Bachelorarbeit, 2016
48 Seiten, Note: 2,3
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1 EINFÜHRUNG
1.1 Definition und Terminologie
1.2 Mögliche Wirkweise
1.2.1 Pharmakodynamik
1.2.2 Psychologische Wirkmechanismen
1.3 Geschichtlicher Hintergrund
1.4 Fragestellung
2 METHODEN
2.1 Vorhandene Reviews
2.2 Systematische Literaturübersicht
2.1.1 Datenerfassung
2.1.2 Suchstrategie
2.1.3 Auswahlkriterien
3 ERGEBNISSE
3.1 Studienauswahl
3.2 Studienergebnisse
3.2.1 Depression als Primärdiagnose
3.2.1.1 Ayahuasca
3.2.1.2 Psilocybin
3.2.2 Depression als Begleiterscheinung
3.2.2.1 Psilocybin
3.2.2.2 LSD
3.2.3 Studien an gesunden Probanden
3.2.3.1 Griffiths et al. 2006, 2011
3.2.3.2 Kometer. et al. 2012.
3.2.3.3 Schmid et al. 2015.
3.2.3.4 Krähnemann. et al. 2014.
4 DISKUSSION
4.1 Mögliche Wirkweisen
4.2 Mystische Erfahrungen
4.3 Sicherheit und Kontraindikation
4.4 Einschränkungen
5 FAZIT
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung des aktuellen Forschungsstandes zur antidepressiven Wirkung klassischer Halluzinogene. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wirken LSD, Psilocybin und Ayahuasca antidepressiv? Dabei soll analysiert werden, ob eine Linderung depressiver Symptome bei Patienten sowie eine kompensatorische Veränderung dysfunktionaler Variablen bei gesunden Probanden messbar ist.
1.2.1 Pharmakodynamik
Da DMT, Psilocybin und LSD Agonisten von Serotonin 5-HT1A/2A/2C Rezeptoren sind (Baumeister, 2014; Halberstadt, 2015; dos Santos et al., 2016), wird ihre therapeutische Wirkung mit der Aktivierung dieser Rezeptoren in Verbindung gebracht.
Depressionen werden mit mangelnder Neurogenese und Neuroplastizität in Verbindung gebracht. BDNF Level sind bei depressiven Patienten niedrig und normalisieren sich nach antidepressiver Behandlung (Baumeister et al., 2014).
Die durch den 5-HT2A-Rezeptor-Agonismus induzierte Modulation von glutamaterger Neurotransmission (Nichols, 2004; Vollenweider and Kometer, 2010; Moreno et al., 2013; Halberstadt, 2015, zit. nach dos Santos et al., 2016) könnte zur Steigerung neurotropher Faktoren, wie des Wachstumsfaktors (BDNF aus dem engl.: Brain-derived neurotrophic factor) führen, sowie die Anzahl dendritischer Dornen (sog. Spines) auf kortikalen Neuronen vervielfachen und somit Neuroplastizität und Neurogenese induzieren (Vollenweider and Kometer, 2010; Baumeister et al., 2014; Bogenschutz & Johnson, 2016 zit. nach dos Santos et al., 2016).
Des Weiteren könnte der 5-HT2A-Rezptor-Agonismus erwünschte Effekte durch Entzündungshemmung hervorrufen, welche das Immunsystem stärken (Nau et al., 2013; Baumeister et al., 2014; dos Santos, 2014 zit. nach dos Santos et al., 2016). Ein geschwächtes Immunsystem wird mit Depressionen in Verbindung gebracht (Baumeister et al., 2014 zit. nach dos Santos et al., 2016).
1 EINFÜHRUNG: Dieses Kapitel erläutert das Leiden durch Depressionen sowie die volkswirtschaftlichen Kosten und führt in die Thematik der Halluzinogene als alternative Therapieverfahren ein.
2 METHODEN: Hier werden das Forschungsdesign, die Kriterien für die systematische Literaturübersicht sowie die Auswahl der untersuchten Studien dargelegt.
3 ERGEBNISSE: Dieses Kapitel fasst die Befunde der neun ausgewählten Studien zu Patientenpopulationen und gesunden Probanden zusammen, die die antidepressive Wirkung der Substanzen untersuchten.
4 DISKUSSION: Die Ergebnisse werden hier kritisch bewertet, mögliche Wirkweisen (pharmakologisch und mystisch-erfahrungsorientiert) werden erörtert und die Einschränkungen der aktuellen Studienlage diskutiert.
5 FAZIT: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit weiterer, methodisch fundierter Forschung unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen.
Klassische Halluzinogene, LSD, Psilocybin, Ayahuasca, antidepressive Wirkung, Depression, Neuroplastizität, 5-HT2A-Rezeptor, psychologische Wirkmechanismen, mystische Erfahrungen, klinische Studien, Serotonin, Behandlungsresistenz, psychische Gesundheit, Humanstudien.
Die Arbeit analysiert den wissenschaftlichen Forschungsstand der letzten zehn Jahre zur antidepressiven Wirkung der klassischen Halluzinogene LSD, Psilocybin und Ayahuasca.
Zentrale Themen sind die Wirksamkeit bei depressiven Patienten, die Untersuchung der Wirkung auf dysfunktionale Variablen bei Gesunden sowie die Aufklärung der zugrunde liegenden pharmakologischen und psychologischen Wirkmechanismen.
Die Forschungsfrage ist, ob klassische Halluzinogene antidepressiv wirken, was anhand einer systematischen Analyse der vorhandenen Humanstudien beantwortet werden soll.
Es handelt sich um eine systematische Literaturübersicht, bei der klinische Studien nach dem PRISMA-Standard selektiert, klassifiziert und qualitativ ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Zusammenfassung der Studienergebnisse für verschiedene Patientengruppen und Gesunde sowie eine umfassende Diskussion zu den möglichen Wirkweisen und methodischen Limitationen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere klassische Halluzinogene, antidepressive Wirkung, Depression, Neuroplastizität, 5-HT2A-Rezeptor und mystische Erfahrungen.
Ja, in der Diskussion wird auf einen Fallbericht hingewiesen, bei dem ein Patient mit bipolarer Störung nach Ayahuasca-Konsum eine manische Phase erlebte, was auf eine mögliche Kontraindikation hindeutet.
Die Autorin weist auf die geringe Anzahl der Studien, kleine Stichprobengrößen, das Fehlen von Kontrollgruppen in einigen Pilotstudien und die methodische Heterogenität hin.
Die Wirkung wird unter anderem mit der Aktivierung der 5-HT2A-Rezeptoren, der Modulation der Neurotransmission, einer gesteigerten Neuroplastizität und der Normalisierung limbischer Hyperaktivität begründet.
Die mystische Erfahrung wird als ein wesentlicher psychologischer Wirkmechanismus betrachtet, da sie eine Unterbrechung gewohnter pathologischer Gedankenmuster ermöglicht und langfristige positive Veränderungen im Wohlbefinden und Verhalten fördert.
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