Masterarbeit, 2016
93 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung und Stand der Forschungsliteratur
2 Post-Graffiti, Street Art oder Urban Art?
2.1 Street Art – Eine ephemere Erscheinung im Stadtbild
2.2 Vandalismus oder Stadtverschönerung?
2.3 Probleme eines ästhetischen Phänomens
3 Pop Art, Dada und Co. – Eine kunsthistorische Verankerung von Street Art
4 Barbara. – Die Klebekünstlerin schreckt vor keinem Thema zurück
4.1 ‚Bekleben Verboten‘ – Barbara. gestaltet Straßenschilder
4.2 ‚Ich liebe vielschichtigen Humor‘ – Barbara. reagiert und gestaltet Plakate
5 Barbara. reiht sich sein: Gesellschaftskritik in der Kunstgeschichte
6 Barbara. ist nicht allein: Gesellschaftskritik bei anderen Street Art-Akteuren
6.1 Die Welt wird videoüberwacht – nur Banksy ist nicht zu sehen
6.2 Der Schatten in der Stadt – Blek le Rat
7 Fazit: Die künstlerische Artikulation von Gesellschaftskritik in der Street Art
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die Street Art-Künstlerin Barbara. durch ihre Klebekunst im öffentlichen Raum Gesellschaftskritik übt und welche spezifischen Mittel sie dabei einsetzt, um soziale Missstände zu thematisieren und den Betrachter zur Reflexion anzuregen.
4.1 ‚Bekleben Verboten‘ – Barbara. gestaltet Straßenschilder
In jeder Stadt, ja selbst in jedem kleineren Ort, findet sich in Deutschland das Schild „Bekleben Verboten“ oder eine Variation mit einem ähnlichen Inhalt, das wohl zu den bekanntesten Schildern gehört, was von Barbara. verändert bzw. kommentiert wurde. Neben diesem Verbotsschild gibt es eine regelrechte Hinweis- und Verbotsschilderflut im Stadtraum zu entdecken, die auf unterschiedliche Weise von Barbara. entfremdet werden. Auf den ersten Blick wird bei der Betrachtung der von ihr gestalteten Straßenschilder deutlich, dass stets der ursprüngliche Wortlaut bzw. das Symbol noch zu entziffern ist, sodass nie eine Gefahr durch die Sinnentfremdung für die Bevölkerung entsteht. Darüber hinaus sorgt der ephemere Charakter der Arbeiten ohnehin dafür, dass sie nicht lange überdauern können.
Zwar stehen diejenigen Arbeiten mit gesellschaftskritischen Aussagen im Vordergrund, humoristische und der Politik gegenüber kritische Arbeiten sollen dennoch eine kurze Erwähnung finden. In der Veränderung des Schildes an sich verbirgt sich nämlich bereits Barbara.s Kritik an der Gesellschaft, die auf die, insbesondere in Deutschland, vorherrschende Verbotskultur abzielt. Aus der Aussage des Schildes mit der Aufschrift „Betreten verboten!“ kreierte Barbara. zum Beispiel die Aussage „Das Leben ist verboten schön! Barbara.“. Der Befehlston weicht in diesem Fall einem lebensbejahenden Ausspruch, der zwar den Grundcharakter des Schildes aufnimmt, aber den negativen Klang in etwas Positives verwandelt. Ein weiteres Beispiel, das ein ähnliches Ziel zu verfolgen scheint, ist die Veränderung des Warnhinweises „Achtung Rutschgefahr“ in „Achtung Knutschgefahr Barbara.“.
1 Einleitung und Stand der Forschungsliteratur: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung gesellschaftskritischer Kunst ein und bettet die Street Art als zeitgenössische Form der Massenkommunikation in diesen Kontext ein.
2 Post-Graffiti, Street Art oder Urban Art?: Hier erfolgt eine terminologische Differenzierung der verschiedenen Begriffe, um Street Art als eigenständiges, kritisches Phänomen im öffentlichen Raum zu definieren.
3 Pop Art, Dada und Co. – Eine kunsthistorische Verankerung von Street Art: Das Kapitel verortet die Street Art in der Kunstgeschichte und zeigt Parallelen zu Bewegungen wie Dada, Pop Art, Situationismus und Land Art auf.
4 Barbara. – Die Klebekünstlerin schreckt vor keinem Thema zurück: Hier wird das Werk der Künstlerin Barbara. analysiert, insbesondere ihre Transformation von Straßenschildern und ihre humoristischen Reaktionen auf gesellschaftliche Verbote.
5 Barbara. reiht sich sein: Gesellschaftskritik in der Kunstgeschichte: Das Kapitel setzt Barbara.s Wirken in Bezug zu anderen großen gesellschaftskritischen Künstlern der Geschichte, wie George Grosz oder John Heartfield.
6 Barbara. ist nicht allein: Gesellschaftskritik bei anderen Street Art-Akteuren: Dieser Abschnitt vergleicht Barbara. mit den international renommierten Street Art-Künstlern Banksy und Blek le Rat hinsichtlich ihrer Vorgehensweisen und Intentionen.
7 Fazit: Die künstlerische Artikulation von Gesellschaftskritik in der Street Art: Zusammenfassend wird dargestellt, wie die untersuchten Künstler trotz unterschiedlicher ästhetischer Ansätze durch die Nutzung des öffentlichen Raums eine breite gesellschaftliche Debatte anstoßen.
Street Art, Gesellschaftskritik, Barbara., Anonymität, Urban Art, Klebekunst, Kunst im öffentlichen Raum, Intervention, Provokation, Verbotskultur, Banksy, Blek le Rat, Rezipientenkommunikation, Soziale Medien.
Die Publikation untersucht das Wirken der anonymen Street Art-Künstlerin Barbara. und deren gezielten Einsatz von Gesellschaftskritik im urbanen Raum.
Im Fokus stehen der Einfluss der Verbotskultur auf das gesellschaftliche Miteinander, der Kampf gegen Rechtsextremismus und die politische Instrumentalisierung von Schildern und Werbeflächen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Barbara. durch ihre künstlerischen Interventionen gesellschaftliche Missstände identifiziert, kommentiert und den Betrachter zur kritischen Auseinandersetzung animiert.
Es handelt sich um eine kunstwissenschaftliche Analyse, die verschiedene Street Art-Werke in einen kunsthistorischen Kontext stellt und mittels einer vergleichenden Werkbetrachtung sowie einer Auswertung von Fachliteratur untersucht.
Der Hauptteil analysiert spezifische Fallbeispiele von Barbara.s Arbeit – etwa ihre Transformation von Verkehrszeichen – und vergleicht diese mit den Ansätzen anderer bekannter Akteure wie Banksy und Blek le Rat.
Schlüsselbegriffe sind Street Art, gesellschaftskritische Kunst, Urbanität, anonyme Klebekunst und der Wandel öffentlicher Räume durch künstlerische Interventionen.
Der Punkt dient als persönliches Stilmittel und Blitz-Symbol, das an das Logo von AC/DC angelehnt ist, aber auch als Verweis auf die Aufforderung ihrer Großmutter zu verstehen ist, "mal einen Punkt zu machen".
Während Barbara. ihre Kritik primär über sprachliche Mittel, Reime und die Interaktion mit bestehenden Schildern äußert, nutzt Banksy stärker visuelle Metaphern und komplexe Schablonentechniken.
Die Anonymität ermöglicht ihr eine unvoreingenommene Beobachtung ihres Umfeldes und schützt sie vor einer zu starken Personalisierung ihrer Arbeit, da die Botschaft und nicht die Person im Vordergrund stehen soll.
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