Magisterarbeit, 2012
97 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
2. SYLVIA PLATH UND ANNE SEXTON - LEBEN, WERK UND MOTIVATION ZWISCHEN TRUISMUS UND WIRKLICHKEIT
2.1. Sylvia Plath – „Let me live, love and say it well in good sentences.”
2.2 Anne Sexton - „Since you ask…“
2.3 Posthume Veröffentlichungen
3. PLATHS UND SEXTONS ARBEITSWEISE
3.1 Zwischen Anerkennung, Selbstzweifel und „symptomatischem Perfektionismus“
3.2 Subjektivität versus Objektivität bei Plath
3.3 Kreative Synergien
4. ICH, SYLVIA PLATH - ICH, ANNE SEXTON: DER AUTOR ALS SUBJEKT
4.1 Frau Sylvia Plath, Frau Anne Sexton
4.2 Plath und Sexton zwischen confessional, autobiografisch und persönlich
4.3 Biografische Lesbarkeit
5. POETRY AND AUDIENCE
5.1 Ikonisierung durch die Öffentlichkeit
5.2 Die letzten Gedichte
6. DER ‚SYLVIA PLATH’- & ‚ANNE SEXTON’ EFFEKT: PSYCHOLOGISCHE ERKLÄRUNGSVERSUCHE
6.1 „Is there no way out of mind?“ – Zwischen Kunst und Krankheit
6.2 Der Tod im Schreiben als Heilung und Therapie – Depressed Writing
7. ZUSAMMENFASSUNG
8. BIBLIOGRAFIE
Die vorliegende Arbeit untersucht das literarische Wirken und die biographischen Hintergründe von Sylvia Plath und Anne Sexton, um zu klären, inwieweit ihr Werk objektiv als künstlerisches Konstrukt betrachtet werden kann und wie ihre Identität, ihre Motivation sowie ihre psychischen Erkrankungen die Rezeption ihrer Lyrik beeinflusst haben.
3.1 Zwischen Anerkennung, Selbstzweifel und „symptomatischem Perfektionismus“
In einer Autobiografie lassen sich Autor und Erzähler von vornherein gleichsetzen. In anderen Genres bleibt es eine bloße Vermutung, die nur vom Autor bestätigt werden kann. Foucault erinnerte sich an „eine Zeit, in der die Texte…aufgenommen, verbreitet und bewertet wurden, ohne dass sich die Frage nach dem Autor stellte.“ Doch wenn sich die Frage nach dem Autor stellt, so müssten sich Disziplinen ebenfalls die Frage nach der Arbeits- und Denkweise des Autors stellen, um sich einer sinnigen Interpretation nähern zu können.
Sextons Fokus lag auf Selbstfindung und -ausdruck, auf unbequemen Themen sowie literarischen Erfolg als Rechtfertigung ihrer Existenz durch ihr literarisches Schaffen. Plath teilte augenscheinlich nur den Wunsch nach literarischen Ruhm mit Sexton, doch ihre auf Perfektion, dichterischer und sprachlicher Kontrolle sowie Ambition ausgerichtete Arbeitsweise blieb meist unbeachtet. Sexton sagte einst über Plath: „Sylvia was determined…to be great“ und auch Plaths Worte in einem BBC Interview verdeutlichen diese Ansicht:
„I just wrote…from the time I was quite small…I wrote my first poem, my first published poem, when I was eight and a half years old. It came out in the Boston [Herald], and from then on, I suppose, I’ve been a bit of a professional.”
1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der suizidalen Dichterinnen und die kritische Auseinandersetzung mit der bisherigen literaturwissenschaftlichen Rezeption.
2. SYLVIA PLATH UND ANNE SEXTON - LEBEN, WERK UND MOTIVATION ZWISCHEN TRUISMUS UND WIRKLICHKEIT: Detaillierte biographische Übersicht beider Autorinnen, ihre Motivationen und die Rolle posthumer Veröffentlichungen.
3. PLATHS UND SEXTONS ARBEITSWEISE: Analyse des kreativen Prozesses, von der Suche nach Anerkennung bis hin zur Bedeutung der künstlerischen Zusammenarbeit und Selbstdisziplin.
4. ICH, SYLVIA PLATH - ICH, ANNE SEXTON: DER AUTOR ALS SUBJEKT: Untersuchung der soziokulturellen Einflüsse auf die weibliche Identität und deren Spiegelung im literarischen "Ich".
5. POETRY AND AUDIENCE: Diskussion über die Instrumentalisierung der Autorinnen durch die Öffentlichkeit und die Frage nach dem Stellenwert des Autors für die Textbedeutung.
6. DER ‚SYLVIA PLATH’- & ‚ANNE SEXTON’ EFFEKT: PSYCHOLOGISCHE ERKLÄRUNGSVERSUCHE: Auseinandersetzung mit psychologischen Studien über den Zusammenhang von Kreativität, psychischer Erkrankung und Suizid.
7. ZUSAMMENFASSUNG: Synthese der Ergebnisse zur Bedeutung von Autorschaft und der kritischen Hinterfragung rein biographischer Interpretationen.
8. BIBLIOGRAFIE: Vollständiges Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.
Sylvia Plath, Anne Sexton, Confessional Poetry, Autorschaft, Suizid, psychische Erkrankung, literarisches Ich, Schreibtherapie, Feminismus, literarische Kreativität, Rezeptionsgeschichte, Biographik, Identität, Geschlechterrollen.
Die Arbeit analysiert kritisch das Werk und Leben von Sylvia Plath und Anne Sexton, insbesondere vor dem Hintergrund ihrer oft biografisch geprägten Rezeption und der Frage, wie ihre Identität und ihr psychischer Zustand mit ihrer literarischen Arbeitsweise interagieren.
Die zentralen Felder umfassen die Confessional Poetry, die soziokulturellen Bedingungen für Autorinnen in den 1950er und 1960er Jahren, psychologische Erklärungsansätze für den Zusammenhang von Kreativität und psychischer Krankheit sowie die theoretische Debatte um den "Tod des Autors".
Das Ziel ist es, von einer rein biographisch-pathologischen Sichtweise abzurücken und stattdessen die objektiven literarischen Konstrukte, die Ambitionen der Autorinnen und die Dynamik ihrer kreativen Prozesse in den Vordergrund zu stellen.
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die biographische Kontexte mit literaturtheoretischen Ansätzen (u.a. Foucault, Booth, Barthes) verknüpft, um eine differenziertere Interpretation der Texte zu ermöglichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Arbeitsweisen, das Identitätskonzept des Autors, die ikonische Wirkung durch die Öffentlichkeit sowie die kritische Reflexion psychologischer Erklärungsversuche zum Suizid.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sylvia Plath, Anne Sexton, Confessional Poetry, Autorschaft, Identität, Psychologie, Suizid und literarische Rezeption charakterisiert.
Hughes wird als ein maßgeblicher Faktor sowohl in Plaths Leben als auch in der nachfolgenden, oft kontroversen Rezeption ihres Werkes und Nachlasses beleuchtet, wobei seine Rolle als Ehemann, Agent und Verwalter kritisch hinterfragt wird.
Die Arbeit hinterfragt das Klischee des "mad genius" und untersucht, ob Schreiben für Sexton und Plath tatsächlich eine therapeutische Entlastung darstellte oder ob die professionelle Anforderung an das Schreiben den psychischen Druck eher erhöhte.
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