr schwere Belastungen sowie Traumatisierungen auch so verarbeitet werden, dass diese nicht unbedingt den zukünftigen Lebensweg beeinflussen (SENF & LANGKAFEL 2012, 93). Traditionell fokussierte sich die Erforschung der psychischen Entwicklung eines Menschen auf Ursachen von Fehlentwicklungen und Inkompetenz durch sogenannte Risikofaktoren. Mittlerweile ist jedoch der Mensch zunehmend mit seinen Ressourcen und Möglichkeiten seiner Lebensbewältigung in den Mittelpunkt von wissenschaftlichen Fragestellungen gelangt.
1 Problemstellung: Dieses Kapitel thematisiert die zunehmenden psychischen Belastungen in der modernen Gesellschaft und führt in die Relevanz der Resilienzforschung als präventiven Ansatz ein.
2 Theoretischer Bezugsrahmen: Hier werden zentrale Begriffe wie Resilienz und Stress definiert sowie theoretische Konzepte der Resilienzforschung (Salutogenese, Risiko- und Schutzfaktorenkonzept) erläutert.
3 Forschungsfrage und Thesen: Auf Basis der Theorie werden die zentrale Forschungsfrage sowie fünf spezifische Thesen zur empirischen Untersuchung formuliert.
4 Untersuchungsmethode: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen, insbesondere die qualitative Inhaltsanalyse und die Häufigkeitsanalyse von 80 ausgewählten Abstracts.
5 Empirische Befunde: Hier werden die Ergebnisse der Literaturrecherche detailliert dargestellt, unterteilt in thesenvorbereitende und thesenrelevante Daten.
6 Diskussion: Die Ergebnisse aus Kapitel 5 werden interpretiert, diskutiert und die aufgestellten Thesen abschließend überprüft.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und diskutiert den Forschungsbedarf sowie praktische Implikationen für die Zukunft.
Resilienz, Stress, Salutogenese, Risikofaktoren, Schutzfaktoren, psychische Gesundheit, Literaturanalyse, quantitative Forschung, Vulnerabilität, Kindesentwicklung, psychologische Perspektive, physiologische Aspekte, Bewältigungsmechanismen, Prävention, Lebensumstände.
Die Arbeit analysiert den aktuellen Stand der Resilienzforschung mittels einer quantitativen Literaturanalyse von 80 wissenschaftlichen Studien, um psychologische und physiologische Aspekte der Resilienz zu beleuchten.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Definitionen von Resilienz und Stress, die salutogenetische Perspektive sowie die Differenzierung und Wirkung von Risiko- und Schutzfaktoren im Lebenslauf.
Die Forschungsfrage lautet: „Welche psychologischen und physiologischen Aspekte der Resilienz finden sich in der aktuellen Forschungsliteratur und welche Risiko- und Schutzfaktoren lassen sich differenzieren?“
Es wird eine quantitative Literaturanalyse (Häufigkeitsanalyse) im Rahmen einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring auf Basis von 80 Peer-Reviewed-Abstracts durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Bezugsrahmen, die Methodik der Datenauswertung und die detaillierte Darstellung und Diskussion der empirischen Befunde aus den untersuchten Studien.
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Resilienz, Risiko- und Schutzfaktoren, Salutogenese, psychische Gesundheit sowie durch methodische Begriffe wie quantitative Literaturanalyse geprägt.
Ja, die Vermutung, dass überwiegend Kinder und Jugendliche untersucht werden, konnte durch die empirischen Ergebnisse widerlegt werden; der größte Teil der Probanden in den untersuchten Studien lag zwischen 18 und 59 Jahren.
Die Arbeit zeigt, dass entgegen der Erwartung, Längsschnittstudien seien für die Resilienzforschung am besten geeignet, eine signifikant höhere Anzahl an Querschnittsstudien in der Literatur zu finden ist.
Risikofaktoren werden in der Studie häufig identifiziert, wobei „depressive Symptome“ und „Anfälligkeit für Stress“ als die am häufigsten genannten Faktoren in den untersuchten Abstracts hervorgehen.
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