Bachelorarbeit, 2016
97 Seiten, Note: 1,3
A Einleitung
B Hauptteil
1. Grundlagen zum Mindestlohn
1.1 Mindestlöhne in Europa
1.2 Mindestlöhne in Deutschland
2. Die Rechtslage zum Mindestlohn
2.1 Das Tarifautonomiestärkungsgesetz
2.2 Die Effektivität der Tarifautonomie
2.3 Das Verhältnis zu bestehenden Tarifverträgen
2.4 Die Einordnung des Mindestlohns
2.5 Rechtliches Umfeld des Mindestlohnrechts
3. Regelungen zum Mindestlohngesetz
3.1 Problem der Flexibilisierung von Arbeitszeit
3.2 Festlegungen und Anpassung des Mindestlohns
3.3 Ausnahmen und Übergangsfristen zum Mindestlohn
3.4 Das System der Mindestlöhne in Deutschland vor dem 01.01.2015
4. Mindestlöhne in der ökonomischen Theorie
4.1 Das neoklassische Modell
4.2 Das Monopson
4.3 Die anormale Arbeitsangebotsfunktion
4.4 Das keynesianische Modell
5. Auswirkungen und Veränderungen im Gastgewerbe
5.1 Meinungen und Stimmungen aus der Branche
5.2 Studie des Heilbronner Institutes für angewandte Marktforschung der Hochschule Heilbronn zu den Auswirkungen auf das Gastgewerbe
5.3 Studie der SRH Hochschule Berlin am Campus Dresden zu den Auswirkungen auf das Gastgewerbe
5.4 Auswertung der Studien
C Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
Die Arbeit untersucht die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen der Einführung des Mindestlohngesetzes (MiLoG) auf das Gastgewerbe in Deutschland, analysiert die Wahrnehmung der Veränderungen durch die Unternehmen und beleuchtet den Einfluss auf die betriebliche Arbeitsweise.
2.2 Die Effektivität der Tarifautonomie
„Tarifautonomie bedeutet, dass Gewerkschaften und organisierte Arbeitgeber in Deutschland über die Lohnfindung in den Betrieben entscheiden. Sie hat sich seit dem Kriegsende bewährt: In vielen anderen europäischen Ländern, die nicht über ein so austariertes System zur Lohnfindung verfügen, wie etwa in Frankreich, ist die Streikhäufigkeit höher. In Deutschland herrscht insgesamt ein respektvoller Tonfall zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften – auch das ist in Europa keineswegs selbstverständlich. Die Tarifverhandlungen in Deutschland erbringen meist realistische Abschlüsse. In den vergangenen zehn Jahren erhöhte diese Kultur die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen erheblich.“
Dabei stellt die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns prinzipielle Fragen nach der Wirkung der Tarifautonomie. Mit der Einführung des Mindestlohns fällt der Gesetzgeber eine Aussage zu den Gestaltungsmitteln Tarifvertrag, inklusive der AVE und der Erstreckung nach dem AEntG. Er hält diese Instrumente in bestimmten Regionen und Branchen nicht mehr für auseichend bzw. inadäquat, einen angemessenen Mindestsockel bei der Entlohnung sicherzustellen, nachdem die letzten beiden Instrumente, AVE und die Erstreckung nach dem AEntG, der jüngeren Vergangenheit angehören.
1. Grundlagen zum Mindestlohn: Definition des Mindestlohns und historischer Abriss der Entwicklung lokaler und nationaler Regelungen.
2. Die Rechtslage zum Mindestlohn: Analyse des Einflusses der Tarifautonomie, der Rolle des Staates und der rechtlichen Einordnung des Mindestlohns in das deutsche und europäische Recht.
3. Regelungen zum Mindestlohngesetz: Detaillierte Darstellung der gesetzlichen Vorgaben, der Dokumentationspflichten und der Übergangsfristen für Unternehmen.
4. Mindestlöhne in der ökonomischen Theorie: Erläuterung neoklassischer, monopsonistischer, anormaler und keynesianischer Modelle zur Bewertung von Mindestlohneffekten.
5. Auswirkungen und Veränderungen im Gastgewerbe: Auswertung von Branchenmeinungen und empirischen Studien zu den Folgen des Mindestlohns für Unternehmen im Gastgewerbe.
Mindestlohn, Mindestlohngesetz, MiLoG, Gastgewerbe, Tarifautonomie, Arbeitszeitdokumentation, Personalkosten, Niedriglohnsektor, Arbeitgeberhaftung, Beschäftigungseffekte, Hotellerie, Gastronomie, Flexibilisierung, Mindestlohnkommission, Tarifverträge.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der gesetzlichen Einführung des Mindestlohns auf die Betriebe und Beschäftigten im deutschen Gastgewerbe.
Die zentralen Themen umfassen die rechtlichen Hintergründe, ökonomische Theorien, die bürokratischen Anforderungen für Betriebe sowie die spezifischen Auswirkungen auf die Gastronomie und Hotellerie.
Das Ziel ist es, die betriebswirtschaftlichen Konsequenzen des Mindestlohns zu analysieren und zu bewerten, wie Unternehmen auf die gesetzlichen Änderungen reagieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung bestehender empirischer Studien sowie Umfrageergebnissen von Verbänden wie dem DEHOGA.
Der Hauptteil gliedert sich in Grundlagen, rechtliche Rahmenbedingungen, gesetzliche Regelungen, ökonomische Theorie und die spezifische Analyse der Branchenauswirkungen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mindestlohngesetz, Gastgewerbe, Tarifautonomie, Arbeitszeitdokumentation und betriebswirtschaftliche Anpassungsmaßnahmen geprägt.
Die Dokumentationspflichten werden als eine der größten Herausforderungen wahrgenommen, da sie einen erheblichen bürokratischen Mehraufwand für die Betriebe darstellen.
Die Mehrheit der befragten Betriebe bewertet den Mindestlohn kritisch, insbesondere aufgrund gestiegener Personalkosten und des bürokratischen Aufwands, wobei regionale Unterschiede bestehen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

